Kaum eine Comicverflmung dürfte dieser Tage derart viel Aufmerksamkeit erwirken, wie Zack Snyders "Watchmen"-Adaption. Die Grapic Novel war ein komplexer Meilenstein, der Film kommt der Vorlage so nah wie nur irgend möglich. Trotzdem hatten wir nach dem Kinobesuch so manche Frage, die sich glücklicherweise nur wenige Tage später alle beantworten sollten.

In München hatten wir die Gelegenheit auf das komplette "Watchmen"-Team zu treffen: Gut gelaunt und gesprächig traf sich die Schauspielerriege um Malin Akerman (Silk Spectre), Billy Crudup (Dr. Manhattan), Jackie Earle Haley (Rorschach), Jeffrey Dean Morgan (Comedian) und Patrck Wilson (Nite Owl) mit uns und plauderte bereitwillig über alle Facetten ihrer schwierigen Rollen.

Zudem konnten wir Regisseur Zack Snyder und dessen Frau Debbie (Produzentin) einige Geheimnisse entlocken und verraten, was euch auf der kommenden "Watchmen"-Directors Cut-DVD erwartet. Viel Spaß beim Schmökern.

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Zack Snyder/Debbie Snyder

gamona.de: Wenn man sich „Watchmen“ ansieht, muss man beinahe staunen, wie einfach es Ihnen scheinbar gefallen ist, die komplexe Geschichte zu transportieren. Interessanterweise haben Sie an einigen Stellen die Handlung gekürzt, an anderer Stelle haben Sie aber Szenen hinzugefügt. Weshalb und wie trafen Sie derartige Entscheidungen?

Watchmen - Die Wächter - Wir sprachen mit den Machern des Comickrachers

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"Ich wusste von Beginn an, wie der Film aussehen soll."
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Zack Snyder (Regisseur): Ich wusste von Beginn an, was ich in dem Film haben möchte und was nicht. Ich erinnerte mich an die Erfahrung, die ich mit dem Comicbuch hatte und wollte diese so gut wie möglich auf die Leinwand transportieren. Streng genommen unterteilt sich alles in vier Akte: Der Comedian und dessen Beerdigung, Dr. Manhattan auf dem Mars, Rorschachs Gefangennahme und das große Ende – das war die Basis. Der Rest hält diese Grundelemente zusammen, verstärkt sie und gibt ihnen einen tieferen Sinn. Ich musste also vorsichtig aussuchen, wie dieser „Rest“ aussehen sollte.

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Debbie Snyder (Produzentin): Wir konnten natürlich unmöglich alles in den Film packen, auf das Alan Moore im Comicbuch eingeht. Also haben wir nach Lösungswegen gesucht – einer davon war zum Beispiel die Titelsequenz am Anfang, in der für etwa zweieinhalb Minuten die wichtigsten Zusammenhänge überflogen werden.

gamona.de: Gab es denn Momente in denen Sie dachten „Puh, das schaffe ich nie“? Schließlich müssen Sie der Vorlage gerecht werden und tausende Fans befriedigen.

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"Ich habe versucht, nicht an die große Verantwortung zu denken."
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Zack Snyder: Ich habe versucht gar nicht erst daran zu denken. Man muss schon ein bisschen furchtlos sein, um sich an ein solches Projekt zu wagen. Aber ich bin der Meinung, wenn es irgendeinen Stoff gibt, der es wert ist, erzählt zu werden, dann dieser. Und bevor es jemand anderes kaputt macht, wollte ich es lieber richtig tun.

Debbie Snyder: Eigentlich hatten wir auch gar keine Zeit uns über solche Dinge sorgen zu machen. Die Arbeit an „Watchmen“, mit dieser riesigen Crew und den unzähligen Set-Bauten – all dies zu verwalten war ein harter Job, der uns gar keine andere Wahl ließ, als konzentriert bei der Sache zu sein und etwaige Ängste zu verdrängen.


Zack Snyder/Debbie Snyder

gamona.de: Watchmen ist besonders für seinen speziellen Look bekannt, der zwar farbintensiv und dennoch düster bzw. real wirkt. Wie haben Sie versucht, den Look auf den Film zu portieren.

Zack Snyder: Bevor der Film überhaupt gedreht wurde, hatten wir schon tausende Zeichnungen angefertigt, auf denen wir jede Szene noch einmal neu interpretiert haben. Der Comic galt als absolute Referenz, daher wollten wir auch so nah wie möglich an dessen Look bleiben.

Debbie Snyder: Besonders schwierig war jedoch die Erschaffung von Dr. Manhattan. Es gab hunderte Testläufe, in denen wir mit verschiedenen Versionen von ihm herumexperimentierten, bis wir zufrieden waren.

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"Sie wollten Dr. Manhattan erst blau anmalen - das sah völlig bescheuert aus."
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Zack Snyder: Noch während dieser Tests kam das Studio eines Tages zu mir und fragte: „Warum nehmt ihr nicht einfach einen Typen und malt ihn mit blauem Mapeup an – das wäre doch sehr viel billiger.“ Und ich sagte nur: „Ja, es wäre sicherlich billiger – aber dafür sieht es total bescheuert aus.“ Wir hatten diese Option sogar ausprobiert: Eine Spezialeffektfirma hatte uns einen Entwurf zugeschickt, in dem sie jemanden blau anstrichen und dann einen Glüheffekt darüber legten. Es sah furchtbar aus – etwa wie der Dschinn aus Disneys Aladdin.

gamona.de: Es gibt einige ziemlich harte und schwierige Szenen im „Watchmen“-Comic – etwa die berüchtigte Vergewaltigungsszene zwischen Sally Jupiter und dem Comedian oder dessen kaltblütiger Mord in einer vietnamesischen Bar. Wie kompliziert war es, das Studio zu überreden gerade solche Szenen zu übernehmen?

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"Die Vergewaltigungsszene sollte erst herausfliegen."
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Zack Snyder: Tatsächlich war es so, dass das Studio bei diesen beiden Szenen wollte, dass ich sie aus dem Film schneide. Aber ich konnte sie überzeugen, dass die Gewalt in diesen Sequenzen nicht aus reiner Plakativität oder Selbstzweck geschieht. Die Szene in Vietnam dreht sich ja eigentlich um Dr. Manhattan und dessen Gleichgültigkeit dem Menschen gegenüber. Die Vergewaltigung fokussiert sich hingegen eher auf Sally.

gamona.de: Könnten Sie uns noch ein paar Details zur DVD-Version verraten?

Zack Snyder: Ohja, gerne. Der „Directors Cut“ erscheint im Juli in den USA und wird etwa drei Stunden und zehn Minuten lang sein. Wir gehen darin noch ein bisschen mehr auf die Charaktere ein, geben ein paar Hintergrundinformationen zusätzlich. Das wichtigste neue Element ist meiner Meinung nach Hollis Masons Death und wie dies den zweiten Nite Owl beeinflusst – hier könnt ihr also einige Entwicklungen erwarten. Im Herbst kommt dann die „Black Freighters“-Version mit dreieinhalb Stunden - das ist sozusagen die „definitive Watchmen-Fassung“. Wir haben den „Black Freighter“ Comic-Strip als Zeichentrickfilm umgesetzt, den wir in den normalen Film dazwischen schneiden.

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"Der Directors Cut geht noch eine wenig mehr auf die beiden Nite Owls ein."
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Debbie Snyder: Einige Wochen nach dem Kinostart werden wir den „Black Freighter“-Zeichentrick zunächst als eigenständigen Film veröffentlichen, sowie „Under the Hood“, eine Umsetzung der fiktiven Biografie des ersten Nite Owl Hollis Mason. Wir konnten für den Kinofilm einfach nicht alles übernehmen, was im Comicbuch geschieht. Daher sind wir glücklich, dass wir in einer Zeit leben, in der uns das Medium DVD erlaubt, unsere Wünsche komplett umzusetzen.

gamona.de: Eine Frage zur musikalischen Untermalung, die uns nebenbei sehr gut gefallen hat: Im Film hört man sogar den deutschen Song „99 Luftballons“ von Nena. Wie kamen sie darauf gerade diesen zu verwenden?

Zack Snyder: Es ist einfach der ultimative Song, für den „Kalten Krieg“. Meine Freunde sahen den Film und fragten mich: „Wieso hast du diesen kitschigen Popsong verwendet? Einen der von Luftballons handelt?“ Aber ich hielt die Wahl für perfekt, weil Nenas Song sehr politisch, sehr tiefgründig und ziemlich zynisch ist. Genau wie „Watchmen“.

Malin Akerman/Billy Crudup

gamona.de: Wie wichtig war die Graphic Novel für Eure Vorbereitung für den Film und während des Drehs?

Malin Akerman (Silk Spectre II): Es war extrem wichtig, für uns alle. Da es eine direkte Adaption des Stoffes ist, muss man zu einhundert Prozent mit dem vorliegenden Stoff vertraut sein. Nur so kann man der Vorlage überhaupt gerecht werden – das sind wir den „Watchmen“-Fans schließlich schuldig. Es gab immer ein Exemplar am Set und wir brachten unsere eigenen Ausgaben mit, um zwischen den Takes einen Blick hinein zu werfen. Darüber hinaus war es extrem hilfreich, all diese Bilder zu haben, auf die man sich stützen konnte. Die Stimmung, die Körpersprache - all konnte man aus den Panels herauslesen.

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"Es kursierte immer eine Comicausgabe am Set."
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gamona.de: Wie würden Sie die Geschichte des Films für jemanden umschreiben, der die Graphic Novel noch nicht gelesen hat?

Billy Crudup (Dr. Manhattan): „Watchmen“ zu vereinfach ist schlicht unmöglich. Ich denke, die große Faszination des Comics ist seine Tiefe. Es beleuchtet die Superhelden-Mythen aus einem völlig neuartigen Blickwinkel. Das kann man nicht einfach in eine Nussschale werfen. Aber um es zu vereinfachen: Watchmen ist eine Kombination aus Thriller, Love Story, der Erforschung der menschlichen Natur, Politik und es stellt die ultimative Frage: Wie weit würdest du gehen, um den Frieden zu bewahren. Oder vielleicht ist es auch nur eine verdammt kranke Phantasie für Erwachsene. (lacht)

gamona.de: Wie fühlen Sie sich, wenn Sie sich selbst auf der großen Leinwand sehen als Dr. Manhattan? Imposante Erscheinung, nicht wahr?

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"Ich wünschte, mein Spiegelbild würde auch so aussehen."
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Billy Crudup: (lacht) Ja, ich wünschte, dass würde ich auch sehen, wenn ich morgens in den Spiegel blicke. Es war eine tolle, wenn auch ziemlich skurrile Erfahrung. Zumal ich und meine Kollegen große Probleme damit hatten, mich ernst zu nehmen. Schließlich bin ich die meiste Zeit über mit einer blauen Badekappe durch die Gegend gelaufen. Das ganze Outfit sah aus wie ein blauer Pyjama mit Weihnachtsbeleuchtung daran. Der Computer schnitt jede meiner Bewegungen darin mit und ersetzte mich später mit der „Dr. Manhattan“-Version, die man im Kino sieht. Was ich bis jetzt nicht verstehe ist, warum sie mich nicht einfach in der Post-Produktion digital implementiert haben – ich glaube, sie brauchten einfach einen billigen Spinner, der die Umgebung beleuchtet. (lacht)

gamona.de: Heißt das, Sie waren nie wirklich in den Szenen anwesend?

Billy Crudup: Im Prinzip schon. Ich spielte alle Szenen mit meinen Partnern nach, während ich diesen Overall trug. Hinterher wurde ich aber durch eine digitale Kopie ersetzt. Bei dieser ist aber nur mein Gesicht echt – der muskulöse Rest wurde leider nachträglich modelliert. Es brauchte ein Jahr, um die Bewegungen meines Gesichts exakt nachzustellen.

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"Ich musste mich wirklich zusammenreißen, um angesichts Billies Kostüm ernst zu bleiben."
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Malin Akerman: Ich musste mich wirklich zusammenreißen, um ihn während des Drehs nicht auszulachen. Er sah echt komisch darin aus. Aber wenn ich daran denke, was ich tragen musste – dieses Latex-Outfit sah ja nicht wesentlich „seriöser“ aus. Manchmal standen wir alle zusammen, blickten auf unsere Kostüme und dachten „Was zur Hölle machen wir hier eigentlich?“ Nach den sechs Drehmonaten war ich echt froh, dass ich das enge Teil endlich ausziehen konnte – obwohl mein Ehemann das gar nicht so toll fand (lacht)

gamona.de: Der Autor Alan Moore wird von seinen Fans wie ein Gott verehrt und genießt in der Comic-Branche einen unvergleichlichen Ruf. Wie würden Sie seine Qualitäten als Autor bezeichnen, verglichen mit den üblichen Stoffen, die Sie vorgelegt bekommen?

Billy Crudup: „Watchmen“ war eine der überraschendsten Werke der Literatur, die ich je zu Gesicht bekam. Überraschend vor allem deshalb, weil ich einem Comic so etwas zuvor niemals zugetraut hätte. Als Erwachsener hat man oft seine Sicht der Dinge – du magst diese bestimmte Musik, diese eine spezielle Art von Literatur und so weiter. Man schaut kaum über den Tellerrand und sammelt Vorurteile. Ich hätte nie erwartet, dass ich etwas so großartiges und kluges wie „Watchmen“ unter den Comic-Büchern finden würde.

Patrick Wilson/Jackie Earle Haley

gamona.de: Mr. Wilson, wo wir eben beim Thema „Komische Kostüme“ waren – wie schmeichelhaft ist es, wie eine übergroße Eule herumzulaufen?

Patrick Wilson (Nite Owl II): Also ich mochte es. Wer möchte nicht einmal einen Superhelden spielen? Wenn wir ehrlich sind, sehen die doch alle ziemlich komisch aus. Mein Kostüm hat etwas von dem alten Batman aus der TV-Serie mit Adam West. Der Stoff war eine Art Spandex-Bezug – mehr „retro“ geht ja kaum noch.

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"Ich mochte das Eulenkostüm - mehr retro geht ja kaum"
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gamona.de: Kannten Sie das Comicbuch vorher? Und wie wichtig war es für ihre Vorbereitung für den Film?

Jackie Earle Haley (Rorschach): Ich war nie ein Comic-Fan. Ich habe irgendwo mal ein paar Bilder von Rorschach gesehen, konnten sie aber nicht zuordnen. Und jetzt bin ich förmlich verknallt in Comics. Ich habe kürzlich „V wie Vendetta“ und „Leage of Extraordinary Gentlemen“ gelesen, „The Dark Knight Returns“ habe ich gerade erst durchgelesen. Mittlerweile schlage ich ein normales Buch auf und denke „Wo sind denn hier die Bilder?“ (lacht)

Patrick Wilson: Ich kannte es ebenfalls nicht, obwohl ich davon gehört hatte. Aber einer meiner besten Freunde ist ein riesiger Fan, der mir dann gleich ganz aufgeregt erklärte, wie wichtig mein Charakter für die Geschichte sei und dass ich diese Rolle unbedingt annehmen müsse. Ich gehe immer zuerst zu ihm, wenn ich ein Skript bekomme, das auf einem Comic basiert.

gamona.de: Denkt man da im ersten Moment nicht „Hilfe, noch einen Superhelden-Film“, wenn man die Vorlage nicht kennt?

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"Ich habe Rorschach erst einmal gegoogelt - und fand heraus, dass die Leute mich für die Rolle wollten."
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Jackie Earle Haley: Witzigerweise googelte ich den Begriff „Watchmen“ erst einmal im Internet – nur um dort zu lesen, dass die Fans der Meinung waren, dass ich genau der Richtige für die Rolle des Rorschach wäre. Und dass, bevor ich überhaupt zugesagt hatte. Dann las ich das Skript und war völlig überwältigt. Tatsächlich ist es so, dass wir Schauspieler ja eigentlich auch nur kleine Jungs in erwachsenen Körpern sind, die sich nichts lieber wünschen, als in diesem einen coolen Superhelden-Film mitzuspielen.

gamona.de: Wie wurde der coole Effekt auf Rorschachs Maske kreiert? Hatten Sie auch eine übergroße Socke mit kleinen Markern darauf auf dem Kopf, wie Billy Crudup alias Dr. Manhattan?

Patrick Wilson: Nein nicht am Set, aber privat rennt er die ganze Zeit so durch die Gegend. Das ist irgend so ein komischer Fetisch von ihm. (beide lachen)

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"Ich nannte die Maske 'Meine Socke'."
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Jackie Earle Haley: Ihr werdet überrascht sein, aber ich nannte das Teil tatsächlich „Meine Socke“. Da waren überall kleine Marker angebracht, damit hinterher der Effekt mit den wechselnden Rorschach-Bildern eingefügt werden kann. Außerdem waren meine Augen freigelegt, sonst wäre ich wohl während des Drehs ständig irgendwo gegen gelaufen. Das Resultat sieht einfach phänomenal aus – wie eigentlich sämtliche Effekte im Film. Ich finde es toll, dass sie so lange damit gewartet haben diesen Film zu machen, bis die Technik reif dafür ist. Vor zehn Jahren hätten sie den Film wahrscheinlich mit Arnold Schwarzenegger gemacht und ihn einfach blau angemalt.

Jeffrey Dean Morgan

gamona.de: Mister Morgan, glauben Sie „The Comedian“ ist eine glückliche Person?

Jeffrey Dean Morgan (The Comedian): Glücklich? Der Comedian? Hast du den Film gesehen? Der Comedian ist ein zutiefst zynischer Mensch, der mit der Welt abgeschlossen hat. Ich bin selbst manchmal sarkastisch, aber im Grunde ein positiver Mensch. Der Comedian hat die leichtfüßige Sicht der Dinge längst verloren.

gamona.de: Hatten Sie Zweifel, die Rolle anzunehmen? Der Comedian ist schließlich zutiefst unsympatisch, vergewaltigt Frauen und tötet wahllos Menschen.

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Als Comedian hatte Jeffrey Morgan keinen leichten Job.
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Jeffrey Dean Morgan: Ich wollte unbedingt etwas anderes machen, als das, wofür mich die Leute kennen. Bisher habe ich eigentlich fast nur in irgendwelchen Romanzen mitgespielt. Ich bin für jeden der nette Kerl, der wie in „Greys Anatomy“ im Krankenbett liegt und seiner großen Liebe sanfte Abschiedsworte ins Ohr flüstert. Ich habe auch andere Seiten – und die sollen die Zuschauer sehen. Und der Comedian ist eine 180Grad-Wendung zu diesen Charakteren. Ja, ich hatte ein paar echt harte Tage am Set – speziell die Vergewaltigungsszene hat mich ziemlich fertig gemacht. Aber ich denke, das war es wert.