In einem Interview enthüllte Regisseur Duncan Jones, wie sein Vater David Bowie auf die Rohfassung von Warcraft: The Beginning reagierte und warum er immer ein Gamer bleiben wird.

Warcraft: The Beginning - Wie David Bowie auf den Fantasyfilm seines Sohnes reagierte

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David Bowie konnte das bislang größte Werk seines Sohnes noch sehen
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Nicht alle sind von Regisseur Duncan Jones' Warcraft: The Beginning überzeugt. Einige finden ihn sogar sehr, sehr anstrengend. Dabei hat World of Warcraft-Fan Jones versucht, den Parteien von Blizzards Erfolgsreihe gerecht zu werden. Keine tumbe, einseitige Heldengeschichte sollte es werden, sondern eine, die jede Seite zu gleichen Teilen zeigt, die Beweggründe der Menschen wie auch der Orks aufzeigt. Nicht alle sind der Meinung, dass ihm das auch gelungen ist. Das befürchtete bereits Universal Pictures, die Warcraft: The Beginning zusammen mit dem Weihnachtshorror Krampus und Zhang Yimous Sci-Fi-Streifen The Wall mit Matt Damon zur Flop-Drei der Filme ernannte, die man beim Deal mit Legendary Entertainment mit übernehmen musste. Während Fans den Film überschwenglich feiern, sieht die internationale Presse eher verhalten aus.

David Bowie freute sich für seinen Sohn Duncan Jones

Doch das dürfte Jones herzlich egal sein, was die Kritiker sagen, denn die Person, die ihm wichtig war, fand den Rohschnitt des Films großartig - sein Vater David Bowie. Bowie verstarb im Januar an Krebs.

"Ich zeigte ihm eine frühe Rohfassung davon und auch einige Effekte-Shots", so Jones. "Wisst ihr, für alle anderen war er ein Musiker. Für mich war er mein Vater. Und er hat sich immer für die Dinge interessiert, an denen ich arbeitete. Also zeigte ich ihm, woran ich arbeitete und er freute sich so sehr für mich und war glücklich darüber, dass ich das tue, was ich in meinem Leben am meisten liebe."

"Ich bin ein Gamer"

Und was er ebenso liebt, ist das Zocken. Und diese Leidenschaft führte ihn von Warcraft zu World of Warcraft. "Ich leitete eine Gilde für ein anderes Spiel mit dem Titel Ultima Online. Als wir bei diesem Spiel an einem Punkt angelangten, wo wir uns nach etwas Neuem umschauen wollten, sind wir auf World of Warcraft gestossen. Und da stand ich vor dieser schweren Entscheidung zwischen der Horde und der Allianz."

Für Jones stand fest, dass er zurück zu Anfängen der Reihe wollte.

"Als ich mit Blizzard sprach, einigten wir uns darauf, dass wir zurück zu den Anfängen gehen und diese Welt und diese beiden Kulturen zeigen wollten, wie sie das erste Mal aufeinandertreffen. Man kann beide Kulturen aus der Perspektive des anderen betrachten."

Seine erste Fassung war denn auch rund 40 Minuten länger als die Kinofassung. Ob es die allerdings jemals als Extended Edition geben wird, das steht nicht fest.