In einem Interview sprach Regisseur Duncan Jones über ein mögliches Sequel zu Warcraft: The Beginning, das womöglich nicht mehr in die US-Kinos kommen könnte.

Warcraft: The Beginning - Duncan Jones spricht über Sequel, das wohl nicht in US-Kinos kommt

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Warcraft: The Beginning konnte keinen bleibenden Eindruck in den Kinos hinterlassen, schon gar nicht in den USA, wo der Film mit 47 Millionen Dollar Einnahmen geradezu implodierte. Den Löwenanteil am weltweiten Einspielergebnis von 433 Millionen Dollar erwirtschafteten Universal Pictures und Produktionsstudio Legendary Entertainment in China mit über 220 Millionen Dollar, sofern die Zahlen nicht gefälscht sind wie es zuletzt hieß.

Läuft das Sequel nicht in den US-Kinos?

Dennoch sind die Zahlen auf dem Papier so eindeutig wie noch nie zuvor. Der weltweit größte Kinomarkt wurde hier vom zweitgrößten und mit immensen Wachstum versehenen Kinomarkt China um das Fünffache geschlagen. Ein gewichtiger Grund mehr, anzunehmen, dass wenn ein Sequel kommt, dieses wohl nicht in den US-Kinos starten wird.

"Wer sagt denn, dass es (das Sequel) amerikanische Schauspieler braucht? Ich würde annehmen, dass das Sequel sich mehr an China orientiert. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es hier in den USA gar nicht erst veröffentlicht wird", so Skye Moore, Partner bei der auf Filmverhandlungen spezialisierten Anwaltskanzlei Stroock & Stroock & Lavan.

Da könnte was dran sein an dieser Überlegung, immerhin gehört Legendary Entertainment zur Dalian Wanda Group, einem chinesischen Konzern.

Was sagt Regisseur Duncan Jones zu einem Sequel?

Bleibt nur die Frage, ob ein Sequel überhaupt kommen wird, denn in erster Linie macht Hollywood ein solches Unterfangen noch immer zumeist vom heimischen Markt abhängig. Und Warcraft: The Beginning kam beim US Publikum nicht besonders gut an.

"Ich denke, es gab wohl ein Element von Zynismus", so Regisseur Duncan Jones auf die Frage, warum der Film beim US-Publikum durchfiel. "Da gibt es so einen Brotaufstrich namens Marmite in Großbritannien, ihr Werbespruch lautet: Entweder ihr liebt es oder ihr hasst es. ich denke, Warcraft: The Beginning ist da insofern ähnlich, dass viele Beziehungen auseinanderbrachen, weil der Partner zu viel Warcraft gespielt hat. Dies oder es liegt an einer Rivalität zwischen Warcraft und einem anderen Spiel, das sie unterstützen."

Aber was ist nun mit einem Sequel? Würde Jones dennoch eins drehen? Sicher, sagt er, wenn sich die Gelegenheit bietet, dann ja. "Ich habe das Gefühl, dass wir mit dem ersten Film die harte Vorarbeit geleistet haben, indem wir das Fundament gesetzt haben. Ich würde es lieben, nun auf dieser harten Arbeit von dreieinhalb Jahren aufzubauen und etwas Spaß in der Welt haben zu können. Wer weiß?"

In einer ähnlichen Situation wie Warcraft: The Beginning befand sich auch Guillermo del Toros Pacific Rim. Auch hier ist nun ein Sequel in der Mache, wenn auch mit Anlaufschwierigkeiten.

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