Welches Spieleuniversum würde sich besser für eine Verfilmung eignen als Warcraft? Mal ehrlich? Okay, es gibt noch ein paar, aber einige davon (Assassin’s Creed!) werden ja schon verfilmt. Und da Uwe Boll nicht mehr mit Spielelizenzen betraut wird, erwarten die Fans mittlerweile sogar etwas von den Filmen. Und die Erwartungen an den Warcraft-Streifen sind nicht gerade gering, wird er doch von Blizzard und Legendary Pictures sogar als “irgendwas auf der Höhe von Herr der Ringe und Avatar” angepriesen.

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Aber auch die beteiligten Namen lassen hoffen: Blizzard und Legendary arbeiten eng zusammen, die Post Production übernimmt 'Industrial Light and Magic' und als Regisseur ist Duncan Jones dabei, der zwar bisher noch nicht allzu viele Filme abgeliefert, dafür aber in bisher all seinen Werken glänzen konnte und als einer der potentiellen Nachwuchs-Star-Regisseure der Zukunft gilt. Doch trotzdem sind die Stimmen der Fans noch gedämpft, denn viele befürchten, dass der Film doch ein Schuss in den Ofen werden könnte. Ich hatte die Gelegenheit, auf der BlizzCon den Teaser-Trailer zu sehen und möchte euch an meinen Eindrücken natürlich gerne teilhaben lassen.

Zwei Trailer in einem

Da saß ich also, in einem vollkommen abgeschotteten Kino für 600 Leute, beobachtete die Sicherheitsleute, wie sie im dunklen Kino jegliche blinkenden Lämpchen und leuchtenden Smartphonedisplays untersuchten und jeden ermahnten, keine Aufnahmen zu machen und alle technischen Geräte auszuschalten. Irgendwie hatte man das Gefühl, die Macher des Films wollen etwas verstecken, aber im Endeffekt hatten sie das gar nicht nötig.

Warcraft: The Beginning - Die Sneak Peek von der BlizzCon

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2016 ist es soweit: eine der vielleicht vielversprechendsten Spieleverfilmungen kommt ins Kino.
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Gezeigt wurden zwei Trailer, einer etwa 2 Minuten lang, einer ca. 30 Sekunden, jeweils eingeleitet von einer kurzen Ansprache des Regisseurs Duncan Jones, welcher gleich zu Beginn erklärte, dass der folgende Trailer bereits auf der ComicCon zu sehen war und dass es sich um einen nicht fertigen, quasi noch in der Postproduktion befindlichen Ausschnitt handle. Der sah aber trotzdem schon verdammt gut aus. Es wurden zwar kaum Szenen aus der Handlung gezeigt, dafür gab es viele Einblicke in CGI-Landschaften und Städte (Sturmwind sah einfach gewaltig aus), die Requisite und viele Actionszenen, in denen Menschen, Zwerge, Orcs und Nachtelfen zu sehen waren.

Das Problem mit den Orcs

Doch ein Problem gab es in diesen Szenen deutlich zu sehen. Die animierten Orcs wirkten, als wären sie direkt einem Blizzard-Cinematic entsprungen. Gut so, sagt ihr? Leider nicht so, denn was in einem Render-Trailer außergewöhnlich gut aussieht, ist, neben echte Requisiten und echte Schauspieler gestellt, irgendwie doch recht einfach und flach.

Packshot zu Warcraft: The BeginningWarcraft: The Beginning

Und so blieb nach dem ersten Trailer der Gedanke, dass man nur hoffen kann, dass 'Industrial Light & Magic' dort noch ordentlich nacharbeiten, damit die vielen Szenen mit den Orcs (immerhin geht es um den Beginn des ersten Orc-Krieges und den Einfall der Horde in Azeroth) nicht billig wirken. Doch da können wir seit der BlizzCon sehr, sehr beruhigt sein.

Warcraft: The Beginning - Die Sneak Peek von der BlizzCon

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Stiefel, Axt und Wolfsmantel von Durotan - Requsiten aus dem Warcraft Film, die auf der BlizzCon 2014 zu sehen waren.
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Planet der Affen kann einpacken

Dann kam der zweite Ausschnitt, welcher wieder von Jones eingeleitet wurde. Hier bekamen wir nun weltexklusiv einen Ausschnitt aus einer Szene des Orc-Anführers Durotan zu sehen, welcher am Bett seiner Frau sitzt und in Sorge um sie ist. Und was die Zauberer aus George Lucas' Special-Effect-Schmiede hier hinbekommen haben, ist nicht weniger als weltklasse.

Habt ihr den Film "Planet der Affen: Revolution" gesehen? Hier wurden, nach einhelliger Meinung vieler Kritiker, neue Maßstäbe in der Animation von CGI-Gesichtern erreicht. Die Ausdrucksstärke von Andy Serkis, welcher hier den Affen-Chef Caesar spielte, war so beeindruckend, dass wirklich kaum noch eine Grenze zwischen echten Menschen und animierten Affen zu ziehen möglich war. Und das, was man in den 30 Sekunden in Durotans Gesicht sehen konnte, war dem Niveau des Affenplanten mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar noch eine Schippe besser. Absolut beeindruckend!

Geschichte, Geschichte, hoffentlich viel Geschichte

Das sagt jetzt natürlich nicht viel über die Qualität des Films aus, denn diese ist nicht an der Qualität der CGI-Arbeiten zu messen. Meine große Hoffnung ist, dass sich Jones und Co. nicht zu sehr von den großen Actionszenen und Massenschlachten verleiten lassen, sondern auch viel der tollen Geschichte von Warcraft mit in den Film transportieren.

Warcraft: The Beginning - Requisiten von der BlizzCon 2014

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Chris Metzen, Lore-Guru von Blizzard, wird hoffentlich einiges seiner Liebe zur Geschichte der braunen Grünhäute in den Film einfließen lassen. Wenn dann noch die Regiearbeit von Jones und das Leistungsvermögen der Schauspieler gut werden, könnten wir hier ein wirkliches Glanzstück der Spielverfilmungen geliefert bekommen. Und wenn Universal und Legendary irgendwann auch mal ein Herz mit allen Fans haben, werden wir vielleicht schon vor 2016 einen besseren Eindruck vom Film bekommen.

Mehr zum Warcraft Film erfahrt ihr auch auf unserer Fanseite!