„Wächter der Nacht“ und „Wächter des Tages“ hießen die beiden Blockbuster und Exportgüter der sonst ja eher unauffälligen russischen Filmwirtschaft, mit denen Timur Bekmambetov zu einem gefragten, auch international attraktiven, Regisseur avancieren sollte. Gleich sein erster englischsprachiger Film nun ist ein bemerkenswert furioser Einstand in der Traumfabrik.
„Wanted“, die gleichnamige Verfilmung der Graphic Novel von Mark Millar, scheut keine Umwege und legt schon in den ersten Minuten mit virtuosen Shoot-Outs und fantasiereichen Actioneinlagen ein enorm hohes Tempo – und ein ebenso hohes Gewaltlevel vor. Und: Die rigorose, unverblümte, regelrecht hemmungslose Verspielt- und Gradlinigkeit dieses US-Debüts wirkt auch noch schwer ansteckend.
Der Sommer endet mit einem Knall: Wanted verabschiedet die Blockbuster-Saison auf fulminante Weise in die Winterpause.FazitJames McAvoy ist Wesley Gibson: 25 Jahre alt, liiert, Account-Manager. Ein ganz normaler Typ, möchte man meinen, der einen soliden Bürojob, eine hübsche Freundin, ein annehmbares Appartement hat, der mit beiden Beinen im Leben steht und weiß, was er kann. Oder: Was er nicht kann. Er kann zum Beispiel seinem Kollegen nicht die Fresse polieren, weil der mit dessen Freundin Beischlaf hält. Er kann seiner tyrannischen Chefin nicht die Meinung geigen, wenn sie ihn tagein, tagaus zusammenputzt. Und vor allem kann Wesley Gibson nicht aus seiner Haut: Er ist ein Loser. Ein Niemand. Einer, der Null Treffer erhält, wenn er seinen Namen bei Google eintippt.
Wesleys Leben ändert sich grundlegend als er die Sexbombe Fox kennenlernt.Bis auf einmal die verführerische Fox (Angelina Jolie) neben ihm steht und das Leben des ahnungslosen Nichtsnutzes gehörig auf den Kopf stellt. Auf der Flucht vor einem unbekannten schießwütigen Killer (Thomas Kretschmann) wird Wes von einer Sekunde auf die nächste in spektakuläre Feuergefechte und wahnwitzige Verfolgungsjagden gezogen, ehe er sich im Hauptquartier einer alten Geheimorganisation wieder findet.
Dort eröffnet ihm Teamführer Sloan (Morgan Freeman), dass er wie sein kürzlich ermordeter Vater zu einer kleinen Gruppe auserwählter Menschen gehört, die ein erhöhtes Reaktionsvermögen besitzen und daher vorherbestimme Mordaufträge erfüllen müssten. Aus dem Verlierer von heute wird nach einem erbarmungslosen Training der Profikiller von morgen.
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Echt geschmacklos fand ich den Grad an Gewalt, weil er so übertrieben cool dargestellt wurde. Wenn einer umgelegt wird und danach schauen sich die Killer an voll anerkennenden Lobes und grinsen breit, wird die Perspektive fragwürdig. Angeblich killen sie doch alle nur, weil ihr dämlicher Teppichautomat es ihnen befielt - übrigens auch nicht gerade eine narrative Glanzleistung.
Wenn dann am Ende des Filmes die zum Killer "geläuterte" Hauptfigur den Blick auf das Publikum richtet und sinngemäß auffordert: "Na, wann nimmst Du denn Dein Leben so toll wie ich in Deine eigenen Hände." Dann frage ich mich ernstlich, warum die ganze Zeit über Indizierungen von Computerspielen debattiert wird, wenn man andererseits in einem Film ungestraft dazu auffordern darf, man solle sein Leben mit Waffengewalt in Ordnung bringen.
Ich finde, der Film hat eine gute Idee zur Grundlage, die jedoch nur handwerklich moderat ausgeführt wurde und nur mit abgeschaltetem Gehirn eine kurzweilige, wenn auch übertrieben blutige Unterhaltung bietet.
Hirn auschalten, und einfach nur die armen geplatzten Maiskörner in die Einlade-Lucke schieben.
Viel Spaß ;-)
Hab den Film gesehen und stupider gehts fast nicht mehr
Aber ja, wenigstens versucht der Film nicht einmal annähernd auch nur einbisschen Glaubwürdigkeit in die Story zu stecken...und
die Action ist überzogen mit unglaublicher Einfallslosigkeit und Baboom, Babang und Effekten, die einen zum Lachen bringen...
Mahlzeit