Metal-Fans, holt eure Metalshirts, Schottenröcke und Luftgitarren raus, es darf gemosht werden! Headbangen, Pogo, Moshpit, Circle-Pit und Wall of Death sind ausdrücklich erlaubt! Denn die langhaarigen, grölenden und schwarzen Massen bevölkern vom 31. Juli bis zum 2. August erneut das kleine Dörfchen Wacken, um auf dem legendären Wacken Open Air zu rocken. Diesmal wird sogar ein Jubiläum gefeiert: 25 Jahre Wacken. Und zu diesem Anlass gibt es gleich noch einen neuen Doku-Film oben drauf – in waschechtem 3D und sogar im Kino!

Wacken 3D - XXL Trailer4 weitere Videos

„Wacken 3D“ ist nicht der erste Dokumentarfilm über das berühmt-berüchtigte Metal-Festival „Wacken Open Air“ und wird sicherlich auch nicht der letzte sein. Denn die gut aufgelegte feierwütige Meute bietet immer wieder Stoff für neue Filme und Geschichten. Hinzu kommen die hochkarätigen Bands, die sich in Wacken die Klinke in die Hand drücken und den Pit zum Glühen bringen.

Wacken 3D - Laut, superlaut, Krankenhaus

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 3/61/6
Die Doku startet bei uns am 24.07.2014 in den Kinos.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Das Wacken Open Air vergrößert sich immerzu, die Tickets sind inzwischen sehr rar. Der Rekord wurde sogar letztes Jahr gebrochen, als das diesjährige Festival nur 48 Stunden nach dem Ende von Wacken 2013 bereits ausverkauft war. Daran sieht man, dass das Festival an sich inzwischen als Anreiz genügt und als Marke für sich spricht. Denn Fans warten nicht einmal mehr auf die Bekanntgabe des Line-Ups, um Karten zu kaufen.

Feuer frei!

Da ist es kein Wunder, dass das W:O:A als das größte Heavy-Metal-Festival der Welt und als eines der größten Open-Air-Festivals Deutschlands gilt. Von dieser Faszination, die Wacken für die Fans und Besucher ausmacht, ließ sich nun auch Regisseur Norbert Heitker mitreißen. Mit Unterstützung seiner Kollegen Uli Gaulke (Havanna Mi Amor), Marco Wilms (Art War) und Tom Kimmig (24h Berlin) entstand dabei ein Festival-Film, der nicht nur ein typisches Wacken-Wochenende dokumentiert, sondern auch die beste Werbung für das Festival ist.

Heitker ist vor allem bekannt durch seine Konzertfilme für Die Ärzte und seine Musikvideos für ebendiese. Er durfte aber auch schon für andere bekannte Künstler in Aktion treten, wie zum Beispiel für die H-Blockx, Die Toten Hosen oder auch Rammstein, für die er den Musikclip zu „Engel“ drehte.

Wacken 3D - Laut, superlaut, Krankenhaus

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 3/61/6
Jede Menge coole Bands und dunkle T-Shirts.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

So gab es bei „Wacken 3D“ ein Wiedersehen mit Deutschlands Exportschlager. Denn die Könige der Neuen Deutschen Härte dürfen bei einem Wacken-Dokumentarfilm natürlich nicht fehlen. Stilecht mit Rammstein-typischer Pyroshow erobert die Band rund um Frontmann Till Lindemann nicht nur die Bühne, sondern auch die Kinoleinwand.

Zum Song „Du hast“ stoßen die Gitarren Funken aus, es wird zur Armbrust mit Flammenpfeilen gegriffen, Feuer dominiert das Bild und ein überdimensionaler Penis sprüht Schaum ins Publikum. Wer schon ein Rammstein-Konzert gesehen hat, kann sich denken, dass diese Effekte aus verschiedenen Liedern zusammengeschnitten wurden und man einfach die Tonspur von „Du hast“ beibehielt.

Schräge Vögel aus aller Welt

Ansonsten gibt es noch Konzertausschnitte von Größen wie Alice Cooper, Anthrax, Motörhead, Deep Purple und Trivium zu sehen. Aber auch Einblicke in Gigs von Geheimtipps wie Eskimo Callboy aus Castrop-Rauxel und das Metal Battle für Nachwuchsbands aus 29 Ländern der Welt.

Wacken 3D - Laut, superlaut, Krankenhaus

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 3/61/6
Laut. Superlaut. Krankenhaus.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Doch nicht nur die Bands kommen aus aller Welt, sondern auch die Besucher. Und diese sind neben den Metal-Stars, die auch in Interviews zu Wort kommen, das Highlight des Films. Wer schon einmal auf einem Festival war, dürfte wissen, wie viele verrückte, skurrile, lustige und interessante Menschen dort rumlaufen.

Von Aktionen wie „Beer for Boobs“, heiteren Späßchen mit aufblasbaren Penissen über bizarre Kostüme und Seifenrutschen bis hin zu selbsternannten Campordnern mit Megafon und „Bierzooka“ - einfach alles ist möglich. Da wundert es auch nicht, wenn ein Spielmannszug über das Camp-Gelände marschiert, mit einer schrulligen Version von Europes „The Final Countdown“.

Ein Film für echte Wacken-Fans. Für alle anderen viel mehr ein Werbefilm für ein Festival, das eigentlich keine Werbung mehr benötigt.Fazit lesen

Auf Festivals gibt es nur wenige Regeln. Und die sagen nichts gegen Männer im Bikini, Frauen im Qipao oder Darth Vader, der morgens im Pyjama über das Gelände schreitet. Neben all den ausgefallenen Einzelheiten begleitet Norbert Heitker aber auch eine Hand voll Fans über die gesamte Festivalzeit. Darunter ein Mädchen aus Taiwan, die von Wacken absolut begeistert ist: „Hier gibt es viele verrückte Leute, aber trotzdem ist es der friedlichste Ort auf der Welt.“ Zwei Frauen aus den USA gehen sogar so weit, Wacken als „Holy Land“ zu bezeichnen. Für andere ist Wacken viel mehr „laut, superlaut, Krankenhaus“.