Strigoi, Moroi und Dhampire dominieren die Welt von „Vampire Academy“. Was wie eine seltsame Aufzählung von Zaubersprüchen klingt, sind die drei Vampir-Arten, die in der Jugendbuchverfilmung auftauchen. Hier glitzern Vampire nicht, noch sind sie unsterblich oder brechen zahllose Herzen. Was sie jedoch nicht davon abhält, sich unsterblich zu verlieben und ein typisches, pubertäres Teenagerleben zu führen …

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Vampire sind in! Das steht vollkommen außer Frage. Bis(s) zum Erbrechen überschwämmen vor allem Vampirromane für Jugendliche derzeit den Buchmarkt. Von der Twi-Leid-Saga über Vampire Diaries bis hin zu Chroniken der Unterwelt – man möchte meinen, dass Vampire das neue Sexsymbol für pubertierende Mädchen sind.

Vampire Academy - Nicht noch ein Teenie-Vampir-Film!

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Die Buchvorlage stammt von der US-amerikanischen Autorin Richelle Mead.
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Nun wird dem Ganzen noch das pinke Kitschglitzerkrönchen aufgesetzt, denn „Vampire Academy“, die Verfilmung des gleichnamigen Jugendbuches von Richelle Mead („Blutsschwestern“) erzählt von einer Freundschaft zwischen einem Vampir- und einem Dhampir-Mädchen, die zusammen ein Vampir-Internat besuchen und dabei durch dick und dünn gehen.

Richtig gelesen, ein Dhampir! Denn die kesse Rose (Zoey Deutch), die mit ihrem schnellen und schlagfertigen Mundwerk und ihrem stets zeigefreudigen Dekolleté Max Black von „2 Broke Girls“ ähnelt, ist ein Halbblut. Ihr Vater war ein Vampir, ihre Mutter auch ein Dhampir (wobei die Dhampir-Mischung in erster Linie aus Mensch und Vampir entsteht).

Plötzlich Vampir-Prinzessin

Ihre beste Freundin Lissa Dragomir (Lucy Fry) ist eine Moroi-Prinzessin und die letzte Überlebende aus der Blutlinie der Dragomirs - und demnach Anwärterin auf den Vampir-Thron. Glücklicherweise werden diese ganzen Begriffe im Film direkt zu Beginn und auch zwischenzeitlich zur Genüge erklärt, sodass man kein Vampir-Lexikon mit ins Kino nehmen muss, um Moroi, Strigoi, ToiToiToi und wie sie alle heißen auseinanderhalten zu können. Dass Lissa zu solch adeligem Blut gehört, macht sie jedoch nicht zur zickigen Cheerleader-Anführerin, sondern zum anderen Extrem: einer Außenseiterin.

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Ja. Vampire sind cool ... Oder?
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Denn natürlich gibt es genug Neider in der Vampir-Akademie, sodass die arme Lissa ordentlich gemobbt wird, weswegen sie eines Tages zusammen mit ihrer persönlichen Wächterin Rose flieht und ein Jahr lang außerhalb der Akademie ein „normales“ Teenagerleben führt. Mit der Schwierigkeit, dass Lissa zum Überleben Blut zu sich nehmen muss, welches sie hin und wieder von Rose abzapfen darf. Rose, als Dhampir, kann sich hingegen völlig normal ernähren.

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Doch es kommt, wie es kommen muss: Beide werden zu Beginn des Films vom talentierten und – wie sollte es anders sein? - absolut gutaussehenden und supernetten Traumtyp-Wächter Dimitri (Danila Kozlovsky) geschnappt, der als Lehrer an der Akademie die jungen Wächter ausbildet. Ihr merkt, worauf das hinaus läuft oder? Schülerin verliebt sich in Lehrer, das ist nicht in Ordnung, aber sooo romantisch. *schmachtschnulzhaaach!!!*…

Damit aber nicht auffällt, WIE kitschig es hier zu sich geht, versucht sich „Vampire Academy“ direkt am Anfang bewusst und obercool von anderen Jugendbüchern wie der Twilight-Reihe abzugrenzen, indem Rose diese mit ihrer Tagebuch-Over-Voice verspottet – um letzten Endes dann doch in ebendieser Twilight-Falle zu landen. Schade, denn dadurch hatte der Film erst einmal einen positiven, frechen und modernen Eindruck gemacht.

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Vampir, Dhampir, Moroi und Strigoi. Öhm. Joa.
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Aller-Beste-Vampir-Freundinnen-For-Ever-Ever

Aber neben Liebesgeplänkel und den damit verbundenen hormonellen Verwirrungen müssen sich die beiden 'Aller-Besten-Vampir-Freundinnen-For-Ever' noch mit viel schlimmeren Dingen herumschlagen: Denn kaum sind die beiden ABVFFEs zurück, müssen sie sich gegen Morddrohungen zur Wehr setzen, die Prinzessin Lissa betreffen. Es ist ungewiss, ob es sich hierbei nur um einen blöden Schülerstreich von der Oberzicke Mia und ihrer Gefolgschaft handelt, oder ob gar höhere und bösere Mächte dahinter stecken, wie zum Beispiel eine Armee von Strigoi, den bösen Vampiren, die das Königshaus stürzen möchten.

Strigoi sind im Vergleich zu Moroi unsterblich, superstark, blitzschnell und kommen nur nachts heraus. Hier hätten wir also doch den „klassischen“ Vampir. Die andere Rasse, Moroi, ist jedoch friedlich und ernährt sich von Blutspenden, die Menschen freiwillig für die edlen Wesen abgeben. Als ihre Beschützer vor den Strigoi dienen die Dhampire, die von klein auf zu diesem Zwecke ausgebildet werden und von Natur aus viel stärker sind als die Moroi.

Ihr selbstloses Motto: „Die Moroi kommen zuerst“. Und für jeden getöteten Strigoi bekommen sie sogar ein draufgängerisches Knast-Tattoo auf ihren Hals gestochen. Supergeil! Damit hat Dimitri dann nämlich auch noch das Bad-Boy-Image weg, worauf junge Mädels ja so stehen. - Puh … ganz schön viel Quatsch auf einmal, oder?

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Der Film läuft bei uns am 13. März 2014 in den Kinos an.
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Aber keine Sorge, der Film hält noch sehr viel mehr Überraschungen parat! So können die Moroi zum Beispiel auch zaubern und müssen sich auf eines der vier Elemente spezialisieren. Darüber hinaus gibt es jedoch noch andere Fähigkeiten, die die Vampire anwenden können. Um diese Gaben kontrollieren zu können, werden sie auf der Akademie darin unterrichtet, womit das rustikale Schloss immense Ähnlichkeit mit Harry Potters Hogwarts hat. Währenddessen dürfen sich die Dhampire mit intensivem Kampfsport-Training herumschlagen.

Wie ihr merkt, gibt es in „Vampire Academy“ eine ganze Menge Kitsch zu ertragen, der sich aus einem Mix von Fantasy-Trash und Teenie-Romantic-Comedy zusammensetzt. Dabei erinnern Lissa und Rose irgendwie an jugendliche Ausgaben von Bibi und Tina, gepaart mit versuchter Frechheit á la Max Black und Harry Potter-Magie.

An Twilight erinnert der Film immerhin nicht, was es jedoch nur bedingt besser macht. Denn trotzdem bleibt die ABVFFE-Story eine reine Mädchen-Geschichte, die mit Shopping-Sessions, einem traumhaften Abschlussball und Liebeswirrungen hauptsächlich pubertierenden Girlies vorbehalten ist.