"Buffy", "Twilight", "True Blood": Das Internationale Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen hat 594 Vampirfans in Deutschland und 323 Fans aus 48 weiteren Ländern befragt, warum sie Vampire in Film und Fernsehen so faszinierend finden.

Hübsches Mädel aussuchen, beißen, saugen und dann schnell zurück in den Sarg, bevor die

Vampire - Warum die Jäger der Nacht so beliebt sind

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Es muss ja nicht immer kitschige Teenager-Liebe sein: Vampire sind auf vielfältige Weise faszinierend. Foto: ©Summit Entertainment
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Sonne aufgeht. Wie gemütlich das Vampirleben doch früher war. Doch heute gibt es immer mehr Vampirjäger, die einem an den Kragen wollen. Ob Hugh Jackman als "Van Helsing" oder Sarah Michelle Gellar in "Buffy", mittlerweile ist man als Vampir nicht einmal mehr vor Australieren und jungen blonden Frauen sicher.

Was Menschen so an Vampiren und Vampirjägern fasziniert, das hat das Internationale Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen in einer Studie untersucht und dazu 917 Fans aus aller Welt zu den Franchises "Buffy", "Twilight", "The Vampire Diaries" und "True Blood" befragt. Dabei konzentrierte man sich nicht nur auf junge Leute, sondern fragte Menschen zwischen 8 und 67 Jahren zu ihrem Konsum von Blut..., Entschuldigung, natürlich Vampirfiktion.

Am beliebtesten ist übrigens "The Vampire Diaries": 421 Fans aus 27 Ländern nannten sie als ihr bevorzugtes Vampirprogramm. Insgesamt gibt es allerdings kaum so etwas wie einen gemeinsamen Nenner bei den Vampirfans, so die Wissenschaftler. Wer "Vampire Diaries" oder "Twilight" schaut, den interessiert die geheimnisvolle, große Liebe. Mit attraktiven und gleichzeitig düsteren männlichen Hauptcharakteren rufen diese Serien vor allem bei weiblichen Fans Begeisterung hervor. "Buffy" dagegen setzt eher auf Humor und Angsteffekte, während "True Blood" die Ästhetik von Gewalt und Ekel nutzt, so die Wissenschaftler.

Allen Serien gemein ist der ambivalente Charakter der Vampire, die einen starken Beschützerinstinkt für diejenigen entwickeln, die sie lieben, gleichzeitig aber ihren Trieb kontrollieren müssen und generell sehr gefährliche Wesen sind. Liebe, Tod und Sexualität sind die vornehmlichen Themen, die auf Vampire projeziert werden, was keine Neuerung der

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Als Vampir bekommt man immer die hübschen Mädels. Foto: ©The CW Network
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Popkultur darstellt. Gleichzeitig stehen Vampire laut den Wissenschaftlern auch als Metapher für soziale Konflikte, für Übermenschen, die mit ihrer Macht die schwächeren Menschen beherrschen.

Alles in allem scheint die Faszination, die von Vampiren ausgeht, sich nicht wesentlich verändert zu haben: Vor über 100 Jahren, als Bram Stokers Roman "Dracula" erschien, war er nur der Höhepunkt einer langen Reihe von Erzählungen, die in der Romantik und im 19. Jahrhundert ein beliebter Teil der Erzählkultur bildeten. Auch damals waren die Menschen fasziniert von den mächtigen Wesen und fühlten sich gleichzeitig von den Untoten abgestoßen und hingezogen.