In einem Interview teilte Ben Foster mit, dass er für die Rolle des Lance Armstrong in der Biopic The Program - Um jeden Preis tatsächlich Steroide nahm, um die Auswirkungen auf den Körper zu studieren und zu verstehen.

Als der siebenfache Tour de France-Sieger Lance Armstrong 2013 in der US-Talkshow Oprah’s Next Chapter zugab, während seiner aktiven Karriere als Radrennfahrer gedopt zu haben, brach die Welt des Profiradsports endgültig zusammen. Passender Stoff für eine packende Biopic also. Und genau die kommt von Regisseur Stephen Frears noch in diesem Jahr ins Kino. Armstrong wird darin von Ben Foster dargestellt, der für seine Darstellung bereits jetzt von Kritikern gelobt wird. Kein Wunder, auch Foster hat schließlich gedopt. Aber nur für den Film, wie er in einem Interview mitteilte.

"Ich möchte nicht über die Namen der Dopingmittel sprechen, die ich nahm", so Foster. "Sogar darüber zu sprechen könnte etwas problematisch sein, weil es nichts ist, was ich meinen Schauspielkollegen empfehlen kann. Das sind sehr ernstzunehmende Chemikalien und sie wirken sich auf den Körper auf eine echte Art und Weise aus. Für meine eigenen Recherchen war es jedoch wichtig für mich, das Ganze auch persönlich zu verstehen. Und sie wirken."

Auch über die ungewünschten Nebenwirkungen der Dopingmittel sprach Foster. "Doping beeinträchtigt deine Gedanken. Es macht dich nicht high. Da sind bestimmte Verhaltensweisen, die man bekommt, wenn diese Chemikalien durch deine Venen fließen, die beim Radfahren dienlich sind. Aber abseits davon ... ich habe mich gerade erst körperlich davon erholt. Ich bekomme meinen Zustand erst allmählich wieder zurück."

Dopingmittel helfen den Körper dabei, ohne Unterbrechung und konstant mit hoher Leistung zu funktionieren. Stoffe wie Amphetamin verhindern, dass der Körper zur Ruhe kommt und steigert dadurch Herzkraft und -frequenz. Anabolika hingegen ist eine chemische Kopie des männlichen Geschlechtshormons Testosteron, die sich direkt in den Muskelzellen auswirkt und die Eiweßproduktion ankurbelt. Die Nebenwirkungen sind nicht von der Hand zu weisen: Herz-Rhythmusstörungen, Schäden an den Organen, gesteigertes Infarktrisiko und erhöhtes Risiko für metabolischen Schock sind nur wenige der zahlreichen Risiken.

Armstrong nahm nach seinem Krebsleiden Testosteron und später zusätzlich Epo und Blutdoping, um seine Ausdauer zu steigern. Des Weiteren nahm er Wachstumshormone und Cortison, um seinen Muskelaufbau sowie seine Schmerzempfindlichkeit zu steigern. Sein Grund für das extensive Doping: "Meiner Meinung nach war es in dieser Generation nicht möglich, ohne Doping zu gewinnen."

Ein weiteres Video

The Program startet hierzulande am 8. Oktober dieses Jahres in den Kinos.