In den letzten Jahren hat es die Anmutung, dass man sich in Hollywood auf alles wirft, das als Roman für ein Teenie-Publikum Erfolge gefeiert hat. Zuerst kam „Harry Potter“, dann „Twilight“, schließlich „The Hunger Games“. Dass neben diesen riesigen Hits auch allerhand Flops produziert wurden, übersieht man in den Studios gerne.

Tatsächlich ist es schwer, ein Romanphänomen auch zum Kinophänomen zu machen. Ein Erfolgsgarant ist ersteres nicht, das hat man vor allem in den letzten Jahren gesehen, denn zahlreiche Filme, die nach Willen der Macher und Möglichkeiten der Vorlage in Serie gehen sollten, sind über den ersten und einzigen Teil nicht hinausgekommen.

Dabei waren es teilweise gute Filme, die aus den unterschiedlichsten Gründen ihr Publikum nicht gefunden haben. Mitunter mag es daran liegen, dass zu sehr die „Twilight“-Formel bedient wird und das vom jungen Publikum als Anbiederung verstanden wird. Auch in Deutschland versucht man sich mit Rubinrot daran, das jugendliche Publikum zu bedienen.

Im Folgenden stellen wir zehn Filme vor, die auf erfolgreichen Jugendbüchern basieren. Die wenigsten von ihnen waren erfolgreich, ein paar sind aber wirklich sehenswert.

10. Eine Nummernrevue

Ich bin Nummer Vier (2011)

Drei sind tot. Er ist Nummer Vier. John Smith (Alex Pettyfer) ist auf der Flucht vor Feinden aus dem All, deren einzige Mission es ist, ihn zu vernichten. Unter ständig neuer Identität zieht John mit seinem Beschützer Henri (Timothy Olyphant) von Stadt zu Stadt, immer der Neue ohne Verbindungen zu seiner Vergangenheit. In Johns neuer Heimat, einer Kleinstadt in Ohio, stellen unerwartete Ereignisse sein Leben auf den Kopf: die erste Liebe (Dianna Agron), mächtige neue Fähigkeiten und eine Verbindung zu den anderen, die sein unglaubliches Schicksal teilen.

Ich bin Nummer Vier sollte, so die Meinung der Produzenten, das „Twilight für SF-Teenies“ werden. Das Kalkül ging nicht auf. Der Film ist unaufgeregt, hat Dialoge der Qualität „Fremdschämen“ und ist - die Todsünde schlechthin! - unglaublich langweilig. Der dem Film zugrunde liegende Roman scheint nicht viel hergegeben zu haben. Oder aber die Autoren haben auf dem Weg zum Drehbuch jedes Quäntchen Qualität gnadenlos terminiert.

Da der Roman von Pittacus Lore nach dem Baukastenprinzip zusammengesteckt wurde, dürfte der aber ähnliche Defizite haben. Das Ergebnis ist ein Film, der sich wie eine aufgeblasene Folge von „Smallville“ anfühlt. Das Problem: Wie eine schlechte Folge von „Smallville“.

Irgendwie überrascht das nicht, stammt das Skript doch von Miles Millar und Albert Gough, die über Jahre hinweg die Geschicke des jungen Clark Kent geleitet haben. Was sie hier bieten, ist ein Sammelsurium an Versatzstücken. Nichts, wirklich gar nichts in diesem Film strömt nicht den Odem des Altbekannten aus. Alles hat man so schon einmal gesehen, nur meistens besser!

Der Film erweckt nicht den Eindruck einer Kinoproduktion, sondern erscheint eher wie ein Pilotfilm. Als Fernsehserie wäre dem durch und durch lahmen Konzept wohl auch besser gedient gewesen.

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Nie und nimmer. Das Studio hatte mit einem weit besseren Einspiel gerechnet. Dazu kam das Ding beim Zielpublikum auch nicht an, weswegen man die Hoffnung auf ein neues Franchise gleich begrub.

9. Fantasy mit dem zehnten Doktor

Wintersonnenwende – Die Jagd nach den sechs Zeichen des Lichts (2007)

Dies ist die Adaption des fünfteiligen Zyklus Wintersonnenwende von Autorin Susan Cooper. Die Autorin verfasste diesen Zyklus in den 60er und 70er Jahren. Es geht - wie eigentlich immer - um den Kampf des Guten gegen das Böse. Das eine ist das Licht, das andere die Dunkelheit. Die Serie basiert auf dem Artus-Mythos und stellt einen elfjährigen Jungen in den Mittelpunkt, der herausfindet, dass er einer der Uralten ist, der in einem alles entscheidenden Kampf das Böse ausmerzen soll.

Die Romane sind Jugendliteratur und wenden sich vor allem an Kinder und Jugendliche. Die Fans waren gespannt, doch schon die Ankündigung von David Cunningham als Regisseur war nicht unumstritten, hat er in seinen bisherigen Filmen doch eine extrem konservative und revisionistische Haltung offenbart und gehört darüber hinaus einer christlichen Gemeinde an, die so mancher auch gerne in Sektennähe rückt, der Youth With A Mission.

Noch weit problematischer stellt sich jedoch dar, dass man sich entschied, das zweite Buch des Zyklus zuerst zu verfilmen. Dazu kommt, dass Autor John Hodge auch deutliche Veränderungen zur Vorlage vornahm.

So modernisierte er die in den 60er und 70er Jahren spielende Geschichte und brachte sie in die Gegenwart. Außerdem veränderte er das Alter der Hauptfigur Will Stanton, der nun nicht mehr 11, sondern 13 Jahre alt ist. Grund hierfür war, dass dieses Alter weniger einem Kind, als vielmehr einem Teenager entspricht, der auf dem Weg ist, ein Mann zu werden.

Der eigentlich britische Protagonist wird im Film nun ein Amerikaner sein, der in England lebt und damit noch mehr in die Rolle eines Außenseiters gerät. Außerdem führte Hodge einige Subplots ein, die in der Vorlage nicht vorkommen, so etwa Geschwisterprobleme oder die erste Liebe. Außerdem lag es an Hodge, die Geschichte mit mehr Actionszenen anzureichern, obschon man ihn anhielt, der narrativen Struktur von Coopers Roman treu zu bleiben. Allesamt Dinge, die Puristen und Fans der Vorlage nicht schmeckten. Wohl auch deswegen blieben sie dem Film fern. Sie haben aber nichts verpasst, mehr als durchschnittliche Unterhaltung ist nicht geboten, auch wenn mit Christopher Eccleston und Ian McShane eine gute Besetzung vorhanden ist.

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Neun Millionen Dollar Einspiel in den USA, 22 Millionen im Rest der Welt. Nein, Walden Media hat nicht den Hauch eines Interesses, hier noch mal aktiv zu werden.

8. Götterdämmerung

Percy Jackson – Diebe im Olymp (2010)

Von 2005 bis 2011 erschienen fünf Romane um Percy Jackson, die von Rick Riordan geschrieben worden sind. Außerdem gibt es ein Spin-off, der andere Figuren in den Mittelpunkt rückt. Percy Jackson wiederum entdeckt, dass er ein Abkömmling der griechischen Götter ist und wird mitten in ein Abenteuer hineingezogen, in dem er sich als Göttersohn würdig erweisen muss.

Die Hauptrolle von Percy Jackson – Diebe im Olymp spielt Logan Lerman, um ihn herum wurden mit Pierce Brosnan, Sean Bean und Uma Thurman große Namen besetzt. Das ändert nichts daran, dass der Film vor allem auf Kinder abzielt. Wem „Harry Potter“ schon zu erwachsen ist, der kann sich an „Percy Jackson“ versuchen. Wie dem auch sei, der Film war erfolgreich.

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Das US-Einspiel alleine hätte nicht gereicht, weltweit waren es aber mehr als 225 Millionen, während nur 95 Millionen Dollar Budget nötig waren. Darum: Ja, in diesem Jahr gibt es mit „Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen“ das erste Sequel.

7. Traurige Kreaturen

Beautiful Creatures (2013)

„Sixteen Moons – Eine unsterbliche Liebe“ ist der erste von vier Romanen, der von Kami Garcia und Margaret Stohl geschrieben wurde. Zwei weitere sind schon erschienen, der vierte steht noch aus. Mit ihm wird dann die Geschichte von Lena abgeschlossen. Lena ist ein sogenannter Caster, jemand mit magischen Fähigkeiten. Sie lebt bei ihrem Onkel und schon bald wird sich ihr Schicksal entscheiden. Denn an ihrem Geburtstag wird sich zeigen, ob sie für die dunkle oder die helle Seite kämpfen wird.

Natürlich gibt es auch noch eine ganz kitschige Herzschmerz-Romanze mit dem tumben Ethan. Im Jugendroman bzw. -film also nichts Neues, außer, dass sie mal die Heldin und er die arme Seele ist, die ständig gerettet werden muss.

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Nö. Er ist noch nicht in allen Märkten gelaufen, aber das kann man jetzt schon sagen. 60 Millionen Kosten, 19 Millionen Einspiel an der US-Kinokasse. Von weiteren Beautiful Creatures wird man verschont. Halleluja!

6. Kommende Filme

Chroniken der Unterwelt & Seelen (2013)

In diesem Jahr starten noch zwei Filme, die auf erfolgreichen Jugendromanen basieren. Einerseits „Chroniken der Unterwelt“ von Cassandra Clare, andererseits „Seelen“ von Stephenie Meyer. Von ersterem gibt es bereits fünf Romane und ein sechster folgt 2014, letzterer ist ein Einzelwerk.

In „Chroniken der Unterwelt“ muss der Teenager Clary Fray nach der Entführung ihrer Mutter durch Dämonen herausfinden, dass ein Kampf zwischen Engeln und Wesen der Unterwelt tobt – und sie nun mittendrin steckt. In „Seelen“ wiederum haben Außerirdische die Körper von Menschen übernommen. Nur wenige sind noch frei, darunter eine junge Frau, die sich verliebt und diese Liebe nicht aufgeben will, obwohl sich in ihrem Körper der Geist eines Außerirdischen breitmacht.

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Schwer zu sagen, „Seelen“ startet im Juni, „Chroniken der Unterwelt“ im August. Es spricht jeweils viel für, aber auch gegen einen Erfolg. Wichtiger wäre er für die Chroniken, da dies das größere Universum ist, das noch Stoff für mehrere Filme parat hält.

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5. Kinder morden einander

The Hunger Games (2012)

Suzanne Collins‘ The Hunger Games – Die Tribute von Panem war ein Überraschungserfolg, dem die Autorin gleich noch zwei Bücher folgen ließ. Weil schon immer eine Trilogie geplant war, da die weiteren Bücher aber praktisch nur Aufguss des Originals sind, darf man davon ausgehen, dass es lediglich monetäre Anreize gab.

Im ersten Film meldet sich Katniss freiwillig als Tribut, um ihre kleine Schwester zu retten. Denn aus allen Distrikten müssen zwei Jugendliche geschickt werden, die an den sogenannten Hungerspielen teilnehmen. Dort wird so lange gekämpft, bis nur noch einer übrig ist. Der Sieger lebt, die Verlierer sterben.

So richtig neu ist die Idee natürlich nicht. Vielmehr gestaltet sich die Geschichte als Melange aus Stoffen wie „Battle Royale“ (dessen seit Ewigkeiten geplantes US-Remake durch diesen Film obsolet gemacht wurde), „Running Man“ (bzw. der Romanvorlage von Stephen King) und Kings Roman „Todesmarsch”.

Hunger Games“ ist ein teilweise gefälliger SF-Actioner, der dem Roman gegenüber den Vorteil hat, dass er verdichtet ist und ein paar Plot-Probleme, die in Collins’ Buch vorhanden sind, ausgebügelt werden. Das eigentliche Problem des Films ist, dass die Mordspiele vergleichsweise zahm ablaufen und der Film deutlich zu lange geraten ist. Man hätte in beiden Teilen - der Vorbereitung auf und die Spiele selbst - durchaus etwas komprimieren können. So mäandert das Ganze immer wieder und leidet auch darunter, dass der Film trotz der behaupteten nur wenig echte Konflikte besitzt. Umso erschreckender, dass der dritte Roman gleich mit zwei Filmen umgesetzt wird.

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Aber hallo! Knapp 700 Millionen Dollar weltweites Einspiel sprechen eine deutliche Sprache. Teil 2 kommt in diesem Jahr, Teil 3 dann 2014 und Teil 4 schließlich 2015.

4. Liebe geht durch den Magen

Warm Bodies (2013)

Der Film basiert auf dem Roman von Isaac Marion, der zuerst eine Kurzgeschichte online stellte und wegen des Erfolgs daraus dann einen Roman machte. Was ihm dabei gelungen ist, ist nicht weniger als eine Frischzellenkultur des im ewig gleichen Trott gefangenen Zombie-Genres. Dabei nutzt er eigene Regeln, die nicht unbedingt mit anderen Zombie-Filmen kompatibel sind. Innerhalb seines eigenen Regelwerks bleibt sich Warm Bodies aber treu.

Der Roman mag nicht zwangsläufig Jugendliteratur sein, die Hauptfiguren sind jedoch perfekte Vertreter dieser Unterhaltungsgattung – nur dass Marion eben mit einem Twist arbeitet und das alles interessanter macht.

Die Chemie zwischen Nicholas Hoult („X-Men: Erste Entscheidung) und Teresa Palmer („Ich bin Nummer Vier“) ist perfekt. Als Zuschauer ist einem diese Version von Romeo und Julia sofort sympathisch und man bangt mit, wie es ihnen ergehen wird. Denn das Happy-End wünscht man ihnen, nur fragt man sich, wie es kommen soll, wenn der eine verrottet - und die andere nicht. Aber „Warm Bodies“ nutzt die Liebe als Katalysator, um diese dem Ende entgegensteuernde Welt zu revitalisieren. Der Titel gibt vor, wohin die Reise geht - und das nicht nur für R, sondern auch für andere Zombies. Der heimliche Star des Films ist Rob Corddry („Hot Tub“), der den besten Freund des Helden spielt, was im Zombie-Dasein heißt: Man sitzt irgendwo an der Bar, starrt sich an und knurrt vor sich hin.

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Der Film hat weltweit bislang knapp 100 Millionen Dollar eingespielt, gekostet hat er nur 35 Millionen. Da sollte man bald ein Sequel zu Gesicht bekommen. Schwierig wäre es nur, wenn man Marions eigenen Roman nehmen will, denn der hat ein Prequel zu „Warm Bodies“ geschrieben.

3. Lauter Freaks

Cirque du Freak - Mitternachtszirkus (2007)

Es hätte so schön sein können. Immerhin gibt es von der Vampir-Serie „Darren Shan“ zwölf Bände, dazu noch vier weitere mit dem Vampir Crepsley. In Zeiten von „Twilight“, so das Kalkül, müsste eine auf Jugendliche ausgerichtete Vampir-Reihe doch die Lizenz zum Gelddrucken sein. War sie leider nicht.

Der Irre Darren O’Shaugnessy hat unter dem Pseudonym D.B. Shan die Reihe geschrieben, in der Hauptfigur Darren Shan den Vampir Crepsley trifft, selbst zu einem Blutsauger wird und fortan mit dem Mitternachtszirkus reisen muss, während er sein altes Leben zurücklässt.

Was klingt, als könnte es typischer Twilight-Herzschmerz sein, erweist sich als erstaunlich guter Film, der vermutlich zu extravagant ist, als dass er das große Publikum angesprochen hätte. Das fängt bei der bemerkenswerten Optik von Crepsley an (John C. Reilly mit roten Haaren) und endet irgendwann bei den Freaks des Zirkus. Hier gibt es viel zu entdecken, schon mit dem ersten Film wird eine reichhaltige und interessante Welt etabliert.

Der Film funktioniert für sich alleinstehend, allerdings hätte man schon gerne noch weitere Abenteuer von Darren Shan gesehen (auch wenn Darsteller Chris Massoglia nicht gerade besonders gut ist). Übrigens wirkt in dem Film auch „Hunger Games“-Star Josh Hutcherson mit.

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Den Kosten von 40 Millionen Dollar steht ein Einspiel von knapp 14 Millionen Dollar gegenüber. „Cirque du Freak“ ist ein Dollargrab. Niemand hat Interesse, Darren Shans Abenteuer weiterzuerzählen.

2. Wir ziehen in den Krieg

Tomorrow, When the War Began (2010)

Die Ausgangssituation von „Tomorrow, When the War Began“ ist bekannt - von John Milius’ Film „Die rote Flut“. Anders als dort hat Romanautor John Marsden aber versucht, dem Feind kein Gesicht zu geben. Im Film bleibt man da naturgemäß weniger vage und zeigt, dass es asiatische Invasionstruppen sind.

Der erste Roman der Reihe „Morgen war Krieg“ wurde 1993 in Australien veröffentlicht. Marsdens Arbeit ist für jüngere Leser ausgelegt, entwickelte sich in Australien zum Hit und gefiel auch älteren Lesern. In den kommenden sechs Jahren erschienen weitere sechs Romane, die es auch in deutscher Übersetzung gibt.

Der Film erzählt davon, wie Australien angegriffen und okkupiert wird. Einige Jugendliche können entkommen und beschließen, als Partisanen Widerstand zu leisten. Der Film orientiert sich an den Romanen und auch wenn der Film deutlich stärker an „Die rote Flut“ erinnert, so gilt für ihn doch auch, dass sich die Geschichte mit den handelnden Figuren befasst. Es geht weniger um den Krieg als vielmehr um die Menschen und wie die Situation auch und besonders in psychologischer Weise auf sie wirkt.

Interessant wird die Entwicklung mit weiteren Filmen, denn auch die Romane wurden zusehends düsterer und zeigten eine Seite des Krieges, die Actionfilme gerne verleugnen.

Das Ergebnis ist ein interessanter, intellektuell und emotional anregender Actionfilm, der klüger und glaubwürdiger als „Die rote Flut“ daherkommt und den Boden bereitet, die Geschichte über weit mehr als nur knapp zwei Stunden zu erkunden.

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Ja, der Film lief in Australien gut, im Rest der Welt wurde er vor allem im Heimkino ausgewertet. Teil 2 und 3 werden noch kommen.

1. Im Untergrund

City of Ember (2008)

Walden Media hat ein Händchen dafür, Stoffe herauszupicken, die nicht besonders gut laufen. „Wintersonnenwende“ zum Beispiel, und auch „City of Ember – Flucht aus der Dunkelheit“. Der basiert auf dem Roman „Lauf gegen die Dunkelheit“ von Jeanne DuPrau, der 2003 publiziert wurde. Drei weitere Teile folgten, wobei einer ein Prequel ist.

Die Geschichte findet in der weit entfernten Zukunft statt. In der Stadt Ember. Sie ist unterirdisch und wird von den Menschen seit Jahrhunderten bewohnt. An die Oberfläche hat sich niemand mehr gewagt. Über all die Jahre hat man auch vergessen, dass die Erbauer der Stadt einst planten, dass die Menschen nach 200 Jahren ans Tageslicht zurückkehren sollten. Es liegt an der jungen Lina, dass dieser Wunsch doch noch Wirklichkeit wird.

„City of Ember“ ist ein wunderschöner Film im Retro-Look, der mit gigantischen Bauten und Sets aufwarten kann. Er lässt diese unterirdische Welt Wirklichkeit werden und arbeitet mit einer Geschichte, die nicht nur als dynamisches Abenteuer für Alt und Jung funktioniert, sondern mit Tiefgang auch Nährwert erhält, der vielen anderen auf Jugendbüchern basierenden Filmen einfach abgeht.

In Hauptrollen agieren Saoirse Ronan (in diesem Jahr auch in „Seelen“ zu sehen) und Bill Murray.

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Gekostet hat der Film 55 Millionen Dollar, das US-Kinoeinspiel beträgt gut sieben Millionen Dollar. Zwar hatte man den zweiten Roman noch optioniert, angesichts dieses Ergebnises dürfte aber wohl niemand kühn genug sein, einen zweiten Teil in Angriff zu nehmen.