„Tron“ war DER Film für die Generation Atari. Er markiert zugleich eine Zeitenwende zwischen analog und digital. Eine hohe Hürde für „Tron: Legacy“, das Vermächtnis an die Generation Xbox
Ein Film, der sehr gut aussieht und noch besser klingt. Leider ist die Story hauchdünn. Und wir sind schon zu weit, um darin mehr zu sehen als ein hübsches Feuerwerk.FazitGeneration Atari und Generation Xbox – das soll vor allem gut klingen: kurz und knackig, so dass es in den Vorspann passt, neugierig macht und das Blut in Wallung bringt. Aber damit haben die Verallgemeinerungen auch ihren Zweck erfüllt. Legen wir sie nun beiseite. Was bleibt, ist die Sache mit der Generation. Einer Generation werden etwa 30 Jahre zugerechnet. Danach wird sie von der nächsten abgelöst.
Mit Vollgas ins neue Jahrtausend: "Tron" prägte wie kein anderer Film unsere Vorstellung vom Cyberspace.Zwischen dem Erscheinen von „Tron“ und seinem Nachfolger „Tron: Legacy“ liegen 28 Jahre. Da wollen wir nicht kleinlich sein und behaupten: „Tron: Legacy“ IST das Vermächtnis an unsere Generation. Und die sitzt nun gespannt in weich gepolsterten Kinosesseln, hat 3D-Brillen auf der Nase, lässt sich eine Handvoll Popcorn schmecken und wartet, dass ihnen Hören und Sehen vergeht. Schließlich war der erste „Tron“ eine kleine Revolution und ist jetzt das, was man einen Kultfilm nennt.
Es war 1982, als Disney endlich wieder einmal Mut bewies. Der Konzern mit der Maus sah bis dato seine Kernkompetenzen in Themenparks und zuckersüßen Folien-Zeichentrickfilmen und galt schon damals als ein wenig altbacken. Das änderte sich, als ein Typ namens Steven Lisberger die Disney-Zentrale betrat und das Skript zu „Tron“ vorlegte. Lisberger leitete ein Animationsstudio in Boston.
Tron: Legacy greift kongenial die Ästhetik des Originals auf.Er und sein Team kreierten dort Mitte der Siebziger ein Roboterwesen, das zwei Scheiben durch die Luft wirft und wieder auffängt. Das war Trons Geburtsstunde. Aber sie wussten damals nicht so recht, was sie mit dem Roboter anfangen sollten. Deswegen fristete er sein Dasein als animiertes Jingle für den Radiosender WOZ 94,5. Erst später machte Lisberger ihn zu etwas nie Dagewesenem. Der Roboter wurde zum Programm/User, die Diskus-Scheibe wurde zu einer Identity-Disc, die Idee zu einer Geschichte.
Es ist die Geschichte des Programmierers Kevin Flynn (Jeff Bridges), dessen digitalisierter Körper im Innenleben eines Computers gefangen genommen wird. In diesem Cyberspace – regiert von einer diktatorischen Zentraleinheit – sind die einzelnen Programme wie Menschen: Sie sprechen, laufen auf zwei Beinen und beten ihre User an, die sie für Götter halten. Das war alles etwas wirr, aber die Erzählung war nicht mehr als ein Vehikel für die Ästhetik. „Tron“ war vor allem technisch revolutionär.
Disney war sich bewusst, dass Teenager genauso gerne Münzen in Arcade- wie in Getränkeautomaten warfen. Auch der Heimkonsolenmarkt boomte. Allein vom Atari 2600 wurden etwa 30 Millionen Stück verkauft, und die Prophezeiung von IBM-Chef Thomas Watson, es werde weltweit niemals Bedarf für mehr als fünf Computer geben, hatte sich schon lange als ausgemachter Blödsinn erwiesen.
Regie: Joseph KosinskiGenre:Science FictionFilmstart: Darsteller:Garrett Hedlund, Olivia Wilde, Bruce Boxleitner, Jeff Bridges
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Wenn du schon den gleichen Autor siehst, dann lies es einfach nicht.
Gibt doch hundert andere dafür.
Ja, 6/10 is passend. Ich würde evtl. 5 vergeben.
Die Story ist nicht nur hauchdünn, sie ist nicht existent für mich.
Spannung kommt nie auf. Irgendwie kein einziger cooler Moment.
Außer dieses Rennen auf den Lichtbändern. Das war schon ziemlich cool. Aber eben storymäßig auch kein Mehrwert.
Fand den Film mindestens genauso geil wie Avatar, dünne Story und viel Schauwert :D
Habe mich bestens amüsiert ;)
aber wieso dann die Punktezahl bei den Filmen nicht weglassen? Dass die Prozente bei den Spielereviews so alt sind wie das Medium selbst macht es natürlich schwierig gänzlich auf diese zu verzichten, doch gerade im Bereich des Filmjournalismus ist eine "Sternchenbewertung" nicht zwingend notwendig.
Was absolut genial ist an diesem Film ist sicherlich Bild und Ton. Wer diesen Film halbverpixelt auf dem Heimrechner schaut ist selber schuld. Ein gewisses Heimkino sollte man schon haben um diesen Film angemessen zu schauen und dann am besten sobald es ihn auf BD gibt.
Das der Film aufgrund der etwas "dünnen" Story nur eine 6/10 bekommen hat finde ich ein wenig arg. Ich würde ihm zumindest eine 8/10 geben. Man hat auf dem alten Film aufgebaut und die Storymesslatte bei Filmen finde ich sowieso arg flexibel. Man kann einen "Action-Sci-Fi-Film" meiner Meinung nach nicht mit der Messlate eine Dramas oder ähnlichem messen. Für mich it so ein Film zur unterhaltung da. Dies hat er im Kino für mich getan.
Das der Film mehr Story hätte bieten können steht sicher außer Frage, gerade die Geschichte um die Isomorphismen hätte sicherlich eine spannende halbe Stunde füllen können oder gar mehr.
Daher würden hier für mich die 2 Storypunkte fehlen und ich würde dem Film eine 8/10 geben.
""@ Garf
"BAM oida.
nuff said.""
BAM: Baikal Amur Magistrale
oida: Alter
nuff: nuf nuff nuff
said: sach ick
Was verdammt hat bloß eine Eisenbahnlinie damit zu tun ??
Ich bleibe am Ball.... ;)
nuff said.
der absatz macht jegliche diskussion über musik/film/bücher - kurz kultur -
nuff said.
der absatz macht jegliche diskussion über musik/film/bücher - kurz kultur - einfach nahezu unnötig.
alles was noch bleibt ist jedem selbst seine liebsten nuancen herauszustreichen.
hab auch keinen schimmer, wie du das meinst. was ich sagen wollte: überflüssig ist die diskussion nicht, es geht ja nur um die form der bewertung.
du sprichst mit deinen kumpels ja auch nicht über filme/frauen/spiele in sternen und prozentzahlen, wenn du dich ernsthaft drüber unterhalten willst und dir gedanken gemacht hast. "meine freundin meinte letztens, ich sei für sie nur eine 6/10. jetzt will ich schluss machen."
ich finde es schwierig, ein ganzes sammelsurium an eindrücken und gedanken und persönlichem geschmack in einer Zahl X von 10 auszudrücken. es ist natürlich für eine erste übersicht hilfreich: kam der film gut an oder nicht. aber schlimm finde ich es, wenn sich leute dann nur an der zahl abarbeiten, und nicht am geschriebenen.
"BAM oida.
nuff said."
Wie bidde ??
Wo finde ich denn im Netz das entsprechende Wörterbuch
"BAM oida.
nuff said."
Wie bidde ??
Wo finde ich denn im Netz das entsprechende Wörterbuch um diese aneinanderreihung von Buchstaben in für mich verständliche Worte zu übersetzen ??
Verstehe da leider nur Bahnhof, glaub ich bin zu alt für so einen scheiß.. ;)
Wilkommen ins Internet Opa :P
"BAM oida.
nuff said."
Wie bidde ??
Wo finde ich denn im Netz das entsprechende Wörterbuch um diese aneinanderreihung von Buchstaben in für mich verständliche Worte zu übersetzen ??
Verstehe da leider nur Bahnhof, glaub ich bin zu alt für so einen scheiß.. ;)
Aber ich finde, man sollte diesen Bewertungen / Sternen / wasauchimmer eh nicht so viel Beachtung
Aber ich finde, man sollte diesen Bewertungen / Sternen / wasauchimmer eh nicht so viel Beachtung schenken. Vielleicht eher der Herleitung. Kultur in Zahlen auszudrücken ist immer heikel. Ist die Mona Lisa eine 10/10? Und Guernica? Ruled Caspar David Friedrich van Gogh? Und sticht Schiller Bukowski?
BAM oida.
nuff said.
der absatz macht jegliche diskussion über musik/film/bücher - kurz kultur - einfach nahezu unnötig.
alles was noch bleibt ist jedem selbst seine liebsten nuancen herauszustreichen.
deine einschätzung zu avatar ist so richtig da wird schon keiner was gegen sagen
bit.ly/eH51bH
Das mit dem Fußballspiel ist einfach was anderes: das Spiel an sich möchte keine Geschichte erzählen. Die Geschichten sind unsere Transferleistung. Ist wie mit einem Videospiel a la Super Mario, in dem das Gameplay so genial ist, dass du keine Geschichte brauchst, die über "Bowser entführt Peaches" hinausgeht. Und das seit 25 Jahren. Ich bin der Meinung, da vergleichst du Äpfel mit Birnen.
Aber ich finde, man sollte diesen Bewertungen / Sternen / wasauchimmer eh nicht so viel Beachtung schenken. Vielleicht eher der Herleitung. Kultur in Zahlen auszudrücken ist immer heikel. Ist die Mona Lisa eine 10/10? Und Guernica? Ruled Caspar David Friedrich van Gogh? Und sticht Schiller Bukowski?
Viele Grüße
*t*
Letztendlich ist alles Geschmacksache, doch die Story von Filmen mit Namen, wie z.B. "Star Wars, Avatar, Tron, Terminator" ist für mich wirklich nicht der leitende Faktor. Ein Fußballspiel unterhält z.B. oft auch super, hat aber eine ganz einfach gestrickte Story. Mir hatte einfach die Erwähnung des Unterhaltungsfaktors von Tron in deinem Bericht gefehlt und die Begründung für "nur" 6 Punkte war mir somit etwas dürftig.
Doch ist mir bewusst, dass ein Film der bei Person X nur 3 Punkte bekommt bei mir vielleicht 10 Punkte kriegt. Manche stehen auf Audi, andre auf Mercedes. Geschmäcker sind verschieden, und das ist auch gut so!
Also, ums nochmal kurz zu fassen: Visuell is der Film sehr nice, und Sound und Score sind sogar premium. Aber er ist nicht spannend. Und die Figuren sind, obwohl sie meist gut gespielt sind, etwas flach angelegt. Da fällt das Mitfiebern flach.
Summa summarum hätte man ihn auch zu einem sehr langen Daft Punk-Musikvideo zusammenschneiden können, ohne dass das Entertainment drunter gelitten hätte. Aber ich empfehle trotzdem, sich den Film im Kino anzuschauen. Woanders bekommt man Bild und Ton nicht so gut hin, und die gehören nun einmal zur Referenz.
Entertainment ist wichtig. Entertaint der Film? Machte es Spaß ihn zu sehen oder ist er langweilig?
Das hätte mich wirklich interessiert, denn auch ohne extrem groß ausgearbeitete Story kann ein Film es verstehen, den Zuschauer über seine gesamte Dauer zu unterhalten.
Ich hole mir diese Information jedenfalls in Kürze im Kino :).
Trotzdem Danke für den Bericht!
wundervoll jeder diskussion auszuweichen und sich über nutzer der website für die sie wohl arbeiten lustig zu machen.
unerhört sowas
Und jetzt wieder zurück zu "Tron 2" und Tim, okay?
So ist es.
Es gibt sooo viele Seiten mit "gekauften" Filmkritiken, vielleicht solltest du einfach da mal
Es gibt sooo viele Seiten mit "gekauften" Filmkritiken, vielleicht solltest du einfach da mal nachlesen. Ich trete wirklich ungern auf Sandburgen, die über Monate hinweg zurechtgezimmert wurden.
Ich lese gerne Kritiken jeder Art und entscheide immer von Fall zu Fall, ob sie überzeugend ist oder nicht. Deine Kritiken sind nur Dauernörgeleien und Totalverrisse, über die eine Fassade netter rhetorischer Fähigkeiten nicht hinwegtäuschen kann.
Die Abrißbirne wird selten als Metapher gelungener Argumentationskunst präsentiert.
Ach, Monk: Ja, du hast recht, hab gerade erst angefangen mit dem Schreiben. Ist auch eher eine Art Hobby von mir. Da ist mir das Urteil eines erfahrenen Foristen immer willkommen.
Es gibt sooo viele Seiten mit "gekauften" Filmkritiken, vielleicht solltest du einfach da mal nachlesen. Ich trete wirklich ungern auf Sandburgen, die über Monate hinweg zurechtgezimmert wurden.
Beim ersten "Tron" hatte ich Spaß, doch bei dem hier triumphiert geekige/hohle Ernsthaftigkeit.
Irgendwie gehst du mir langsam wirklich auf die Eier...
Bin mal gespannt, ob das wirklich "für den Popo" ist wie Clash of the Titans beispielsweise...
Beim ersten "Tron" hatte ich Spaß, doch bei dem hier triumphiert geekige/hohle Ernsthaftigkeit.
Über die sechs Punkte Wertung war ich nach den durchaus löblichen Worten und wenig harschen Kritik auch sehr überrascht. Ich denke, dass Tim noch nicht der erfahrenste Autor ist und sich derzeit noch "einlernt".
Auf jeden Fall ist dieser Artikel deutlich besser geschrieben, als das technisch verhunzte Harry Potter Review mit dem Mini-Fazit am Ende :)
Genau so ist es: Philosophische Weltbetrachtungen erwarte ich wo anders, Tron muss einfach gut aussehen & 2h anständig Rums machen.
Leider muss man aber noch 14 Tage warten...