1965 in Los Angeles geboren, wuchs Michael Benjamin Bay wohlbehütet als Adoptivkind auf. Doch sein Talent zum Filmemachen wurde ihm, glaubt man den Erzählungen seiner leiblichen Mutter, bereits in die Wiege gelegt. Denn sein Vater soll der Regisseur John Frankenheimer (RONIN; 1998) gewesen sein. Ob dies nur ein Gerücht oder die Wahrheit ist, eines steht ohne Frage fest: Michael Bay muss sich schon lange nicht mehr hinter dem einstigen Regievorbild verstecken. Denn wo heute Bay drauf steht, ist auch Bay drin.

Im Jahr 1984 begann Michael Bay seine Filmkarriere und setzte neue Maßstäbe in Sachen Qualität und Inszenierung von Werbespots. So persiflierte er auf explosive Art die damalige Coca-Cola-Werbung und arbeitete sich zum erfolgreichen Regisseur von aufwändigen Musikvideos hoch - unter anderem für Aerosmith, Tina Turner oder Meat Loaf.

Musikvideo: Aerosmith – Falling in Love (Is Hard on the Knees)

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Sein Potenzial für großes Actionkino erkennend, nahm sich der Produzent für erfolgreiche Actionkracher und spannende Thriller, Jerry Bruckheimer, dem noch jungen Michael Bay an und führte ihn in ein Metier ein, das Bay heute wie kein anderer beherrscht: Den Hollywood-Actionblockbuster.

Nach dem Buddy-Movie "Bad Boys", der auch den Anfang von Will Smiths Actionkarriere darstellte, vertiefte sich die Zusammenarbeit zwischen Bay und Bruckheimer mit dem Militär-Thriller "The Rock - Fels der Entscheidung" (1996), dem Endzeitkatastrophenfilm "Armageddon" (1998), dem romantischen Kriegsdrama "Pearl Habour" (2001) und mündete schließlich in der Fortsetzung "Bad Boys 2" (2003).

Michael Bay setzt seit Jahrzehnten neue Maßstäbe bei klassischen Hollywood-Blockbustern und gehört zu den führenden Regisseuren seines Genres. Markant an Bays Actionfilmen ist nicht nur der große technische Aufwand und die mittlerweile zu seinem Markenzeichen avancierten Explosionen, sondern auch die obligatorische Starbesetzung. Ob mit der lebenden Legende Sean Connery, Charakterdarsteller Ed Harris, dem smarten Nicolas Cage oder Actionstar Bruce Willis, die Riege der etablierten Hollywoodgrößen ist immer wieder gerne bereit, mit Bay zu arbeiten.

Den Explosionen scheinbar überdrüssig, widmete sich Michael Bay im neuen Jahrtausend einem völlig anderen Genre: dem Horrorfilm. Genauer gesagt, dem Remake populärer Horrorfilme, wobei er nicht mehr direkt hinter der Kamera seine Qualitäten zeigte, sondern als Produzent glänzte. 2001 gründete er hierfür zusammen mit Brad Fuller und Andrew Forms die Produktionsfirma Platinum Dunes. Es folgten Neuinterpretationen von "Texas Chainsaw Massacre" (2003), "The Amityville Horror" (2005), sowie von "Friday the 13th" (2009) oder "A Nightmare On Elm Street" (2010).

Für das Transformers-Franchise entstaubte Bay die Kindheitshelden aus den 80er Jahren, überzog sie mit einem frischen Lack, setzte neue Reifen auf und holte die Autobots endlich auf die große Leinwand. Doch statt die Transformers nur auf die Erde zu holen, kreierte Bay einen epischen Kampf zwischen rivalisierenden Fraktionen, der durch modernste CGI-Effekte und ein andauerndes Explosionskonzert Fans auf der ganzen Welt begeistert.

Nach dem Erfolg des ersten Teils in 2007 folgten mit "Transformers - Die Rache" (2009) und "Transformers 3" (2011) zwei ebenso erfolgreiche Sequels. Mit "Transformers: Ära des Untergangs" (Kinostart: 17. Juli 2014) geht der Kampf der Maschinen in die nächste Runde, denn die gigantischen Roboter müssen sich einer Uralten Macht stellen und erneut um das Überleben der Menschheit kämpfen.