Der Name Tom Holland hat für Horrorfans schon Klang, weniger wegen dem, was er in den letzten Jahren so getrieben hat, als vielmehr durch Fan-Favoriten wie „Chucky“ und „Fright Night“. Aber diese Zeiten sind eben auch lange her und Holland bekam nicht häufig die Gelegenheit, als Regisseur aktiv zu werden.

Tom Holland's Twisted Tales - Official Trailer #1

Mit der Webserie „Twisted Tales“, die in den USA auf Fear.net zu sehen war und hierzulande nun in einer DVD-Kompilation erscheint, konnte er aber zumindest seiner ganz eigenen Vision frönen. Holland hatte die Freiheit, zu schreiben, was ihm beliebt. Herausgekommen sind neun Geschichten, die naturgemäß von unterschiedlicher Qualität sind.

Eigentlich hätten es sogar 13 sein sollen, aber aus Budget- und Zeitgründen musste Holland hier zurückfahren. Die entfallenen Geschichten hat er in den USA in e-Book-Form veröffentlicht.

Bei „Twisted Tales“ kann er auf ein paar bekannte Gesichter zurückgreifen. Am populärsten sind dabei sicherlich Danielle Harris („Hatchet 2“) und William Forsythe („The Devil’s Rejects“), aber auch Angela Bettis („May – Die Schneiderin des Todes“) ist Genre-Fans ein Begriff.

Tom Holland's Twisted Tales - Der Teufel, Monster, Vampire und ganz viel Blut: neun böse, kleine Geschichten

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Die Horrorfilmsammlung erscheint bei uns am 24.03.2015 auf Blu-ray und DVD.
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Neun Geschichten des Schreckens

„Fred & his GPS“: Fred (A.J. Bowen) ist mit dem Auto unterwegs. Er will zum Flughafen, er will das Land verlassen, er muss weg. Denn er hat seine Frau getötet. Dann beginnt das Navi mit ihm zu reden.

„To Hell With You“: Susan (Danielle Harris) wird von ihrem Freund übel beschimpft. Mr. Smith (William Forsythe) bietet ihr an, sich an ihm zu rächen. Sie geht den Pakt ein, nichtsahnend, mit wem sie es zu tun hat. Die Hölle erwartet sie, aber vielleicht lässt sich das ja noch umkehren.

„Boom”: Dave (Noah Hathaway) hat eine Bombe gebaut, die er seinem Freund zeigt – und ihn danach daran kettet. Er glaubt, dass sein Kumpel seine Freundin gevögelt hat. Aber liegt er damit richtig?

„Mongo’s Magik Mirror“: Mongo (Ray Wise) hat einen magischen Spiegel, durch den man eine Welt betreten kann, die zeigt, was man sich wünscht – oder wovor man sich fürchtet. Ein anderer Magier möchte sich des Spiegels bemächtigen.

„Bite“: Ein paar Freunde haben sich eine neue Droge besorgt. Kaum hat jeder durch die Bong „Bite“ geraucht, sehen sie im Fernsehen Nachrichten. Es heißt, dass Bite die Menschen verwandelt – in blutrünstige Werwölfe.

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Shockwave“: Vier Freunde (Angela Bettis, Amber Benson, James Duval, Josh Holland) verbringen einen gemeinsamen Abend, als die Nachrichten von einer Explosion, einer Schockwelle und einem weltweiten EMP berichten. In dem Haus gibt es einen Bunker – aber nur für zwei Menschen!

Packshot zu Tom Holland's Twisted TalesTom Holland's Twisted Tales

„Cached“: Barney beobachtet, wie ein Mann sich umbringt. Er stiehlt das Tablet des Toten und findet heraus, warum der Mann sich getötet hat.

Ein typischer Episodenfilm: gute, schwache und sehr gute Geschichten gehen Hand in Hand.Fazit lesen

„The Pizza Guy“: Emily hat ein Grimoire, mit dem sie einen Dämon heraufbeschwören will, der es ihr ermöglichen soll, mit ihrer toten Schwester zu reden. Was jedoch erscheint, ist ein Pizza-Lieferant. Könnte er der Teufel sein?

Vampire’s Dance“: Eine junge Frau sucht nach einem Freund und landet in einem Club für Vampire.

Tom Holland's Twisted Tales - Der Teufel, Monster, Vampire und ganz viel Blut: neun böse, kleine Geschichten

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Neun Geschichten. Die Qualität schweankt jedoch stark.
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Highlights und Lowlights

Es gibt kein verbindendes Element bei dieser Kompilation. „Echte“ Episodenfilme versuchen häufig, dem mit einer Rahmenhandlung entgegenzuwirken, hier war das nicht möglich, da es nie geplant war, alle Folgen am Stück zu sehen. So gibt es lediglich Einleitungen von Holland, und in der letzten Geschichte, die ausgesprochen wirr daherkommt, taucht er auch selbst auf.

Die Geschichten haben unterschiedliche Laufzeiten, von sieben Minuten bis zu einer halben Stunde ist alles drin. Das ist eine Stärke, kann aber auch eine Schwäche sein. Gerade „The Pizza Guy“ hat mit einer guten halben Stunde ein paar Längen. Das hätte kürzer und knackiger sein können, zumal Marc Sentner als Pizzalieferant eine schöne Energie in die Geschichte einbringt.

Nicht alles ist bei „Twisted Tales“ Gold, was glänzt, ein paar Geschichten haben es aber wirklich in sich.