Ein weiterer Film über den Irak-Krieg ist so willkommen wie ein Nagel im Auge. Krieg ist und bleibt eine Thematik, die in filmischer Form nur mit zeitlichem Abstand funktionieren kann. Das was man tagsüber in den Nachrichten sieht, möchte man abends nichts schon wieder schlucken. Alle bisherigen Versuche, den Irak-Krieg ins Kino zu bringen, endeten als satte Flops, was die Aussichten für „Tödliches Kommando“, einen Actionthriller über einen Bombensuchtrupp in Bagdad, ziemlich verdunkeln. Ach nein, nicht schon wieder gramgebeugte Männer zwischen Durchladen und Ehestreit…
Was ein Glück deswegen, dass „Tödliches Kommando“ einen anderen Ansatz wählt und sich vor allem als tougher Thriller präsentiert. Politische Aussagen werden, wenn überhaupt, nur ganz am Rande gemacht und das Geschehen könnte auch an jedem anderen Kriegsort ablaufen. Es geht dem Film vor allem um die Skizzierung der täglichen Erfahrungswelt der Soldaten, die ständig mit tödlichen Bedrohungen konfrontiert werden. Wer ist hier Freund und wer ist Feind? Die Araber werden überwiegend als anonyme Gegenüber gezeigt, was die Anspannung der Soldaten nur noch stärker macht.
Der härteste Job der Erde: Das Bombenräumkommando im irak riskiert sein Leben.Von Anfang an, als eine erste Bombenentschärfung die Fähigkeiten der Kinolautsprecher austestet, macht „Tödliches Kommando“ seine Marschrichtung klar: der Krieg dient als Hintergrund für Spannung, die zerbombte Umgebung verdeutlicht die Isolation der Soldatentruppe. Politisch korrekte Depri-Dramatik kommt hier nicht zum Zug, weil es keine in Stein gemeisselten Aussagen dafür gibt. Die Soldaten machen ihren Job und dieser ist nunmal verdammt gefährlich. Keiner kann es sich hier leisten, seine Aufgabe zu hinterfragen, dafür ist die Situation einfach zu brisant und die tägliche Konfrontation mit dem Tod viel zu direkt.
Inszeniert wurde „Tödliches Kommando“ von Kathryn Bigelow, die dank „Gefährliche Brandung“, „Strange Days“ und „Near Dark“ immer noch einen exzellenten Ruf als Actionregisseurin geniesst. Ihre letzten Filme, namentlich „The Weight of Water“ und „K-19 – Showdown in der Tiefe“, waren zwar alles andere als stramme Nägelbeißer, doch hier kann sie wieder an alte Stärken anknüpfen. „Tödliches Kommando“ strahlt eine physische Dichte aus, die sofort packt und erst gegen Ende, als der Plot verstärkt Emotionen zuläßt, ihren unmißverständlichen Griff lockert. Einige wenige, klar definierte Personen, ein ebenso klarer Auftrag und dann die ständige Bedrohung. Es sind einfache, geradezu reduzierte Strukturen, die hier als Nährboden für Spannung dienen.
Freund oder Feind: Sehr bald können die Soldaten nicht mehr unterscheiden, wem sie trauen sollen.Kathryn Bigelow beweist bei diesem Film erneut ihre Fähigkeiten für griffige, direkte Action, wobei allerdings die früher so prominente Kinetik einem deutlich zurückgenommeneren Stil weicht. Ausgehend von einem nach wie vor sehr dynamischen Schnitt, wird „Tödliches Kommando“ von Handkamera, nur spärlich eingesetzter Musik und einem Verzicht auf formale Blendereien bestimmt. Der Film wirkt so real bis fast schon dokumentarisch, die Anspannung der Soldaten erscheint glaubwürdig und überträgt sich auf den Zuschauer. Da das Drehbuch eher ein grobes Handlungsgerüst, denn konventionelle Inhalte verbreitet, bleibt umso mehr Raum für die Vermittlung der jederzeit anwesenden Bedrohung. Der hierfür zuständige Autor, Mark Boal, ist eigentlich Journalist und begleitete vor ein paar Jahren tatsächlich ein Bombenkommando in Bagdad.
Regie: Kathryn BigelowGenre:KriegsfilmFilmstart: Darsteller:Evangeline Lilly, David Morse, Guy Pierce, Ralph Fiennes, Jeremy Renner
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OPFER
TOLLE FILMEXPERTEN
MAINSTREAM SEID IHR
sich selber feiern und vor washington knien - business as usual - und schnell noch ein "kommt gut heim, jungs.." in das micro gehaucht, wenn man schon mal die statue in den händen halten darf.
Herr Obama darf krieg führen und den friedensnobelpreis erhalten.
change jungs, change - es ist höchste zeit!
Wenn man bedenkt, dass der Film nur 11 Millionen Produktionskosten in Anspruch genommen hat, finde ich das sogar nochmal beeindruckender.
Meine Wertung 8/10
6 Oscars finde ich aber auch etwas überzogen.
Avatar bleibt für mich aber der Film des Jahres 2009.
Die Inszenierung, der Sound, die Bildgewalt und der 3D Effekt (war mein erster 3D-Film) waren einfach nur genial. Da verzeiht man gerne die wenig anspruchsvolle Story.
Des weiteren gab es keine Höhepunkte. Keine ausgefallenen Dialoge, keine bewegenden Bilder, keine außerordentliche Darsteller.
6 Oskars für den Film? Halte ich persönlich für unverdient.
Aber spannend war er schon , kann man sich schon anschauen
Die Kritik wurde nur aus der Versenkung geholt, weil der Film so viele Oscars abgeräumt hat, vermute ich mal.
Der lief doch schonmal, oder? Oo
Bei Amazon gibt's den zumindest auch als DVD zu kaufen, Link: www.amazon.de/.../ref=s9_simh_gw_p74_i1
war eh ein schwaches kinojahr..
Und David:
"das" nur mit einem "S" hier ;)
Rechtschreibflames > all
Bisher bin ich noch nicht zum Anschauen gekommen, aber das werde ich nun definitiv nachholen. :)
Danke!
www.youtube.com/watch