Die Fähigkeit, literarische Gestalten aus ihrem Buchseitenkontext in die Wirklichkeit überführen zu können, bildet die Grundidee der noch recht jungen Erfolgsromane „Tintenherz“, „Tintenblut“ und „Tintentod“, die Cornelia Funke mit ihrem Mix aus Abenteuer-, Fantasy- und Coming-of-Age-Geschichte zu einer gefragten internationalen Autorin machten.
Im Kino allerdings ist der Stoff schwer vom Verfall seiner Magie bedroht: Was in der Vorlage frisch und originell wirken mag, erscheint als Filmadaption nur wie der müde Versuch des Studios, an den Kinokassen jene weihnachtliche Leerstelle zu füllen, die „Herr der Ringe“ und „Harry Potter“ hinterlassen haben.
Von Fantasie keine Spur: Für die Kleinen zu laut, für die Großen zu dröge - das winterliche Fantasy-Kino hat seinen vorläufigen Tiefpunkt erreicht.FazitMo Folchart (Brendan Fraser) ist seit Jahren auf der Suche nach einer Ausgabe des Buches „Tintenherz“, das ihm vor langer Zeit eine besondere Fähigkeit offenbarte: Wenn er aus Büchern vorliest, ist Mo in der Lage, Figuren oder Situationen daraus in die Realität zu übertragen. An einem gemütlichen Winterabend führte das einst zum schicksalhaften Verlust seiner Frau, die in dem Roman verschwand – denn: was einem Buch entsteigt, muss ersetzt werden. Etwas wird herauskatapultiert, etwas anderes hineingezogen.
Capricorns Schergen zwingen den armen Mo zu lesen - mit schwerwiegenden Folgen.Gemeinsam mit seiner zwölfjährigen Tochter Meggie (Eliza Bennett) stößt er in einem Antiquariat schließlich auf „Tintenherz“. Doch ehe er sich versieht, befindet er sich mittendrin im Kampf gegen Capricorn (Andy Serkis), dem nunmehr in der wirklichen Welt angekommenen Schurken des Romans, der seine Weltherrschaftsfantasien in der Realität munter weiterspinnt. Da kommt ihm Mo gerade recht mit seinen Fähigkeiten, kann dieser ihm doch allerlei Wünsche erfüllen, wenn er sie nur vorliest.
So purzeln dann die Goldtaler aus „1001 Nacht“ vom Himmel oder fegt der Wirbelsturm aus dem „Zauberer von Oz“ übers Land – und bleibt Mo nur mit Hilfe der mürrischen Tante Elinor (Helen Mirren) und des Gauklers Staubfänger (Paul Bettany), der zurück in die Welt des Romans gelangen möchte, die Chance, dem Schrecken Capricorns ein Ende zu setzen.
Oberfiesling Capricorn trachtet natürlich nach der Weltherrschaft.Zwar bietet die Geschichte Gelegenheit für einige amüsante Reflexionen über das Erzählen, so zum Beispiel der fiktive Autor des Buch-im-Films „Tintenherz“ auf seine selbst kreierten Figuren stößt, aber streng genommen ist die Idee doch merklich altbacken: Michael Ende hat das mehr oder weniger gleiche Thema zum Beispiel in der „Unendlichen Geschichte“ verhandelt, und selbst bis ins Mainstream-Kino Arnold Schwarzeneggers war der postmoderne Stoff sehr ähnlich mit „Last Action Hero“ schon durchgedrungen.
Regie: Iain SoftleyGenre:FantasyFilmstart: Darsteller:Kathy Bates, Helen Mirren, Jim Broadbent, Paul Bettany, Brendan Fraser
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das zerstört die ganze Fantasie...
und meist lassen sie immer voll viel vom Film weg...
so auch bei Twilight, oder <harry Pooter, ich habe aufgehört
ins Kino zu gehen wenn ich das Buch daz auch lesen kann...ich meine das es nur reine Geldverschwendung ist ins Kino zu gehen....
Das der Film hanebüchener Blödsinn sein würde, war durchaus zu erwarten und lediglich Mr. Bettanys Mitwirkung, Hellen Mirren sowie Andy Serkis waren für mich von Interesse. So habe ich mir den Schmonzes angetan, was sonst unterblieben wäre, obwohl mich dies im Gegensatz zum Buchkauf keinen Cent gekostet hat. Ein reichlich mediokrer Schreiberlingserguss, dünngeistig umgesetzt in Augenkrebs, lässt selbst Frettchen räudig aussehen. Unterhaltungsliteratur ist, wie auch ein Film dieses Genres eben nur solche, die genau das tut - unterhalten. In diesem Fall wirkten Buch & Film auf mich jedoch wie Sedativa auf eine Rotweindepression.
Eines meiner Lieblingsbücher, wenn nicht gar singulär mein liebstes. Die angeblichen Logikbrüche kann ich nicht nachvollziehen, schließlich spannt sich die Geschichte über ein paar hundert Jahre, in denen auch die Magie weiterentwickelt wird, sowohl bei Elfen als auch bei Menschen. Wer das Buch mag, sollte unbedingt auch noch die anderen Elfenbücher von Bernhard Hennen lesen :)
Aber ok, das ist Geschmackssache und kein Grund für Anfeindungen...
Zu Tintenherz:
Die Kritik bestätigt meine Befürchtungen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich schon die Bücher nicht besonders fesselnd und alles in allem etwas richtungslos fand. Den vielgezogenen Vergleich zu Harry Potter konnte ich jedenfalls nicht nachvollziehen. Von dem Film hat mich schon der Trailer und die Tatsache, dass Brendan Fraser genauso auftrat wie in der Mumie, sehr abgeschreckt. Allerdings muss ich auch zugeben, dass das natürlich wiederum Geschmackssache ist und ich den ganzen Hype um Tintenherz etwas albern finde. Es gibt ja inzwischen sogar ein entsprechendes Theaterstück...
Die Zwerge fand ich gut, bisweilen aber ein wenig arg übertrieben sentimental (Der Schluss von Buch 1 wo alle so übertrieben glücklich sind mit irgendwie total übertriebenen Ausmaßen einer Schlacht).
Und das letzte Buch war wirklich einfach nur hingeklatscht. So viel Möglichkeiten mit dem Meister, so viel Möglichkeiten mit dem Sohn, so spannende Herausforderungen die mehr oder weniger sich alle selbst ausknipsen bis zu einer finalen Schlacht die irgendwie auch nur gequält wirkt "damit endlich alles vorbei ist". Das Buch begann spannend bis man das Gefühl hat das doch alles nur Schritt für Schritt runterrattert damit man irgendwie das Ende der Reihe erreicht. Der Sohn ist seit Tagen tot... ja toll so lange den Handlungsfaden darauf laufen lassen und dann die Auflösung in einem banalen Satz. Was ist nun wirklich mit Tungdil? Wer war der ominöse Meister? Warum werden Beziehungen Meister - Tungdil - Sohn nicht vernünftig miteinander verknüpft? Von der anfängichen Bedrohlichkeit ist nach der Hälfte die Luft raus und der Autor eliminiert jegliche Bedrohung von selbst.
Teil 1 und 2 sind klasse. Teil 3 war okay aber Teil 4 ein totaler Reinfall. Vergeudetes Potential. Und am Ende sind alle kunterbunt und glücklich weil es nichts mehr Böses gibt. Auch wenn es ein Fantasyroman ist, ein bisschen weniger Naivität hätte dort gut getan.
aber um abzuschließen Die Elfen, das schlechteste Buch das ich je gelesen habe (und ich lese fast pro woche ein buch) schlägt die Zwerge niemals, denn die sind nicht nur spannend, fesselnd und durchdacht sondern auch noch witzig, was die Elfen nicht einmal im Ansatz schaffen.
KETZER! "Die Elfen" stampft das nur gute "Zwerge", dessen Band 4 einfach nur lieblos ist, in Grund und Boden. Alleine, wenn ich bei "Zwerge" lesen, dass "(...) Die Zwergin einen hübschen Flaum hat (...)", kommt mir das Mittagessen wieder hoch.
klingt sehr viel versprechend und nicht einfach nur so dahin geklatscht.
Zu den logischen Brüchen bei "Die Elfen" Anfangs ist das mit den Portalreisen noch ganz was unübliches, kaum einer traut sich, kaum einer macht es weil es so gefährlich ist, zeitreisen kommen gar nicht vor, aufeinmal kommt der autor aber drauf, dass das ein ziemlich cooles feature ist und es kommt ständig vor. Das ganze Buch ist einfach ohne Konzept geschrieben, es wirkt so als würde der Autor einfach schreiben und jede idee die ihm kommt wir umgesetzt egal ob es zu dem davor geschriebenen passt oder nicht.
Das krasse gegenteil dazu ist Markus Heitz und seine Ulldart reihe, da hat man beim lesen des letzten teils das gefühl, dass er schon im ersten teil wusste, dass genau das passiert... kann ich jedem nur empfehlen, der von den Elfen genau so entäuscht war wie ich.
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Verfilmt lieber "Die Trolle"! Und warum sollten "Die Elfen" Logikbrüche haben? Die Geschichte an sich finde ich sehr tiefsinnig und philosophisch, also wären wir mit einer "Elfen"-Verfilmung m.M.n. besser bedient als mit den Zwergen, ausser, wir belassen die Zwerge-Verfilmung beim 1. und 2. Buch.
aber auf die zwerge freu ich mich, da gehen ja bald die dreharbeiten los...
bzw. zum thema: fand die bücher irgendwie nicht so berauschend und nach der kritik hier werd ich mir mein geld lieber für nen guten film sparen.
Zu Tintenherz kann ich nur sagen, dass er mich ebenfalls zutiefst angeödet hat. Lange war mir ein Fantasy-Spektakel nicht mehr so gleichgültig.