Auf seiner ersten öffentlichen Diskussionsrunde beantwortete Facebooks CEO und Gründer Mark Zuckerberg auch Fragen bezüglich David Finchers Biopic The Social Network. Der Film habe seine Gefühle verletzt, so Zuckerberg.

The Social Network - Facebook-CEO Mark Zuckerberg: David Finchers Film habe ihn verletzt

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Zuckerberg wird in The Social Network als frauengeiler Egomane dargestellt
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Der phänomenale Erfolg des sozialen Netzwerks Facebook brachte bereits 2010 einen teilweise auf Tatsachen beruhenden Biopic von Regisseur David Fincher. Während The Social Network selbst ein großer Erfolg wurde, und auch gute Kritiken erhielt, befand Facebooks CEO und Gründer Mark Zuckerberg, dass die teilweise erfundenden Dinge im Film sehr verletzend auf ihn wirkten.

Auf die Frage eines Anwesenden, wie akkurat der Film seiner Meinung nach sei, antwortete Zuckerberg, dass er nicht viel Zeit dazu aufgebracht habe, über den Film nachzudenken. Er habe ihn quasi ausgeblendet. "Es war eine interessante Erfahrung, einen Film anzusehen, der über mein Leben handeln sollte... sollte", betont Zuckerberg.

"Ich denke, in Wahrheit ist das Schreiben von Codes und der Aufbau eines Produktes und eines anschließenden Unternehmens nichts besonders Glamouröses, über das man einen Film machen könnte." Man könne sich also vorstellen, dass die Filmemacher so einiges hinzugedichtet haben, um den Film aufzupeppen. Hätte man laut Zuckerberg einen Film gedreht, der ihn wirklich so zeigen würde, wie er auch im echten Leben sei, dann hätte man ihm dabei zugesehen, wie er zwei Stunden lang durchgehend programmiert, was sehr wahrscheinlich weniger aufregend gewesen wäre für die Filmschaffenden, die schließlich "Awards gewinnen und Kinotickets verkaufen wollen."

Allerdings sei er mit einer Sache nicht einverstanden. Und das seien die Motive, die er laut den Filmemachern gehabt haben soll. So habe es ihn verletzt, dass sie ihm völlig abwegige Gründe angedichtet haben, deretwegen er überhaupt mit Facebook begonnen haben soll.

"Ich nehme unsere Mission sehr ernst. Die Sache, die ich am Film am interessantesten fand, war die, dass sie irgendwie die gesamte Storyline, weswegen ich mich dazu entschieden hatte, Facebook zu kreieren, so verändert haben, dass ich Mädels beeindrucken wollte, denke ich." Diese hinzugedichteten Dinge haben Zuckerbergs Gefühle sehr verletzt, wie er den Anwesenden mitteilte.

David Finchers The Social Network, der zum Höhepunkt der Facebook-Begeisterung in die Kinos kam, konnte bei einem Budget von gerade mal 40 Millionen Dollar weltweit rund 225 Millionen Dollar einspielen -ein großer Erfolg. Zudem gewann The Social Network bei der 83. Oscarverleihung in Los Angeles 2011 insgesamt drei Oscars für das Beste adaptierte Drehbuch, für den Besten Original-Score und für den besten Schnitt bei 8 Nominierungen gewinnen.