In einem Interview sprach Tom Hardy über die beschwerlichen Dreharbeiten zu Alejandro González Iñárritus Verfilmung von Michael Punks The Revenant: A Novel of Revenge.

The Revenant - Der Rückkehrer - Tom Hardy spricht über seine Angst vor Pferden und die Strapazen beim Dreh

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Tom Hardy als John Fitzgerald in The Revenant - Der Rückkehrer
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Es sieht ganz danach aus, als befinde sich Regisseur Alejandro González Iñárritu erneut auf Oscarkurs nach seinem letztjährigen Hit Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit). Für den Perfektionisten musste alles genau so sein, wie er es sich ausgemalt hatte. So mussten auch die Dreharbeiten verschoben werden, weil schlicht nicht genug Schnee lag. Für Tom Hardy bedeutete es das Aus bei David Ayers Suicide Squad. Welche Strapazen noch beim Dreh auf ihn warteten, darüber sprach er in einem Interview.

Leonardo DiCaprio wollte Tom Hardy dabei haben

Die Rolle habe ihm Leonardo DiCaprio vorgeschlagen, der ihn anrief und meinte, "Dude, ich weiß, dass du bald aus Helikoptern springst und mit Knarren ballerst und so. Aber bevor du das tust, möchte ich, dass du dir dieses Drehbuch ansiehst. Es ist verdammt geil", so Hardy. So fing alles an. Ein Gespräch später hatte er die Rolle. Und es war tatsächlich so genial, wie DiCaprio versprochen hatte. "Alejandro González Iñárritu hat Orte gefunden, die weitab vom Schuss waren. Es gab offensichtlich Wetterprobleme. Die Idee war es, den ganzen Film in einer Einstellung zu drehen, wie bei Birdman. Das war eine Sache, die wir der Umwelt anpassen mussten. Es war ein wirklich ambitionierter Vorschlag."

Langer Dreh und die Angst vor Pferden

Die Wetterbedingungen waren auch das größte Problem am Dreh. Ständig änderte sich der Drehplan auf die letzte Sekunde. Dazu probte man den gesamten Tag zwischen sechs und acht Stunden, um dann innerhalb von nur einer Stunde genau diese spezielle Szene drehen zu können. Und wenn man es nicht schaffte, musste man es am nächsten Tag noch einmal wiederholen.

Was die Ausrüstung eines Fallenstellers aus dem Jahrhundert anging, da brauchte Hardy keine Einweisung in die Nutzung von Gegenständen wie einer Muskete. Dafür fürchtete er das Reiten.

"Ich mag Pferde nicht. Sie machen mir Angst", so der stämmige Brite. "Dafür gibt es keine Nachfrage mehr in London - nicht seit dem 19. Jahrhundert. Wir sind an Buse und U-Bahnen gewöhnt. Ich bevorzuge Hunde, sie sind ein wenig handhabbarer. Ich finde, Pferde sind wunderschön, aber ich hatte keinen Umgang mit denen als ich aufwuchs. Sie sind mir fremd. Sie sind so groß und muskulös. Wenn sie auf mir säßen oder mich treten würden, das wär's doch, oder? Man hört immer von Leuten, die hinter ein Pferd laufen und getreten werden. Ich dachte mir immer, wenn jemand hinter ein Pferd läuft und getreten wird, dann sicher ich."

The Revenant - Der Rückkehrer - Tom Hardy spricht über seine Angst vor Pferden und die Strapazen beim Dreh

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Für Die Dreharbeiten mussten die Darsteller auch viel reiten
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Dennoch sei er schlussendlich auf ein Pferd gestiegen und drehe mit Taboo derzeit sogar eine TV-Serie, in der er des Öfteren auf ein Pferd steigen müsse.

Hardy hat Iñárritu nicht geschlagen

Die Arbeit mit Iñárritu beschreibt Hardy als spielerisch und harmonisch. "Ich hatte ein sehr spielerisches und lustiges Verhältnis zu ihm. Er nimmt sich selbst nicht allzu ernst. Das ist der Alejandro, den ich kenne und liebe. Ich verarsche ihn und er verarscht mich."

Ein Gerücht besagte allerdings, Hardy hätte Iñárritu während der Dreharbeiten mal eine reingehauen. "Nein", so Hardy. "Wenn man jemanden schlägt, dann wüsste man es. Das ist nicht passiert. Das ist Unsinn."

Synopsis

Die Handlung des Films basiert auf den im 19. Jahrhundert spielenden Roman "The Revenant: A Novel of Revenge" von Michael Punk. Hugh Glass (Leonardo DiCaprio) ist ein Fallensteller, der im Auftrag einer Pelzhandelsgesellschaft Wildtiere jagt, um ihr Fell zu verkaufen. Eines Tages, während einer Pelz-Expedition mit seinen beiden Partnern Jim Bridger (Will Poulter) und John Fitzgerald (Tom Hardy), wird er durch den Angriff eines wild gewordenen Grizzlybären schwer verwundet. Seine Partner nehmen ihm daraufhin sämtliche Waffen und Verpflegung ab, töten seinen Sohn und lassen den Schwerverletzten in der Wildnis zurück. Wie durch ein Wunder erliegt Hugh Glass nicht seinen Verletzungen und überlebt. Nun schwört er bei seiner Rückkehr Rache an jene, die ihn verraten und im Stich gelassen haben.

The Revenant - Der Rückkehrer startet hierzulande am 14. Januar 2016 in den Kinos.

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