Indonesische Filme haben es im Rest der Welt nicht leicht. Selten kommt ein solcher hierzulande raus, noch seltener findet er sich im Kino wieder. Geschieht dies doch, dann, weil der internationale Hype gewaltige Maßstäbe angekommen hat. So wie bei „The Raid“, der von dem Waliser Gareth Edwards inszeniert wurde. Klingt nach einer merkwürdigen Wahl für den Regieposten, aber Edwards hat schon mit „Merantau“ gezeigt, dass er ein Gefühl dafür hat, handfeste Action auf Film zu bannen.
Die Granate des Jahres, die auf Handlung keinen Wert legt, aber dafür Action-Kino mit Pulsbeschleunigung bietet.FazitMit seinem neuen Film präsentiert er die Action-Granate des Jahres, vor dem sich selbst „The Expendables 2“ in Acht nehmen muss. Gut möglich, dass es in Sachen Schießerei und Haudraufaction 2012 nichts geben wird, das auch nur annähernd an „The Raid“ heranreichen kann.
Ein Sondereinsatzkommando der Polizei wird losgeschickt, um in einem heruntergekommenen Apartmentblock einen Drogenbaron zu stellen und festzunehmen. Das klingt an sich ganz einfach, doch nachdem die Polizisten die ersten Stockwerke genommen haben, werden sie entdeckt. Da sie bis an die Zähne bewaffnet sind, sollte dies auch kein Problem sein, doch es scheint, dass der Drogenbaron schon auf sie gewartet hat, denn Dutzende seiner Leute stehen bereit, um die Angreifer zurückzuschlagen. Mehr noch: Die Polizisten sollen alle getötet werden und jeder Beweis für dieses Massaker dann verschwinden.
Zahlreiche Polizisten fallen dem wilden Ansturm ihrer Gegner zum Opfer, der Rest wird versprengt. Rama versucht, sich aus dem Gebäude herauszukämpfen, und trifft dabei Kollegen, doch in der Gruppe sind sie noch stärker gefährdet. Einer nach dem anderen fallen, bis Rama klar wird, dass sie alle Bauernopfer in einem Spiel sind, denn die Führung hat etwas ganz Eigenes vor und ist bereit, die Polizisten einfach zu opfern. So liegt es an Rama, mit Waffen, aber auch mit Handkanten und Füßen zu kämpfen, um das eigene Überleben – und das Entkommen aus diesem Apartmentblock – zu gewährleisten.
The Raid inszeniert Action, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat.Koch Media hat den Film synchronisieren lassen. Im Grunde hätte man es sich auch sparen können. Dialoge sind nur spärlich vorhanden. Wo es sie gibt, sind sie nicht von Belang. Es werden Plattitüden ausgetauscht und selbst die Hintergründe, die verräterische Führung betreffend, bleiben recht obskur.
Auf Dialoge kommt es in diesem Film aber auch nicht an. Übrigens ebenso wenig auf entwickelte Figuren. Sämtliche Handlungsträger entstammen dem Reißbrett bzw. dem Actionfilm-Baukasten. Dass der Polizist in dem Apartmentblock nach Jahren der Trennung seinen Bruder wiedertrifft, soll wohl als charakterbildendes Element dienen, aber auch das bleibt nur behauptet, anstatt überzeugend gestaltet zu sein. Man hätte auch andere Gründe finden können, warum Held und (vermeintlicher) Schurke plötzlich zusammenarbeiten müssen.
Es ist jedoch wie mit den Dialogen: Darauf kommt es nicht an. Vielmehr ist es schlichtweg irrelevant, wer die handelnden Figuren sind, welches Leben sie früher führten und was sie ausmacht. Wichtig ist nur, dass sie mit einem Maschinengewehr hantieren bzw. mit bloßen Händen maximalmöglichen Schaden anrichten können.
Regie: Gareth EvansGenre: Thriller, ActionFilmstart:
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Fazit, das ganze ist mehr ein "Wie toll kann ich mit meinen Fäusten kämpfen" als ein echter Action Film, Realismus wie bei Stirb langsam, net mehr net weniger.
Ernsthaft, wer erwartet Realismus in einem Action-Film?
Fazit, das ganze ist mehr ein "Wie toll kann ich mit meinen Fäusten kämpfen" als ein echter Action Film, Realismus wie bei Stirb langsam, net mehr net weniger.
"Action-Granate".
Ist ein Unterschied.
Wenns dir gefallen hat,ist es ja gut!Nur halt den Film als "Die Granate des Jahres" zu bezeichnen,ist "ein wenig" übertrieben.
*Blink* Yo, Ickje...hab`s früher auf dem C64 gezockt.
Ach iwo. Schlimmer als "Twilight" geht`s doch kaum, oder? xP
1. story ist nicht vorhanden
2. der film ist sehr brutal - realistisch brutal - nicht saw schnipp schnapp brutal - d.h. würde ich den nicht mit einer frau schauen gehen oder mit schwachen nerven...
Lol dann hast Du aber die genialen Kämpfe danach verpasst.Da gibts mehrere 1vs1 Kämpfe, die einfach genial sind.Und der Film hat ein gelungenes Ende.