Regisseur Gareth Evans sprach in einem Interview über das Sequel zu seinem Überraschungshit The Raid: Redemption.

The Raid 2 - Regisseur Gareth Evans spricht über das Sequel

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuThe Raid 2
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 16/171/17
The Raid 2: Retaliation
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Als The Raid: Redemption 2012 in den Kinos lief, traf der Film das Publikum völlig unerwartet und machte Regisseur Gareth Evans, Hauptdarsteller Iko Uwais und die indonesische Kampfsportart Pencak Silat schlagartig weltweit bekannt.

Mit The Raid 2: Retaliation folgt nun ein Sequel, das ursprünglich als eigenständiger Film Berandal (indonesisch für Gangster) gedreht werden sollte. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten entschied sich das Produktionsteam allerdings dafür, erst einen anderen, kleineren Film zu drehen: The Raid: Redemption.

Seine Premiere feierte The Raid 2: Retaliation auf dem Sundance Film Festival, wo er für Furore sorgen konnte. In einem Interview sprach Evans über den Film und seine weiteren Pläne.

Den ursprünglich geplanten Film Berandal habe Evans in einigen Punkten abändern müssen, damit er als Sequel zu The Raid durchgeht. So ging es im ursprünglichen Drehbuch um einen ganz normalen Menschen, der die falsche Person verprügelt und von Politikern dafür ins Gefängnis gesteckt wird, wo er die Bekanntschaft eines Gangstersohnes macht, und von diesem nach der Entlassung in die Welt der Bandenkriminalität eingeführt wird.

Doch der Umstand, dass Berandal nun das Sequel zu The Raid geworden ist, half Evans auch bei der Frage, warum der Hauptdarsteller nicht einfach aus der Verbrecherorganisation ausgestiegen ist. Was hielt ihn denn davon ab? Nun sei es einfach zu erklären, denn Rama ist nun ein Undercover-Cop. Er kann nicht einfach aussteigen. Dies habe auch den Weg für eine potentielle Trilogie vorbereitet.

Sicherlich habe es geholfen, dass The Raid: Redemption quasi wie aus dem Nichts heraus kam und das Publikum geradezu überrumpelte. Gerade die hyperkinetischen Vollkontaktszenen ließen Fans des Genres reihenweise auf die Knie fallen. Dennoch habe Evans selbst bei der Post-Production niemals den Gedanken gehabt, dass The Raid: Redemption so einschlagen könnte.

"Ich dachte, dass da ein paar coole Szenen sind - einige Bereiche, mit denen ich nicht glücklich war. Eine Menge Dinge, die ich korrigieren wollte, aber es war fertig. Und dann zeigten wir es und es explodierte geradezu", so Evans.

Auf die Frage, wie er auf all diese Arten gekommen wäre, wie im Film die Leute umgebracht wurden, teilt Evans mit, dass sie das Ganze immer logisch und realistisch halten wollten, damit es nicht allzu comichaft rüberkommt. Es sollte unfassbar sein, aber dennoch im Rahmen des Möglichen bleiben.

Allein an der Kampfszene in der Küche habe das Team über einen Monat gearbeitet. Evans habe viel Zeit mit seinen Choreographen verbracht, um die bestmögliche Kameraarbeit zu garantieren. Ideen für The Raid 3 gebe es zwar auch schon, aber darüber hinaus habe Evans keine Pläne, denn ansonsten würde die Qualität der Filme nur noch abnehmen. Doch das bedeutet nicht, dass er gänzlich keine weiteren Pläne habe.

"Momentan arbeite ich an zwei Projekten in den USA und in Großbritannien, beide mit unterschiedlichen Studios. Und ich muss mich noch entscheiden, welches ich zuerst angehe, und wie weit wir mit beiden sind. Eines schreibe ich selbst, das andere wird von einem unglaublichen Drehbuchautoren namens Matthew Reid geschrieben. Aber wir arbeiten momentan an unterschiedlichen Projekten und versuchen herauszufinden, wann es die richtige Zeit und wo der richtige Ort sein wird, um mein erstes Projekt außerhalb Indonesiens anzugehen."

Definitiv werde sein erstes Projekt außerhalb Indonesiens kein Superhelden-Streifen werden, auch wenn dies einer Sensation gleichkäme, doch Evans versichert, dass Die Projekte, für die man ihn kontaktiert habe, von ähnlich großem Kaliber seien.

Was seine momentane Beliebtheit angeht, wisse er Bescheid, dass dies schon bald vorbei sein könnte. "Zumindest liebt mich das Internet momentan noch. Hoffen wir mal, dass es auch so bleibt, nicht? Weil, wenn es dich hasst, dann hasst es dich richtig. Ich habe einige coole Ideen für Teil 3 im Ärmel - und sie unterscheiden sich sehr, sehr, sehr stark von Teil 1 und Teil 2", versichert Evans.

15 weitere Videos