Peter OsteriedMit seiner Firma Ghost House produzierte Sam Raimi den Horrorfilm „Possession – Das Dunkle in Dir“ und holte sich dafür einen Regisseur, der schon lange nicht mehr in den USA gearbeitet hat: der Däne Ole Bornedal („Nachtwache“).
Solide, nicht überragende, aber auch nicht schlechte Grusel-Geschichte, die dank sensibler Regie und gutem Ensemble überzeugen kann.FazitBorndedal war an einem „normalen“ Horrorfilm nicht interessiert. Er wollte den Klischees, die mit Besessenen-Filmen daherkommen, aus dem Weg gehen. Stattdessen soll sich sein Film wie ein Drama anfühlen – schon allein wegen dem Körnchen Wahrheit, auf dem der Film basiert.
Clyde (Jeffrey Dean Morgan) und Stephanie (Kyra Sedgwick) haben sich scheiden lassen. Am Wochenende holt er seine zwei Mädchen Hannah (Madison Davenport) und Em (Natasha Calis) zu sich. Bei einem Garagenflohmarkt findet Em eine alte, hölzerne Truhe, die ihr so gut gefällt, dass ihr Vater sie ihr kauft. Wieder zuhause merken sie, dass man diese Truhe nicht öffnen kann.
Am selben Abend findet Em jedoch einen Weg, die Truhe zu öffnen – und damit lässt sie einen Dämon, einen Dibbuk, frei. Die unsichtbare Kreatur spricht zu Em und nistet sich in ihr ein. Ihrem Vater fällt dies anfangs nicht auf, doch immer mehr unerklärliche Zwischenfälle häufen sich.
Darum stellt Clyde Nachforschungen an und findet heraus, was die Truhe wirklich ist. Laut der jüdischen Folklore wurden in solchen Kisten böse Geister eingesperrt. Nun weiß er, wogegen er zu kämpfen hat, aber hat er überhaupt eine Chance, seine Tochter aus den Klauen des Dämons zu befreien?
Besessene kennt die Welt des Films spätestens seit "Der Exorzist".Auf die Geschichte der Dibbuk-Kiste wurde Sam Raimi durch einen 2004 in der L.A. Times erschienenen Artikel aufmerksam, der davon erzählte, dass ein Mann sie bei einem Garagenverkauf erwarb, ohne zu wissen, worum es sich handelte und schon bald schreckliche Dinge erlebte. Die Dibbuk-Kiste wurde über Ebay verkauft, wobei man die gruselige Geschichte, wie das Leben der Besitzer in Mitleidenschaft gezogen wurde, wirksam einsetzte, um das Interesse zu mehren.
Merkwürdige Dinge sollen geschehen sein: Krankheiten, Herzinfarkte, unerklärlicher Gestank, Visionen, geteilte Albträume und dergleichen mehr. Und eben darum fängt „Possession“ mit der vollmundigen Verkündung an, der Film basiere auf wahren Ereignissen. Eine ziemlich kühne These, wenn es um einen jüdischen, bösen Geist geht, der sich körperlich in einem kleinen Mädchen einnistet.
Die Besetzung, u.a. mit Kyra Sedgwick, ist erstklassig.Und wie so oft bei übernatürlichen Horrorfilmen – so z.B. auch der „Poltergeist“-Reihe – wird auch im Zusammenhang mit „Possession“ davon berichtet, dass sich am Set unerklärliche Dinge abspielten und Lampen vermehrt und ohne erkennbaren Grund explodierten.
Kann man glauben, sollte man aber nicht. Als Marketing-Tool mögen solche Geschichten ja noch ganz nett sein, die Wirkung eines Films erhöhen sie aber auch nicht.
Regie: Ole BornedalGenre: Thriller, HorrorFilmstart:
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Was ein Spruch xD