Der erste Teil war die RZA-Ego-Show, ein Film, in dem er alles übernommen hat, der sowohl für den Kung-Fu-Film, als auch für sich selbst ein Vermächtnis sein sollte. Er hatte ein ordentliches Budget und einige namhafte Stars. Was er nicht hatte, war das notwendige Talent, einen Film wie „The Man with the Iron Fists“ zu mehr als einer Nummernrevue zu machen, bei alles, was RZA an dem Genre gefällt, einfach aufgekocht wird.

The Man with the Iron Fists 2: Sting of the Scorpion - Exklusives Making-of: Werft einen Blick hinter die KulissenEin weiteres Video

Drei Jahre später gibt es ein Sequel, das direkt für den Heimkinomarkt produziert worden ist. RZA ist wieder mit dabei, der Schmied hat hier aber weniger zu tun als noch im ersten Film. Noch vor dem Vorspann gibt es eine Actionsequenz. Der Bruder von Silver Lion will sich an dem Mann mit den Eisenfäusten rächen. Der Schmied landet darum halbtot im Fluss, wo er etwa eine halbe Stunde später wieder herausgefischt wird.

The Man with the Iron Fists 2: Sting of the Scorpion - RZA hält sich zurück – dem Film hat’s geholfen!

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RZA ist erneut Waffenschmied Thaddeus.
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Das legt den Verdacht nahe, dass RZA zwar durchaus weiterhin bei seinem Passionsprojekt dabei sein, aber eben auch nicht zu viel Zeit damit verbringen wollte. Darum ist zwar die Story von ihm, das Drehbuch ließ er aber vornehmlich einen anderen schreiben. Die Regie wiederum ging an den für knackige B-Filme bekannten Niederländer Roel Reiné.

Der Gute, der Böse und der Schmied

Die Einwohner einer Minenstadt werden vom Beetle Clan und dessen Anführer, dem blutrünstigen Master Ho, wie Sklaven gehalten. Immer öfters werden junge Frauen tot aufgefunden, immer häufiger tötet Ho unwillige Arbeiter. Die Menschen wollen aufbegehren und sehen die Gelegenheit dafür in einem von Ho ausgelobtem Wettkampf. Tatsächlich gewinnt auch der von den Dorfbewohnern ins Rennen geschickte Mann, aber Ho zeigt den armen Leuten sogleich, wer die wahre Macht hat.

Li Kung (Dustin Nguyen), dessen Bruder getötet wurde, will das nicht auf sich sitzen lassen. Da trifft es sich gut, dass der Mann mit den Eisenfäusten verletzt in das Dorf kommt und von Li Kungs Schwester gepflegt wird. Wieder in Form beschließt er, Li Kung zu helfen.

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Der zweite Teil ist deutlich günstiger in der Produktion gewesen.
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Besser als der Vorgänger

Man merkt „The Man with the Iron Fists 2“ natürlich an, dass er weit weniger als der direkte Vorgänger gekostet hat, er profitiert aber davon, dass Roel Reiné ein weit besserer Regisseur als RZA ist. Reiné dreht hauptsächlich keine Direkt-auf-DVD-Fortsetzungen größerer Filme, hat sich damit aber auch einen Namen gemacht, da er Action furios in Szene zu setzen versteht. Und nicht nur das, er lässt seine Filme auch deutlich teurer wirken, als sie eigentlich sind.

Kleiner, aber besser als der Vorgänger.Fazit lesen

Die Locations in Thailand nutzt Reiné maximal aus. Die Kamera hat er selbst bedient, er wird damit also ganz seiner eigenen Vision gerecht. Reiné punktet nicht nur bei der Action, er lässt den Film auch richtig schön aussehen.

The Man with the Iron Fists 2: Sting of the Scorpion - Erste Bilder zur Fortsetzung mit RZA

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Nur an einem kann er nicht viel ausrichten: Dass die meisten seiner Schauspieler ziemlich übel sind. Während Dustin Nguyen und Cary-Hiroyuki Tagawa routinierte Arbeit abliefern, bewegt sich im Gesicht von RZA mal wieder gar nichts. Da steht er aber nicht allein, auch Ho-Darsteller Carl Ng bekleckert sich nicht mit Ruhm.