Batman, Superman, Wonder Woman, Green Lantern, Ninja Turtles, Gandalf und Liam Neeson zusammen in einem Film! Unmöglich? Nein! Denn der LEGO Movie macht es möglich! Stein auf Stein, Klötzchen auf Klötzchen, steifes Männchen neben steifem Männchen – und all das in einem packenden Actionfilm. Kinderträume werden wahr!

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LEGO, eine Marke, die jeder kennt. Ob aus der Kinderstube, in der Spielkiste, die man vielleicht sogar noch als Erwachsener hat oder durch den immerwährenden Hype… LEGO wird scheinbar niemals out.

Das Franchise versucht sich aber auch stets jung zu halten, geht jeden Trend mit, bringt zu Superhelden-Filmen wie der Marvel-Reihe ebenso Figuren und Sets auf den Markt, wie zu „Der Hobbit“ oder „Star Wars“. Auch auf dem Videospielmarkt ist LEGO längst angekommen, die Spiele sind unterhaltsam und sehr beliebt – und zwar nicht nur bei den kleinen Klötzchen-Fans. So kann man nicht nur die komplette Star Wars Saga am PC mit lustigen Legofiguren nachspielen, sondern auch alle sieben Bände von Harry Potter erleben.

The LEGO Movie - Everything is awesome. Everything is cool

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Der Film kommt bei uns am 10.04.2014 in die Kinos.
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Nun bringt die allzeit beliebte Marke ihren ersten Kinofilm heraus. Genau genommen gab es schon so einige LEGO Spielfilme, die vor allem große Reihen auf die Schippe nehmen, darunter Star Wars und Batman. Dabei wird alles Mögliche durch den Kakao gezogen: Wer sich einen der LEGO-Filme ansieht, begibt sich auf eine bunte Reise durch die Popkultur mit teils sehr intelligentem Witz, den man von dem vorrangig an Kinder adressiertem Spielzeug nicht erwartet hätte.

Hier ist alles super

Das ist auch der Grund, warum der Film auf der ganzen Welt einschlägt wie eine Bombe. „The LEGO Movie“ läuft nämlich schon seit Anfang Februar in verschiedensten Ländern, Deutschland ist diesmal jedoch ganz hinten dran. Dadurch wartet man hierzulande aber umso gespannter auf das vielversprechende LEGO Movie, das die Kinokassen weltweit klingeln lässt. Und eines ist klar: Auch die deutschen Fans werden großen Spaß an dem Spielfilm über die kleinen beliebten Steinchen und Figürchen haben.

Packshot zu The LEGO MovieThe LEGO Movie

Der Film beginnt in Steinstadt. Dort lebt Emmet, ein ganz normaler Jedermann. Oder viel eher: Ein Niemand. Emmet geht gewissenhaft seinem täglichen Handwerk auf der Baustelle nach, befolgt brav alle Regeln, die es innerhalb seiner Heimat gibt, ist immerzu freundlich zu seinen Mitmenschen und stets unfassbar gut gelaunt. Dazu treibt aber auch die Hymne der Stadt an, die den ganzen Tag durch den lokalen Radiosender dudelt und von allen Bewohnern von Steinstadt zu jeder Zeit gesungen und performed wird: „Everything is awesome“ (zu Deutsch: „Hier ist alles super“).

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Natürlich wird es auch ein Spiel zum Film geben.
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Dieser Song ist allerdings nicht nur ein Dauerbrenner innerhalb der Stadt, sondern sorgt auch beim Kinopublikum für einen grandiosen oder – wie man es nimmt – leidigen Ohrwurm, den man so schnell nicht mehr loswird, sobald man das Lichtspielhaus verlässt.

Dass in Steinstadt alles super ist, bezweifelt niemand. Der Kaffee beim absolut überteuerten Starbucks kostet 38 Euro? Na, ist doch super!! Der Tagesablauf wurde von Präsident Business ins kleinste Detail geregelt und vor allem der naive Emmet hinterfragt das System nicht. Bis er auf jemanden trifft, der genau dies tut: Wyldstyle.

Hier ist alles super! Hier ist alles cool! – Die Gehirnwäsche scheint zu funktionieren. Holt eure LEGO-Steine raus, jetzt wird gebaut!Fazit lesen

Sie ist eine wunderschöne, exotische und rebellische Lego-Dame mit wallendem Haar, die sich auf der Baustelle von Emmet herumtreibt, um das „Stück des Widerstands“ zu finden, dass dort irgendwo vergraben sein soll. Nur mit diesem Gegenstand kann man den gefährlichen Kragle aufhalten – und laut einer uralten Prophezeiung ist „Der Besondere“ der Finder des Relikts.

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Im Original wird die LEGO-Figur Emmet von Chris Pratt gesprochen.
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Die Macht der Kreativität

Und wie sollte es anders sein? Nichtsahnend gerät gerade der ebenso trottelige wie untalentierte Nobody Emmet in diese Position, er findet das Stück des Widerstands und wird für einen wahrhaften Meisterbauer gehalten. Diese können allein durch ihre Gedankenkraft und der Macht der Kreativität alle möglichen Dinge erschaffen, aus einer Windmühle könnte zum Beispiel ein erstklassiges Motorrad mit Düsenantrieb entstehen, das mit nur wenigen Handgriffen wiederum in einen fliegenden Jet umgebaut werden kann.

Emmet besitzt dieses Talent nicht. Da ihn Wyldstyle aber für den sagenumwobenen Meisterbauer hält, nimmt sie ihn mit auf ein gefährliches Abenteuer, um die Kreativität zurück nach Steinstadt zu bringen und die finsteren Plänen vom bösen Lord Business zu vereiteln, der mit dem mächtigen Kragle jegliche Freiheit und all den Einfallsreichtum der Bewohner unterbinden und aus seinem Reich verbannen will.

Die Reise führt Emmet und Wyldstyle durch diverse LEGO-Welten, vom wilden Westen zur Piratenbucht und bis hin zum Wolkenkuckucksheim, wohin alle Meisterbauer der Welt geflüchtet sind, um sich ausleben zu können. Dort gibt es keine Regeln, es ist bunt und kitschig und Prinzessin Einhornkitty regiert über dieses wunderbare Regenbogenreich.

Zugegeben, es ist übelster Trash. Aber gerade deswegen absolut spaßig und brüllend komisch. Und genau das weiß der Film und nimmt sich in keiner Minute selbst zu ernst. „The LEGO Movie“ feiert nicht nur auf intelligente Art und Weise jeglichen Blödsinn, sondern auch die Popkultur der letzten Jahre.

Product Placement at its best

So trifft Emmet auf Superhelden wie Batman, Green Lantern und Superman, aber auch auf Indiana Jones, Dumbledore und Ninja Turtles. Um all das mitzubekommen, muss man schon ganz bei der Sache sein – oder bestenfalls guckt man den Film sogar mehrmals, was sich auf jeden Fall lohnt!

Denn manche Gimmicks tauchen nur im Hintergrund oder für einen kurzen Augenschlag auf, ein paar Witze sind versteckter und um die Ecke gedacht – da jedoch ein reinstes Gagfeuerwerk auf den Zuschauer wartet, kann es passieren, dass der ein oder andere lustige Spruch schon einmal in der Flutwelle von Informationen untergeht – aber nur halb so schlimm.

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Bad Cop/Good Cop wird von Liam Neeson gesprochen.
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Denn die Handlung ist auf der Oberfläche ziemlich simpel gehalten und auch die Botschaft des Films erweist sich als sehr einleuchtend: Lass dich nicht in Schranken weisen und lebe deine Kreativität aus – am besten mit LEGO. Denn natürlich ist „The LEGO Movie“ auch ein reinster Werbefilm für die beliebte Marke. Und das weiß das Regie-und Drehbuch-Dreamteam Phil Lord und Christopher Miller natürlich ganz genau.

So werden selbstironisch Produktpaletten vorgestellt, Sets mit Packungslayout präsentiert – und alles spricht und wirbt für die kleinen Bausteine. Natürlich gibt es den ganzen Merchandise zum Film bereits jetzt schon in den LEGO-Stores zu kaufen, von dem kleinen Emmet-Schlüsselanhänger über Sets mit Wyldstyle und Vitruvius bis hin zu großen Baukästen mit der gesamten Crew. „The LEGO Movie“ sorgt bereits im Film dafür, dass sich auch das Zubehör dazu gut verkauft.

3D-Reise durch die Popkultur

So tun sich die Macher natürlich einen Gefallen und achten darauf, dass der Film mit seinen ganzen popkulturellen Verweisen nicht nur erwachsenengerecht, sondern auch kindgerecht ist.

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Super abgedreht: der LEGO-Movie.
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Ein Film für die ganze Familie also. Während die älteren Zuschauer über „Hipster-Persiflagen“ á la „Ich mochte Emmet schon, bevor er cool war!“ lachen und sich über alle möglichen Cameo-Auftritte freuen, seien sie noch so kurz, lachen Kinder herzlich über Slapstick-Einlagen und die bunte LEGO-Welt mit ihren überaus gelungenen Animationen, die auch gerne versuchen, den Stop-Motion-Effekt von klassischen Lego-Filmchen zu imitieren.

Ein bisschen enttäuschend ist allerdings der 3D-Effekt, von dem hatten wir uns bei diesem kunterbunten Animations-Spektakel mehr erhofft. Anstatt dass kleine Steinchen durch den Kinosaal fliegen, wenn ein Gebäude eingerissen wird, bewegen sich diese nicht von der Leinwand.

Es gibt zwar einen ansehnlichen Tiefeneffekt, der die Figuren und Gebäude plastischer gestaltet, doch der Film bietet in dieser Hinsicht so viel mehr, was leider nicht genutzt wird. Vor allem die kleinen Zuschauer hätten sicherlich Spaß daran, wenn sich hier und da mal etwas durch den Saal bewegen würde.

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Mystiker Vitruvius (Morgan Freeman).
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Gelegenheiten dazu liefert der Film mit all seinen rasanten und toll inszenierten Actionszenen – in denen stets alles, aber auch wirklich alles!, explodiert - und seinen durchweg humoristischen Einlagen allemal. Aber vermutlich dachten sich die Macher, es würde schon genügen, wenn das Publikum vor Lachen vom Sitz kippt. Und das kann bei diesem absolut komischen Film schnell passieren, dazu braucht es nicht noch LEGO-Steine, die durch den Raum schießen.