Entgegen ersten Ankündigungen ist Sony Pictures' The Interview nun doch im Kino angelaufen. Allerdings nur in wenigen. Dafür kann man sich den Film per Video on Demand ansehen. Und dafür ist das erste "Startwochenendes" recht ordentlich verlaufen. Rund 18 Millionen konnte man einnehmen.

The Interview - The Interview spielt am ersten "Startwochenende" rund 15 Millionen Dollar per Video on Demand ein

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Ob The Interview ohne die Umstände auch soviel eingenommen hätte?
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Die meisten dürften sowieso schon damit gerechnet haben. Nachdem die Hackergruppe Guardians of Peace zunächst mit Terror drohte, sollte Seth Rogen und Evan Goldbergs The Interview in den Kinos anlaufen, konnte sich Sony Pictures doch noch dazu überreden lassen, den eigentlich schon abgesagten Kinostart am 25. Dezember einzuhalten. Allerdigs nicht mehr bundesweit, sondern nur in 300 ausgewählten Kinos. Darunter auch die unabhängige Kinokette Alamo Drafthouse, die schon zuvor nicht davor zurückschreckte, den Film zu zeigen. Zusätzlich bietet Sony Pictures The Interview auch über Video on Demand auf der eigenen Webseite, und über Xbox Video, Google Play, Youtube und demnächst auch über PSN an.

Und wie man bereits erwarten durfte, ließen die vorangegangenen Ereignisse das Interesse oder auch einfach nur das Trotzverhalten der Amerikaner gehörig in die Höhe schnellen, denn am ersten "Startwochenende" spielte The Interview allein über Video on Demand rund 15 Millionen Dollar ein. Über die Kinos kamen zusätzliche 2,85 Millionen Dollar zusammen, was insgesamt also ein Einspielerergebnis von knapp 18 Millionen Dollar ausmacht - ein guter Wert für einen derartigen Film, der unter diesen Umständen lief. Seth Rogen und Evan Goldberg begrüssten die Zuschauer in den Kinos sogar per Videobotschaft vor dem Film: "Wenn ihr das hier seht, seid ihr verdammt nochmal Helden Amerikas!"

Allerdings sagt das nichts über das eigentliche Potential des Films aus, da man davon ausgehen kann, dass sich tatsächlich viele den Film gleich am ersten Startwochenende nur angeschaut haben, weil sie die Nachrichten und Ereignisse rund um The Interview dazu verleiteten. Nicht auszuschließen wäre auch der Anteil utrapatriotischer Bürger, die rein aus Trotz den Film per Video on Demand orderten. Bereits für diese Woche wird mit einem massiven Rückgang gerechnet.

In The Interview suchen ein Moderator und sein Kollege nach dem großen Einschaltenquoten-Wurf, und werden fündig, als sie erfahren, dass der nordkoreanische Stabschef höchstpersönlich ein Fan ihrer Sendung ist. Als sie das Angebot bekommen, ein Interview mit ihm zu führen, schaltet sich das CIA ein, das die Chance sieht, den Machthaber durch einen Attentat aus dem Weg zu räumen.

In Deutschland sollte The Interview am 5. Februar 2015 starte. Ob der Termin noch immer gilt, bleibt abzuwarten. Möglich wäre auch ein reiner Bluray- / DVD-Start und ebenfalls Video on Demand.