Bereits im Dezember kündigten Aktivisten an, den umstrittenen Film The Interview nach Nordkorea via Ballons schmuggeln zu wollen.

The Interview - Polizei hindert Aktivist an Film-Schmuggel nach Nordkorea

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Schon seit Jahren setzen sich die Aktivisten dafür ein, DVDs, Radios und andere Dinge in Nordkorea einzuschleusen, um den Bewohnern des Landes die Außenwelt zu zeigen.

In den letzten Monaten hatte das mit The Interview auch funktioniert, seit Januar wurden der Film und Flugblätter tausendfach nach Nordkorea per Ballon ausgeliefert.

Pjöngjang hatte scharf vor der Entsendung von Kopien des Films gewarnt und mit militärischer Vergeltung gedroht. Normalerweise lässt die südkoreanische Regierung die Ballon-Aktionen zu, drängt die Aktivisten aber auch dazu, Nordkorea nicht zu sehr zu provozieren. Die Aktivisten wurden sogar von der Polizei begleitet, ohne dass diese einschritt.

Nun hinderte die südkoreanische Polizei einen der Aktivisten daran, tausende Kopien von The Interview nach Nordkorea zu bringen. Offenbar ist es Südkorea zu heikel geworden. "Feigheit" warf der Aktivist der Polizei vor, die inzwischen vor den Drohungen aus Nordkorea kapituliere.

Letztes Jahr kam es an der Grenze zu einem Schusswechsel, nachdem nordkoreanische Soldaten mehrere Ballons versuchten abzuschießen.

Das Anschauen der geschmuggelten Filme und auch Serien wird als staatsfeindlicher Akt gesehen und kann mit der Todesstrafe geahndet werden. Das wissen auch die Bewohner - allerdings ist ein großer Durst an Wissen und Informationen aus der "Außenwelt" vorhanden. Nordkoreaner sollen laut Aktivisten ihr Leben riskieren, nur um Filme aus Hollywood schauen zu können.