Die Organisation Fighters for a Free North Korea will den umstrittenen Film The Interview nach Nordkorea mit Ballons einfliegen, wie The Hollywood Reporter berichtet.

The Interview - Aktivisten wollen umstrittenen Film mit Ballons nach Nordkorea bringen

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Mit Ballons soll The Interview nach Nordkorea gebracht werden.
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The Interview sorgt derzeit für großes Aufsehen und auch Aufregung, geht es darin doch um die Tötung von Nordkoreas Diktator Kim Jong Un. Das war angeblich auch der Grund, warum es zu dem großen Sony-Hack kam. Inzwischen sagte Sony sogar den Filmstart in Nordamerika auf unbestimmte Zeit ab, nachdem es zu Drohungen kam.

Fighters for a Free North Korea setzt bereits seit Jahren Ballons ein, um DVDs, Radios und andere Dinge in Nordkorea einzuschleusen. Allerdings nicht um die Bewohner des Landes zu unterhalten, sondern um ihnen die Außenwelt zu zeigen.

Thor Halvorssen von der Human Rights Foundation, der die Organisation von New York aus finanziell unterstützt, will The Interview so schnell wie möglich über die Grenze bringen. Der nächste Schub an Ballons soll im Januar losgeschickt werden, doch zu dieser Zeit wird der Film sehr wahrscheinlich noch nicht via DVD verfügbar sein. Vor allem, weil der US-Kinostart erst einmal abgesagt wurde.

Halvorssen zufolge wurden bei den letzten Ballon-Flügen etwa TV-Serien wie Braveheart, Battlestar Galactica und Desperate Housewives mitgeschickt. Ebenso sei alles rund um Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallon beliebt.

Das Anschauen dieser Filme bzw. Serien wird laut Halvorssen als staatsfeindlicher Akt gesehen und kann mit der Todesstrafe geahndet werden. Die Bewohner des Landes würden das auch wissen. Dennoch sei ein großer Durst an Wissen und Informationen aus der "Außenwelt" vorhanden. Nordkoreaner würden ihr Leben riskieren, nur um Filme aus Hollywood schauen zu können.