Regisseur Quentin Tarantino bereut inzwischen die Klage gegen Gawker, nachdem dort im vergangenen Jahr das Drehbuch zu seinem Western The Hateful Eight veröffentlicht bzw. verlinkt wurde.

Das Ganze machte große Schlagzeilen, zumal Tarantino das Projekt einstellte und voller Wut war – verständlich. Dann aber kam die Wende: er ließ das Stück auf einer Bühne vorführen, schrieb das Drehbuch um und bringt den Film dieses Jahr ins Kino.

Gegenüber Entertainment Weekly erklärte er, dass die Klage gegen Gawker ein Fehler war und er dies bereut. Denn dieser Schritt habe vom eigentlichen Problem abgelenkt: Drehbücher würden in Hollywood einfach zu schnell weitergegeben.

Damals zeigte er nur sechs Leuten das Drehbuch, darunter den Schauspielern Tim Roth, Michael Madsen und Bruce Dern, die in seinem Film mitspielen. Tarantino zufolge sei es in Hollywood so, dass Schauspieler die Drehbücher an ihre Agenten weiterreichen. Im Fall von The Hateful Eight seien aber wohl weitere Agenten involviert gewesen, die das Skript in die Hände bekamen bzw. an die das Drehbuch weitergereicht wurde.

Tarantino sprach mit den Agenten über dieses Problem und soll dies aus der Welt geschafft haben. Zudem mache er den Fans keinen Vorwurf, die sich das Drehbuch über die Webseite heruntergeladen haben. Denn er habe Verständnis dafür, wenn die Fans alles über einen Film erfahren möchten.

Er selbst sei auch neugierig. So habe er damals, als Brian de Palma den Kultfilm Scarface drehte, ebenso versucht, noch vor dessen Veröffentlichung an Details und Bilder vom Set zu gelangen.