Die Produktionen von Luc Besson laufen allesamt nach einem ähnlichen Schema ab. Eine Besonderheit ist, wenn man so will, dass er häufig einen Schauspieler verpflichtet, den man normalerweise nicht in einem Actionfilm verorten würde. So wurde Liam Neeson im fortgeschrittenen Alter mit „96 Hours“ noch zum Actionstar und greift auch heute noch filmisch gerne zur Waffe.

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Für „The Gunman“, eine Adaption des Romans von Jean-Patrick Manchette, hat Besson nun einen anderen Schauspieler gefunden, den man gemeinhin mit Charakterrollen in Verbindung bringt: Sean Penn.

The Gunman - Für Sean Penn sind es mehr als 96 Stunden…

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Der Film läuft bei uns am 30.04.2015 an.
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Der Oscar-Preisträger darf sich damit in einer Rolle versuchen, die letzten Endes deutlich unter seinen Möglichkeiten liegt, aber immerhin: Sein Gunman hat auch ein paar gesundheitliche Probleme. Anders als Liam Neesons Figur in „96 Hours“ ist Penn als Terrier in „The Gunman“ damit nicht der unbezwingbare Kämpfer, dem nichts zu schaffen macht.

Ein Mörder auf der Flucht

Vor mehreren Jahren: Terrier arbeitet im Kongo für eine Sicherheitsfirma, die darauf spezialisiert ist, Entwicklungshelfer zu schützen. Aber die Firma fährt zweigleisig und führt auch Auftragsmorde aus. Nun soll ein Team den Bergbauminister des Landes ausschalten, da dessen neue Pläne den wirtschaftlichen Interessen eines Konzerns im Weg stehen. Terrier gibt den tödlichen Schuss ab und muss darauf hin das Land verlassen. Damit lässt er auch Annie, die er liebt, zurück.

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Sean Penns Figur ist alles andere als unbesiegbar.
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Jahre später ist Terrier wieder im Kongo, diesmal selbst als Entwicklungshelfer, als einige Männer versuchen, ihn zu töten. Er verlässt das Land, geht nach London und findet heraus, dass einige andere Mitglieder des Teams, das damals für den Mord an dem Bergbauminister verantwortlich war, getötet wurden. Mit Hilfe einiger Freunde setzt Terrier nun alles daran, herauszufinden, wer ihm ans Leder will. Die Spur führt ihn nach Spanien, wo Annie mit seinem alten Rivalen Felix (Javier Bardem) lebt…

Altbekannte Geschichte

Den Besson-Produktionen ist zumeist auch gemein, dass sie in Sachen Geschichte nicht gerade vor Originalität sprühen. Das gilt auch für „The Gunman“, der einen ungemein ausgelutschten und altbekannten Plot ohne jedweden Versuch der Modernisierung oder Variation abspielt.

Alles wie gehabt. Aber das kann ja auch gefällig sein, wenn man Action der Marke Luc Besson mag.Fazit lesen

Das heißt: Überraschungen gibt es bei „The Gunman“ nicht. Der Action-Film verläuft genauso, wie man das gemeinhin erwartet. Wenn überhaupt, dann kann man dem Werk zugutehalten, dass die Hauptfigur als Mann mit Gewissensbissen, aber auch mit körperlichen Problemen gezeichnet wird. Das gibt Penn die Gelegenheit, Terrier etwas dreidimensionaler anzulegen, als es die Vorlage eigentlich hergeben würde.

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Was führt Annie (Jasmine Trinca) im Schilde?
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Was man ihm gar nicht zugetraut hätte: Penn macht sich in Action sehr gut. Er ist agil, er ist schnell, er ist hart und – das ist eine der Stärken der Art, wie Besson die Filme besetzt – er wirkt glaubwürdig. Seine Figur ist kein unbesiegbarer Einzelkämpfer.

Gut besetzter B-Film

Im Grunde ist eine Geschichte wie die hier gebotene nur noch das, was man in einem B-Film, der direkt für den Heimkinomarkt produziert wurde, bieten könnte. Aber mit einem höheren Budget, ein paar schönen, teils auch exotischen Locations und einer Riege namhafter Akteure sieht ein Streifen wie „The Gunman“ dann eben doch nach etwas mehr aus.

Das liegt an Penn, aber auch an Javier Bardem und Ray Winstone sowie Idris Elba, der allerdings nur wenige, recht substanzlose Szenen absolviert. Hier finden sich durch die Bank exzellente Schauspieler ein, die dazu beitragen, „The Gunman“ eine Form von Gravitas zu verleihen, die mit irgendwelchen B-Nasen einfach nicht möglich gewesen wäre.

The Gunman - Bilder aus dem Thriller mit Sean Penn

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