„The Good, The Bad, The Weird“: Komischer Titel, oder? Erinnert dramatisch an „Zwei glorreiche Halunken“ und kommt auch noch aus Korea, wo er letztes Jahr mit weitem Abstand die Nummer 1 der Box Office Charts war.

Der Grund dafür? „The Good, The Bad, The Weird“ ist eine absolute Granate und knallt dem platten Zuschauer zwei Stunden kinetisches Adrenalin um die Birne. Jenseits aller Horrormeldungen über endlose Nachdrehs hebt dieser Film schon nach den ersten Sekunden ab und fegt so rasend schnell über die Leinwand, daß man regelmäßigen Szenenapplaus kaum vermeiden kann.

Regisseur Kim Jee-Won, bekannt z.B. durch „A Tale Of Two Sisters“ oder „A Bittersweet Life“, hievt die in letzter Zeit arg siechende koreanische Filmindustrie praktisch im Alleingang aus ihrem langweiligen Mainstream-Schlaf und gibt ihr die filmische Wildheit zurück, die sie vor einigen Jahren noch so ausgiebig demonstriert hat. „The Good, The Bad, The Weird“ rockt wie die Hölle, aber ja doch!

In den Hauptrollen spielen Jung Woo-Sung („The Restless“), Lee Byung-Hun (A Bittersweet Life“) und Song Kang-Ho („The Host“). Sie alle sind Banditen, die in der Mandschurei Jagd auf eine geheimnisvolle Schatzkarte machen und die eher dünne Geschichte mit einer Fülle wirklich atemberaubender Actionszenen pulverisieren. Checkt mal den Trailer…und übertragt dann diese Energie auf 120 Minuten!

Die deutschen Rechte liegen bei Splendid, die dieses Jahr bitteschön zumindest einen kleinen Kinostart hinbekommen müssen. „The Good, The Bad, The Weird“ gehört auf die große Leinwand, dann kann die filmische Party mal so richtig abgehen!