The Expendables 3 war ein riesiger Flop. Trotz oder gerade wegen der PG-13-Einstufung. In einem Interview gab nun selbst Hauptdarsteller und Produzent Sylvester Stallone zu, dass es eine schreckliche Fehleinschätzung war, den Film auf PG-13 zu trimmen. Die Konsequenz: The Expendables 4 wird wieder Rated R, also FSK: 18.

The Expendables 3 - Sylvester Stallone: PG-13 war eine schreckliche Fehleinschätzung

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuThe Expendables 3
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 37/381/38
Der Director's Cut von The Expendables 3 ist dafür wieder ohne Jugendfreigabe
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Zum Anlass der Bluray- und DVD-Veröffentlichung von The Expendables 3 sprach Hauptdarsteller und Produzent Sylvester Stallone in einem Email-Interview über die Expendables-Trilogie und ganz speziell auch über die PG-13-Einstufung von The Expendables 3.

Für Stallone steht die Kameradschaft in der Expendables-Trilogie im Vordergrund. Es geht darum, dass man sich in Zeiten der Not, aber auch guten Zeiten immer auf den Mann neben sich, auf den Kameraden verlassen kann. Niemand sei allein auf der Welt. ACHTUNG SPOILER für The Expendables 2: Dass gerade in dieser actionlastigen Trilogie bislang nur ein einziger Expendable (bewusst auf der Leinwand) getötet wurde, liege daran, dass Stallone persönlich der Meinung ist, dass sich das Publikum mit den Charakteren identifiziert, und ein Ableben einer beliebten Figur das Publikum verstören könne. SPOILER ENDE. Doch Stallone deutet daraufhin an, dass sich diese Unverwundbarkeit der Expenables schon in The Expendables 4 ändern könne.

Auch über die neuen Darsteller Wesley Snipes, Mel Gibson und Antonio Banderas sprach Stallone. Banderas, mit dem Stallone bereits 1995 in Assassins - Die Killer vor der Kamera stand, durfte sich in The Expendables 3 so richtig austoben, denn Stallone wusste, wozu Banderas in der Lage ist, weswegen er im nur mitteilte, "Sei du selbst und tu so, als seist du ein Söldner." Mel Gibson dagegen hätte eigentlich als Regisseur an Bord kommen sollen, aber nach monatelangen Gesprächen kristallisierte sich heraus, dass es nichts mit der Regie werden würde. Doch Gibson hatte Lust darauf, als Bösewicht dabei zu sein, weswegen sich Stallone diese Chance nicht nehmen ließ. Mit Snipes' Charakter Doc wollte Stallone noch einmal verdeutlichen, dass es die Expenables schon lange gibt, und dass sie nicht immer in der Besetzung, die das Publikum kennt, operiert haben. Das wird in The Expendables 3 sowieso klar, aber dass Snipes Charakter Doc zugleich erst aus dem Gefängnis befreit werden muss, war für ihn eine interessante Fusion seines echten Lebens und der Leinwand. Snipes saß von 2010 bis 2013 wegen Steuerbetrugs in Pennsylvania im Bundesgefängnis McKean.

The Expendables 4 dürfte aufgrund des Flops von The Expendables 3 zwar in weite Ferne rücken, wenn überhaupt noch eine Fortsetzung geplant ist, aber wenn, dann will Stallone zurück zu den blutigen Wurzeln der Reihe. Auf die Frage, ob zukünftige Expendables-Filme von Anfang an wieder in Richtung R-Rating konzipiert werden, antwortet Stallone entschieden mit Ja. "Ich bin mir sicher, dass wir uns alle schrecklich verrechnet haben, in unserem Versuch, ein breiteres Publikum zu erreichen, und dabei die Gewalt geschmälert haben, die das Publikum aber erwartet. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht noch einmal passieren wird."