In den 1980er Jahren war „The Equalizer“ eine Fernsehserie mit dem alten, distinguierten Edward Woodward in der Hauptrolle. Er war ein Ex-CIA-Agent, der seine Fähigkeiten einsetzt, um Menschen in Not zu helfen. Der neue Equalizer ist ein gänzlich anderes Biest. Er hilft auch noch, aber er hat ungleich mehr Fertigkeiten, die er auch einzusetzen bereit ist. Denzel Washington ist der Equalizer, ein Mann, auf den selbst der Punisher neidisch wäre!

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Robert McCall (Denzel Washington) lebt ein ruhiges, zurückgezogenes Leben. Aber das war nicht immer so. Seine Vergangenheit bleibt mysteriös, aber er hat sich Fertigkeiten zugelegt, die ihn zum Besten in dem machen, was er tut. Er hat Dinge getan, auf die er nicht stolz ist, doch seine Fertigkeiten helfen ihm nun. Denn als er die junge Prostituierte Alina (Chloe Grace Moretz) kennen lernt und erleben muss, dass sie von russischen Zuhältern krankenhausreif geprügelt wird, kommen sie ihm gelegen.

The Equalizer - Denzel Washington is a Man on Fire

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Der Film erscheint bei uns am 09.10.2014 in den Kinos.
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McCall sucht die Zuhälter auf und bietet an, das Mädchen freizukaufen. Die Männer gehen nicht auf sein Angebot ein. Ein schwerwiegender Fehler, der in ihrem Tod mündet. Doch damit hat sich McCall den Groll der russischen Mafia zugezogen. Aber: Die Russen haben keine Ahnung, mit wem sie es überhaupt zu tun haben!

Knallhart

Robert McCall ist ein beinharter Typ, jemand, der seiner toten Liebsten versprochen hat, nie wieder zu dem Mann zu werden, der er früher war, der dieses Versprechen aber nun brechen muss. Er ist ein anständiger Mann, aber auch jemand, der mordsgefährlich ist. Man fühlt sich an Liam Neesons Figur in „96 Hours – Taken“ erinnert, nur dass McCall noch weit effektiver ist.

Da die Backstory der Figur nur halbwegs angerissen wird und eine tiefere Charakterisierung unterbleibt, hat Denzel Washington eigene Ideen eingebracht. McCalls OCD ist ein netter Aspekt in diesem Film. Die Störung hilft ihm sogar, noch effektiver zu sein.

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Denzel Washington ist McCall.
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Emotionslos

Wenn man dem Film eine Schwäche ankreiden will, dann die, dass er erstaunlich emotionslos daherkommt. McCall ist eine Kampfmaschine, dessen Gesicht nur selten eine Regung zeigt. Auch die übrigen Figuren laden nicht unbedingt zur Identifikation ein. Ein bisschen Menschlichkeit wird nur durch die Nebenfiguren erzeugt, die aus McCalls direktem Umfeld sind. Das reicht geradeso, ein bisschen mehr hätte es aber ruhig sein dürfen.

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Ein wenig problematisch ist, dass man nie das Gefühl hat, dass McCall irgendeine Gefahr droht. Er ist so extrem gut, dass er noch nicht mal ins Schwitzen gerät. Dementsprechend macht man sich um die Hauptfigur keine Sorgen, es ist eher so, dass man einem absolut überlegenen Kämpfer zusieht, wie er ganz schwache Gegner ausschaltet. Das ist cool gestaltet, so wie man das von Antoine Fuqua erwarten kann. Die extremen Nahaufnahmen auf McCalls Auge, kurz bevor eine Szene richtig explodiert, sind eine hübsche Idee.

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Generell sieht Washington in Action sehr gut aus. Sein Alter – mittlerweile ist er 60 Jahre alt – sieht man ihm nicht an.

Nicht der Equalizer von einst

Der McCall dieses Films hat mit dem der alten Fernsehserie kaum etwas gemein, noch nicht einmal der Kleidungsstil eint sie. Tatsächlich ist dieser McCall mehr ein Bruder im Geiste von Jason Bourne. Die Action ist auch entsprechend inszeniert, wobei Fuqua es aber versteht, sie nicht in stakkatoartigem Schnitt und wildem Kameragefuchtel ertrinken zu lassen. Hier kann man immer nachvollziehen, wie sich eine Kampfsequenz entwickelt.