„Ein Meisterwerk: kein Superheldenfilm, sondern ein Kriegsfilm!“, jubelte Peter nach der Pressevorführung (siehe seine The Dark Knight Rises Filmkritik). „Eine Enttäuschung: kein Kriegsfilm, sondern eine Kneipenprügelei“, spottete Matthias. Seitdem herrscht auch in den gamona-Büros Kriegszustand –eine hitzige Diskussion über den Abschluss von Nolans Batman-Trilogie ist entbrannt. Meisterwerk oder Enttäuschung?
Bildet euch eure eigene Meinung – und diskutiert mit in den Kommentaren! Für alle, die den Film noch sehen wollen: Wir haben uns sehr bemüht, den Artikel möglichst spoilerfrei zu halten, zumindest Andeutungen aber nicht immer vermeiden können.
Pro und Contra: Die Redaktion im Streitgespräch
Matthias: Zunächst einmal: Ich halte The Dark Knight Rises beileibe nicht für einen schlechten Film. Wenn ich ein Auge zudrücke, würde ich mich sogar dazu hinreißen lassen, ihn als „gut“ zu bezeichnen, auf jeden Fall ist er sehenswert, ein Muss, wenn man die Vorgänger mochte. Aber im Gegensatz zu dir sehe ich darin kein Meisterwerk, das auch nur ansatzweise mit der Qualität von The Dark Knight mithalten kann.
Peter: Dann lass mich dich überzeugen. Was ich mit „Kein Superheldenfilm, sondern Kriegsfilm“ meine, ist, dass Christopher Nolan hier weit mehr abliefert als „nur“ exzellent inszeniertes Comic-Actionkino. Wie schon der Vorgänger ist The Dark Knight Rises unterfüttert mit etlichen intelligent versponnenen Bezügen zu aktuell brisanten Themen.
Die Revolution, ja, der „Bürgerkrieg“, den Bösewicht Bane hier vom Zaun bricht, ist beispielsweise eine äußerst clevere Kritik an den Ursachen der Bankenkrise und der auseinanderdriftenden Schere zwischen Arm und Reich. Gewissermaßen kann man Bane und sein Gefolge als Nolans überspitzte Interpretation der Occupy-Bewegung sehen. Das wird zum Beispiel deutlich in der Szene, als Bane das Gotham-Pendant der Wall Street besetzt, ihm ein Banker sagt: „Dies ist eine Börse – hier gibt es kein Geld, das Sie stehlen könnten“, und er antwortet: „Und was machen Sie dann hier?“
Mehr als Kintopp: The Dark Knight Rises übt Kritik an der Bankenkrise und zieht Parallelen zur Occupy-Bewegung.Matthias: Da gebe ich dir recht. Das war auch im Vorgänger schon sehr clever und subtil gelöst, der ja auch der Frage nachgeht, wie Menschen im Angesicht der blanken Terrorangst reagieren, wie überhaupt der Terror bekämpft werden kann und ob man dabei nicht die Werte, für die man eigentlich steht, aufgibt oder gar das Böse erst heraufbeschwört. „Rises“ denkt das aber nicht konsequent zu Ende, weil Nolan plötzlich zu viel will: Unter die Kritik an der Bankenkrise mischt sich dann noch ein Kommentar zur Energiewende, und sogar das Weltpolizeigebaren der USA in Afghanistan und dem Irak wird noch am Rande gestreift, ohne dem einen wirklichen Sinn zu geben.
Vor allem in der zweiten Hälfte verliert Nolan das dann völlig aus den Augen: Bane wird hier nicht als moderner Occupy-Robin-Hood dargestellt, der den Umsturz zwischen Arm und Reich herbeiführen möchte, sondern seine Motivation proletenhaft mit einem immerwährenden „Ich möchte Gotham zerstören!“ erklärt. Und warum? Nun, die Auflösung, die ich an dieser Stelle nicht verraten möchte, ist dann doch wieder ganz primitiver Comic-Superhelden-Zirkus - und nicht mehr Gesellschaftskritik oder Kriegsfilm.
Diesmal muss Batman in den Krieg ziehen.Peter: „Kriegsfilm“ ist The Dark Knight Rises aber ja auch allein schon ganz bildlich. Ein großer Teil der Handlung spielt in einem vom Rest der USA abgeschotteten Gotham, das als Niemandsland bürgerkriegsähnliche Zustände erlebt. Und dann dieses riesige Finale, in dem sich zwei Armeen gegenüberstehen: Bane mit seiner Gesellschaft der Schatten auf der einen, Batman mit Gothams Polizisten auf der anderen Seite. Das ist allein schon großes Kino, wie es emotionaler und mitreißender nicht sein kann.


























Eingangssequenz war super, danach folgte ein zusammen gequetschte, langweilige minderwertige und schmalzige Story.
Gequetscht in dem Sinne, dass viele Sequenzen geschnitten wirken um möglichst auf eine kürzere Spieldauer zu kommen. Batman wird von Bane verprügelt und wacht plötzlich irgendwo auf, neben zwei Russen? Warum tötet Bane Batman nicht?
Dabei verlieren sich die unzähligen Charaktere in der Bedeutungslosigkeit.
Schnell abgehandelt, ab zum nächsten. Die Fäden werde gezogen aber wirkliche nachvollziehbare Beziehungen, die die ersten beiden Batman Nolan Filme ausmachten gibt es nicht.
In der Mitte taucht Batman kaum noch auf und ich hatte das Gefühl einen Thriller mit Jason Bourne oder Mission Impossible zu sehen. Es gibt keine tollen Batman Gadgets, keine beeindruckenden Kampfsequenzen.
Eine Überraschung zum Ende ist kaum wichtig für die Handlung, die mit einer Atombombenexplosion(Wer ist auf die Idee gekommen, ich hab mich fremdgeschämt) und schmalzigen Weisheiten endet.
Mir missfällt Nolans ständiger wechsel vom Design Gothams City.
In den ersten Teilen war es Chicago und nun sieht man die New Yorker Skyline.
Die Musikuntermalung die in TDK noch passend eingesetzt wurde, läuft nun immer immer wieder gleich, alle 10 minuten kündigt sich ein Finale an.
Für mich war es ein Kriegsfilm der nicht in den Rahmen "Batman" passt.
Was soll Ich sagen war nach der Vorstellung ziemlich enttäuscht gewesen...Um ehrlich zu sein kam er an den Vorgängern gar nicht heran und war für mich der schlechteste Film der Trilogie.Wenn es nach mir geht 5/10
War zwar am Anfang gut aber in der Mitte des Films ziemlich enttäuscht,hätten noch einen Film davor bringen sollen der sich nochmal mit der Thematik der einzelnen Charaktere befasst,auch mit anderen Bösewichte die in Nolans Universum gepasst hätten. Wie z.B (Strange,Riddler oder Pinguin).
Fand es zum Beispiel echt amüsant als Batman gebrochen wurde und ihn außerhalb Gotham City gebracht wurde und ihn dank Seil wieder laufen konnte.
Fand Ich persönlich physikalisch nicht machbar :-) auch andere Fragen
-wie konnte Batman in kurzer Zeit so stark werden,das Er es problemlos mit Bane Körperlich aufnehmen konnte?.
-Wieso wird Robin erwähnt? Nolan sagte immer es gibt keinen in seiner Trilogie
-Warum entlüftet Er seine Identität zum Schluss?
-Wenn Bruce Wayne/Batman nicht tot ist warum verschenkt er sein ganzes Erbe+ Haus an einen Waisenhaus und taucht woanders unter?
-ein neuer Batman wie soll es gehen wenn er noch nicht mal von jemand trainiert wurde?
Ganz ehrlich,was anfangs ziemlich spannend war hat sich für mich als Flop dargestellt...
Hoffe bei den nächsten Filmen wird es anders und noch düsterer wie bei Batmans Rückkehr von 1992 wo gezeigt wird wie wurden sie zu dem gemacht was sie sind und warum sie es machen.
Genau das ist der Kern im ganzen Film.
Ab einer bestimmten Stelle sagt der Comickenner:"Halt mal..." wärend jemand ohne die Comics zu kennen nichts davon mitkriegt zu dem Zeitpunkt.
Und so geht die Erfahrung im Film schon weit auseinander.
Leider wirkt der Film am Ende zu sehr konstruiert, wenn alle Stränge unbedingt
zusammen laufen müssen. Komme was wolle.
Auch die Lösung für Batmans Nachfolge ist super gelöst.
So nun zu den Schwächen: ( oder viel mehr fragen?):
Wie zum Teufel hat Bane Batman ( ich zitiere) "in diesen sehr alten teil der Welt" gebracht ^^? Und noch viel spannender wie kam Bruce Wayne zurück? Ich meine wenn dieser "alte Teil der Welt" nicht in der beschaulichen Vorstadt von Gothams liegt seh ich da Schwarz für unseren abgebrannten Ex-Millionäre. Aber Okay! Auch interessant ist warum Fox die neuen Thumbler alles aus Pappe gebaut hat der Tronsporter aber meine Güte unzerstörbar ist noch unter trieben? Aber wenn man bedenkt wie billig die Explosion der Autobarieren ausgesehen hat war kein Geld mehr da um die Kutsche zu verbeulen. Ach wieso musste Bane in die Börse einrechen wenn er auch Wireless Bruce Wayne seine Kohle abnehmen kann?
Nun zur Story:
Es ist zu viel: Dazu eine kurze zusammen Stellung der Handlungsstränge und Aspekte.
1. Batmans Comeback
2. Batmans Ruhestand
3. Alfreds Seelnruhe
4. Wissenschafts Moral ( wer hätte gedacht das man einen Fusions-Reaktor als Waffe verwenden kann...... Ist auch sinnvoll denn dann unter ner Großstadt zu lagern.)
5. Ökoterrorismus
6. Wirtschatskritik
7. Alltagshelden (die zuviel Herr der Ringe geguckt haben warum prügeln die sich bitte)
8. Verrat und Vertrauen
Ehmm okay ich hab bestimmt verdammt viel vergessen trotz Überlänge kann er keinen der angeschnittenen Aspekte wirklich aus arbeiten so wirkt alle wie eine Aufzählung.
Hinzu kommt die Eindimensionalität der Charaktere die man aber einer Comic Verfilmung nicht zu lasten legen kann auch wenn der Batman in der Comic Vorlage mehr tiefe hat.
An sich ist es keine schlechter Film. Aber im Kontrast zu den genialen
Vorgängern war der Film eine herbe Enttäuschung.
Alles in Allem ein einfach wahnsinnig toller Film.
Also die Szene mit dem "So fühlt sich das also an" fand ich genial. Wir haben gut gelacht im Kino und der Lacher war auch zur Lockerung nötig, weil der Film gerade in der ersten Hälfte furchtbar negativ ist und so ziemlich alles, was man aus den vorherigen Filmen kannte, zu Bruch gehen lässt. Ich fand die erste Hälfte von TDKR ziemlich gut, gerade weil mir der Zusammenbruch aller bekannten Werte gegen den Strich ging. Ich hasste Bane für das, was er tat. Die Stimmung baute sich ähnlich auf, wie in den Vorgängern, und es roch geradezu nach großem tragischem Finale. Die Rolle von Catwoman fand ich allgemein sehr gut, eben WEIL sie nicht wirklich ein Hauptcharakter ist, sondern weil sie sich in die Gesellschaft Gothams einfügt. Sie ist nur stellvertretend für eine ganze Gesellschaftsschicht - im Grunde guten Herzens, aber man nimmt halt, was man kriegen kann. Ich hätte es als übertrieben empfunden, wenn sie in den Vordergrund gerückt wäre.
Die zweite Hälfte des Films baut aber sehr schnell ab. Das Gefängnis--> total unnötig, weil zu schnell abgehandelt, um wirklich wichtig oder spannend zu sein, kein plottreibender Punkt abseits des Fakts, dass Batman eben nicht in Gotham ist, um die Bevölkerung zu verteidigen, und obendrein schon a biserl kitschig das Ganze.
-----------*Achtung Heavy Spoiler *--------
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Naja, und das Ende....hmmm hmmm, schwer zu akzeptieren. Der Film traut sich weder richtig konsequent zu sein und Bruce Wayne abkratzen zu lassen, noch traut er sich, ihm eine Erlösung zu schenken, die man in seiner Rolle nachvollziehen kann. Das Ende ist eher Alfreds Wunschende als das von Bruce, und es schmeckt halt ein wenig fad. Die "Robin"-Einflechtung fand ich hingegen toll, weil sie sich völlig unbemerkt einschleicht und erst zum Schluss richtig rauskommt.
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/ Spoiler-------------------------------------------
Schlussendlich habe ich das Kino mit einem unbefriedigten Gefühl verlassen. Es ist ein Ende, aber keines, das die Mühen der Vorgängerfilme wert scheint. Generell fühlt sich der Film wenig nach Batman an, nicht nur weil das Kostüm nur für 20 Minuten rausgekramt wird, sondern weil Batman nur ein Schatten seiner selbst ist. Er steht am Ende für nichts, weil er nichts hat, wofür er selbst kämpft, und nicht einmal seine eigene moralische Einstellung spiegelt sich irgendwo in seiner Heldenhaftigkeit wider. Da führe ich nochmals das Gefängnis an, das in dieser Hinsicht viel bessere Motivationen hätte liefern können.
Meine Wertung: 6 von 10 Punkten
Der Dritte Teil wurde einfach noch abgehobener. Es war ein guter Film, aber es ist definitiv der schlechteste der Reihe. Ich hätte mir etwas mehr Ernsthaftigkeit und Bodenständigkeit gewünscht. Über Monate eine ganze Metropole als Geisel halten... also bitte... das ist zu übertrieben.
In der Hinsicht stimme ich Matthias zu, dennoch hat mich doch eine Figur in diesem Film überrascht: Blake! Dessen Ende wirklich gut aufgelöst worden ist und uns darüberhinaus einen Ausblick auf die Zukunft gibt.
Ich finde, dass gerade dieser Charakter in den Vordergrund des Geschehens gerückt ist, was natürlich nicht verkehrt ist, jedoch bei einem Batman-Film verwunderlich ;)
looool Wie Geil.
Für mich war genau da die Comic-Kenntnis der erste Minuspunkt ohne den Film gesehen zu haben. Dieser Bane.
Also schaue ich den Film doch lieber mit "hat mit den Comics nur die Rahmengeschichte gemein" und schon kann er mich begeistern.
Bitte bitte bitte bitte benutze NIE solche Argumentationen. Ich kann noch keine Meinung zum Thema entwickeln, weil ich den Film erst in ner Woche sehen darf. Aber diese Argumentationsweise lässt dich in einem sehr schlechten Licht erscheinen...