Peter OsteriedDie Stärke von Nolans Batman-Filmen war schon immer, dass sie in der Realität verankert sind. Es gibt natürlich technische Spielereien wie den Tumbler oder im neuen Film das Fluggerät „The Bat“, aber selbst diese wirken noch authentisch und erscheinen wie militärisches Material. Selbiges gilt für Batmans Uniform, die schon eher einer Rüstung gleicht.
„The Dark Knight Rises“ ist nicht nur oberflächlich ein authentisch anmutender Film. Er ist es auch in seiner Erzählung, denn im Grunde ist dies kein Superheldenfilm. Vielmehr ist er ein Kriegsfilm, spielt ein großer Teil der Handlung doch in einem vom Rest der USA abgeschotteten Gotham, das als Niemandsland bürgerkriegsähnliche Zustände erlebt.
Dem trägt auch das enorm große Finale Rechnung, in dem sich zwei Armeen gegenüberstehen. Bane mit seiner Gesellschaft der Schatten auf der einen, Batman mit Gothams Polizisten auf der anderen Seite. Das gipfelt in einem etwa halbstündigen Endgame, das immer rasanter und emotional mitreißender wird – bis zum Schluss, der Endpunkt und Neubeginn zugleich ist.
Fans, die einfach sehen wollen, wie Kostümierte draufhauen, sind hier vielleicht falsch bedient. Denn Batman taucht nur in drei Sequenzen auf, darunter das lange Finale. „The Dark Knight Rises“ ist mehr Bruce Waynes denn Batmans Film. Eine interessante Entwicklung, mit der Nolan umkehrt, was in den Comics in der Regel propagiert wird: dass eigentlich Bruce Wayne die Maske ist.
Spielt ein doppeltes Spiel: Anne Hathaway als Catwoman.Allerdings erlaubt er sich eine Szene, in der eben dieser Blickwinkel ausgeleuchtet wird. Im Kontext funktioniert sie nicht ganz, aber sie ist ein Schlüsselmoment, in dem Joseph Gordon-Levitt als Polizist John Blake den zurückgezogen lebenden Bruce Wayne aufsucht.
„The Dark Knight Rises“ ist nicht voll und ganz perfekt. Ein paar Momente halten dem hohen Standard des übrigen Films nicht stand, so z.B. jener, als der Wirtschaftsmagnat Bane ein letztes Mal herumkommandiert hat und vor seinem Tod noch die sehr Comic-hafte Frage „Was bist Du?“ absondert.
In Bane hat Batman einen ebenbürtigen, vielleicht sogar überlegenen Gegner.Mitunter muss man sich auch Fragen, wieso Figuren wissen, was sie wissen und wie es dazu gekommen ist, aber das sind Kleinigkeiten in einem ansonsten sehr dichten Film, der mehr als zweieinhalb Stunden Laufzeit wie im Flug vergehen lässt.
Regie: Christopher NolanGenre: Comicverfilmung, ActionFilmstart:
Man of SteelKinostart: 20. Juni 2013 Filmkritik lesen
World War ZKinostart: 27. Juni 2013 Filmkritik lesen
Die Monster AG 2: Die Monster Uni Kinostart: 20. Juni 2013 Filmkritik lesen
Resident Evil: Revelations
Mit der derzeitigen und auch weiteren Benutzung dieser Seite stimmen Sie unseren Nutzungsbestimmungen zu.
Copyright 2003-2013, Webguidez Entertainment GmbH
Impressum | Team | Jobs | Netzwerk | Get Hosted | FAQ | Kontakt
gamona Server und Datenbanken werden professionell gewartet von der Comtrance GmbH