Man könnte „Best Exotic Marigold Hotel“ als einen Rentnerfilm abtun. Immerhin bringen es die sieben Hauptdarsteller zusammen auf mehr als 470 gelebte Jahre. Aber es wäre zu einfach gegriffen zu glauben, dass der Film für ein altes Publikum konzipiert und gemacht wurde. Er wird es sicherlich auch ansprechen, ist aber so universell gestaltet, dass jeder etwas in der Geschichte entdecken kann, das für ihn von Bedeutung ist, egal welchen Alters.
Ein liebenswerter Film, der den Zuschauer mit einem positiven Lebensgefühl aus dem Kino entlässt.FazitEvelyn hat vor kurzem ihren Mann verloren und muss ihre Wohnung verkaufen, um dessen Schulden zu tilgen. Graham ist ein Richter, der endlich den Moment für gekommen sieht, in den Ruhestand zu treten. Douglas und Jean wollen einen beschaulichen Ruhestand verleben, doch die Ersparnisse ihres Lebens sind weg und die Wohnung, die sie sich noch leisten könnten, ist erbärmlich. Norman ist auf der Suche nach der Liebe – oder wenigstens einem nächtlichen Abenteuer. Madge fühlt sich einsam und fürchtet das Alter. Und Muriel benötigt eine Hüftoperation, auf die sie in England jedoch sechs Monate warten müsste.
Sie alle zieht es aus den unterschiedlichsten Beweggründen nach Indien, ins Best Exotic Marigold Hotel für die Alten und die Schönen. Doch so wie im Prospekt sieht das Hotel heutzutage nicht mehr aus. Seine besten Zeiten liegen schon lange hinter ihm. Im Grunde gilt das auch für die sieben Pensionäre, die nach Indien gekommen sind.
Ein guter Film um mehrere Menschen, die in einem indischen Hotel aufeinandertreffen.Der Neuanfang im hohen Alter ist für keinen von ihnen leicht. Graham sucht nach jemandem aus seiner Vergangenheit, Evelyn braucht einen Job, Jean hasst alles an Indien, Douglas findet in Evelyn eine verwandte Seele, Norman fühlt sich wieder jung, Madge ergeht es nicht anders, und Muriel legt ihre Vorurteile gegenüber Indern ab. All das und noch viel mehr passiert in und um das Best Exotic Marigold Hotel, das der junge Sunny mit Enthusiasmus am Leben zu erhalten versucht und aller Nackenschläge zum Trotz immer an sein Motto glaubt: „Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende.“
Will man sich selbst finden, reist man am besten nach Indien. Die älteren Leser erinnern sich diesbezüglich noch an Osho, die jüngeren haben vielleicht von Ryan Murphys „Eat Pray Love“ ein Trauma davongetragen. „Best Exotic Marigold Hotel“ ist sozusagen das Gegenstück zu dem esoterischen Langweiler mit Julia Roberts in der Hauptrolle. Der eklatante Unterschied: John Maddens Film reitet nicht auf einer philosophischen Welle daher, sondern verzückt durch seine Ehrlichkeit, der – und das ist das Schöne an diesem Film – ein Hauch von Magie beigemengt ist. Filmische Magie, kein Bühnenzauber.
„Best Exotic Marigold Hotel“ ist ein Film der Happy Endings. Das muss er auch sein, würde er sonst doch Hauptfigur Sunny Lügen strafen. Diese Qualität ist es, die den Film von der Realität loslöst. Denn natürlich endet in unser aller Leben nicht jede Geschichte glücklich, aber der Film gaukelt mit Leichtigkeit und positiver Verve vor, dass es eben doch so sein kann.
Dieses Glück ist von mannigfaltiger Natur: Selbstbestimmtheit im Alter, eine neue Liebe, das Abstreifen alter Bürden oder auch eine Aussprache, auf die man 40 Jahre gewartet hat. Am Ende findet ein jeder in Indien das, wonach er gesucht hat. Oder das, von dem er nicht einmal wusste, dass es in seinem Leben fehlte.
Es wartet ein warmherziger Film mit guten Schauspielern.„Best Exotic Marigold Hotel“ ist einer jener seltenen Filme, bei denen man beschwingt und mit dem Leben zufrieden aus dem Kino kommt. Dabei hat er keine Weisheiten zu bieten, die über die Tiefsinnigkeit von Bauernregeln hinausgehen würden, aber man soll und muss sich immer wieder vor Augen führen, dass es für nichts im Leben zu spät ist – egal, wie alt man ist.
Das kann man als Holzhammerbotschaft verstehen. Muss man aber nicht, ist es doch weit erquicklicher, sich an den pointierten Dialogen zu erfreuen. Diese werden von den Hauptdarstellern, die zwar in die Jahre gekommen sind, aber wie guter Wein mit fortschreitendem Alter immer besser wurden, mit vornehmer englischer Zurückhaltung präsentiert. Das Ergebnis ist kein überdrehter Humor, sondern vergnüglich, amüsant, gewitzt und sehr distinguiert.
Regie: John MaddenGenre:TragikomödieFilmstart: Darsteller:Penelope Wilton, Dev Patel, Bill Nighy, Tom Wilkinson, Maggie Smith, Judi Dench
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Fand den super..:Einfach n "Wohlfühlfilm" :)
Und die Jokes sind teilweise auch nicht schlecht...Maggie Smith is einfach genial :)