The Batman wird definitiv ein Film-Noir, das hat Regisseur Matt Reeves nun bestätigt. Aber ob Ben Affleck dabei ist oder nicht, da wollte er sich nicht festlegen lassen.

Ben Affleck hat den Dunklen Ritter bislang zweimal unter Zack Snyder verkörpert

Das DC Extended Universe heißt jetzt The Worlds of DC. Damit haben sich Warner Bros. und DC Films die Möglichkeit eröffnet, ein ganzes Multiversum zu kreieren, in denen die unterschiedlichsten Comic-Verfilmungen und Superheldenstreifen Platz finden. Lobo, das sich aktuell unter Michael Bay in Produktion befindet, und im Gegensatz zu den bisherigen Filmen eine doch härtere, wesentlich härtere Gangart an den Tag legen soll, wäre dann nun genauso problemlos Teil des filmischen Multiversums wie eher familienfreundliche Filme wie womöglich The Flash und erst recht Shazam!.

Auch denkbar in einem solchen Multiversum wären aber auch Filme mit ein und denselben Superhelden, der - in unterschiedlichen Zeitebenen existierend - von jeweils anderen Darstellern gespielt wird. Das könnte unter Umständen bei Matt Reeves' The Batman der Fall sein. Erst hieß es nämlich, der Film sei doch nicht Teil des DC Extended Universe. Damit wäre der Weg frei gewesen für einen anderen Batman-Darsteller anstelle von Ben Affleck, der dieser Rolle ohnehin hartnäckigen Gerüchten zufolge überdrüssig sein soll. Es hieß, das Drehbuch beinhalte einen jüngeren Batman. Damit wäre Affleck raus.

Regisseur Matt Reeves ( Planet der Affen: Survival), sprach nun in einem Interview über den Fortschritt bei The Batman und lieferte auch eine interessante Antwort auf die Frage, ob Affleck noch dabei sein wird.

"Wir arbeiten aktuell daran, unsere Drehbuchfassung in den kommenden Wochen fertigzustellen", so Reeves zum aktuellen Stand. "Momentan dreht sich in meinem Kopf alles nur um das Drehbuch. Wenn ich hier rausgehe, werde ich mich direkt wieder an das Drehbuch setzen." Und der Filmemacher fügt hinzu, dass die Dreharbeiten schon im kommenden Frühjahr beginnen könnten.

Batman Detective

Sein Batman-Film, bestätigt Reeves, soll einen starken Noir-Einschlag mit Fokus auf Detektivarbeit besitzen, statt den Dunken Ritter abermals in explosive Scharmützel zu schicken. "Ich habe darüber gesprochen, die Batman-Geschichte mit starken Noir-Elementen zu versehen, in der Batman einen ganz spezifischen Fall untersucht, der ihn tief in die Welt von Gotham hineinzieht. Ich bin dafür tief in meine Lieblingscomics eingetaucht. Es wird keine Fortsetzung der Nolan-Filme (wie bei Snyder), ich versuche stattdessen einen Weg zu finden, das Ganze so aufzuziehen, wie ich mir einen ultimativen Batman vorstelle." Und der Batman, der Reeves bereits als Kind so fesselte, war kein prügelnder Kämpfer, sondern ein kluger Denker. Eines wird The Batman ebenso wenig: eine Verfilmung von Frank Millers Year One, wie ihn Darren Aronofsky plante. Überhaupt soll Reeves Film keine Origin-Geschichte beinhalten, was schon mal gut klingt.

Und trotz der Richtungsänderung bei Warner Bros. in Bezug auf die DC-Filme seien seine Pläne dieselben geblieben: "Es sind noch immer dieselben geblieben. Es hat sich eine Menge getan seitdem ich mit den Verantwortlichen bei Warner Bros. gesprochen habe, und ich bin deswegen Feuer und Flamme, weil die Inspirationen und die Aufregung noch immer so sind, wie zu Beginn der Gespräche", so Reeves.

Ob Ben Affleck denn nun dabei sei und ob sich sein Film tatsächlich auf einen jungen Batman konzentrieren werde, darin hielt sich Reeves allerdings bedeckt. "Es gibt Wege, über die sich all das hier miteinander verbindet, mit dem DC-Universum verbindet. Wir sind nur eines von unzähligen Puzzelteilen, daher möchte ich dazu nichts sagen. Nur soviel: Ich konzentriere mich ganz besonders auf diesen Aspekt der DC-Welt." Gut möglich also, dass Affleck vielleicht als alter Batman dabei ist, sich die eigentliche Geschichte aber in Rückblenden abspielt - mit einem jungen Batman.