Ein Gerücht macht derzeit die Runden, das besagt, dass es durchaus sein könnte, dass nicht alle liebgewonnenen Superhelden des bisherigen Marvel Cinematic Universe einen Auftritt in Marvel's The Avengers 3 haben werden.

Marvel Studios sprach schon von Beginn an von einem Marvel Cinematic Universe, und den Marvel Phasen 1 bis 3, die neben Solofilmen immer einen gemeinsamen Finalfilm für die einzelnen Superhelden beinhalten sollten. So war das in der Phase 1 der Fall. Hier trafen dann die Superhelden Iron Man, Thor, Captain America und Hulk in Marvel's The Avengers aufeinander, und erhielten zudem Unterstützung von "kleineren" Superhelden wie Hawkeye und Black Widow. In der Phase 2 gab es kaum merkliche Änderungen in der Zusammensetzung der Superhelden. Marvel Studios erweiterte lediglich das Cinematic Universe durch die enorm erfolgreichen Guardians of the Galaxy. Dementsprechend wird das Publikum in The Avengers: Age of Ultron auch auf bekannte Gesichter stoßen. Eben auf Iron Man, Thor, Captain America und Hulk. Und die erhielten zudem Unterstützung von "kleineren" Superhelden wie Hawkeye, Black Widow und mehr oder weniger von den neu eingeführten "Superhelden" Scarlet Witch und Quicksilver.

Nun weiß man aber, dass die richtigen Änderungen erst mit Marvels Phase 3 beginnen sollen. Hier kommen neue Superhelden wie Ant-Man und Doctor Strange. Dann will Marvel angeblich auch die Inhumans auf das Kinopublikum loslassen. Von Black Panther und Captain Marvel ganz zu schweigen.

Wie will man also in The Avengers 3 soviele Superhelden unterbringen? Das wären immerhin satte acht Superhelden, die allesamt Screentime beanspruchen, von etwaigen weiteren Superhelden ist hier noch nicht einmal die Rede.

Aber dem Gerücht nach hat Marvel bereits vorgesorgt. So könnte es sein, dass von der alten Riege lediglich Iron Man einen Auftritt in The Avengers 3 erhalten wird. Die restlichen Superhelden-Plätze sollen dann mit neuen Charakteren aus der Phase 3 aufgefüllt werden. Selbst die Guardians of the Galaxy könnten darin einen Auftritt haben.

Was wird dann aus Captain America, Thor, Hulk und Konsorten? Die will Marvel angeblich in der Hinterhand für "etwas anderes" behalten. Und dieses "andere" soll durch The Avengers 3 eingeleitet werden.

Das würde auch ganz gut in Marvels Verhandlungsstrategie passen, denn wie man weiß, verhandelt Marvel mit harten Bandagen und stimmt nur ungern Gagenerhöhungen zu. So hätte man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Das Cinematic Universe wird weiter ausgebaut, die bekannten und beliebten Helden halten die Fans bei Laune und Marvel Studios spart sich teure und neue Vertragsverhandlungen.

Am Wochenende machte auch ein anderes Gerücht die Runden. Demnach sollte der vorläufige Höhepunkt des Marvel Cinematic Universe ähnlich wie Die Tribute von Panem: Mockingjay und Harry Potter und die Heiligtümer des Todes in zwei einzelne Filme aufgeteilt werden.

Dass dies gar nicht möglich ist, wurde gleich mit der Salkind-Klausel belegt. Dieser Passus in den Schauspielerverträgen besagt, dass man aus den Szenen, die ein Schauspieler für einen bestimmten Film gedreht hat, nicht einfach ohne sein Wissen einen weiteren Film machen kann. Ein Schauspieler muss bei Vertragsabschluss also immer wissen, für wieviele Filme er tatsächlich unterschreibt. Hintergrund waren die beiden ursprünglich als ein Film geplanten Die drei Musketiere und Die vier Halunken der Königin aus den Jahren 1973 und 1974. Daraufhin klagten die Schauspieler, da sie nur für einen Film bezahlt wurden, und das Studio nun mehr Einnahmen generieren konnte, da man ja zwei Filme in die Kinos brachte.

Im Falle von Marvel Studios hätte das bedeutet, dass man mit Chris Evans und Robert Downey Jr. neue Verträge hätte aushandeln müssen. Bekanntlich hat Downey Jr. nur noch einen Vertrag, der zwei weitere Avengers-Filme umfasst, wovon einer bereits The Avengers - Age of Ultron darstellt, und The Avengers 3 wäre besagter dritter und letzter Film. Evans selbst hat ebenfalls nur noch einen Vertrag, der ihn zu Captain America 3 und The Avengers 3 verpflichtet. Würde man also The Avengers 3 aufteilen, würde das bedeuten, dass beide Darsteller einen weiteren Film drehen, was in diesem Fall komplett neue Verträge bedeutet hätte.

Diesen Fall hatte Warner Bros. sogar erst vor nicht allzu langer Zeit - bei Der Hobbit, der von einem Zweiteiler zu einer Trilogie ausgebaut wurde. Unmöglich ist das also nicht, aber man weiß ja um Marvels Geiz in Sachen Gagen.