In einem Interview sprach Schauspieler Andrew Garfield über The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro und warf Sony Pictures vor, durch Schnitte den Film geschadet zu haben.

The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro - Andrew Garfield: Die Studioschnitte haben dem Film geschadet

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Wer ist schuld am Fiasko?
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The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro kann man zwar nicht als Flop bezeichnen, immerhin spielte Marc Webbs Comicverfilmung weltweit rund 710 Millionen Dollar ein, doch gerade in den USA blieb der Film hinter dem Einspielergebnis von The Amazing Spider-Man zurück.

Ob das daran lag, dass das Publikum Spider-Man überdrüssig ist, oder es erste Ermüdungserscheinungen bei klassischen Comicverfilmungen sind, das sei mal dahingestellt. Sicher ist nur, dass Sony Pictures sofort reagierte und die Spin-offs Venom und The Sinister Six vorzog, und The Amazing Spider-Man 3 erst mal nach hinten rückte.

Für Spider-Man / Peter Parker Darsteller Andrew Garfield steht allerdings auch fest, dass Sony Pictures, zumindest was die Handlung des Filmes betrifft, eine Teilschuld trifft, wie er in einem Interview mitteilte.

"Sobald man damit anfängt, Elemente rauszunehmen, und sich sagt, 'Nein, das funktioniert so nicht', ist der Handlungsfaden zerstört", so Garfield. "Und es ist schwer, dem Storyfluss zu folgen. Einige Leute im Studio hatten Probleme mit bestimmten Teilen des Filmes, und schlußendlich hat das Studio das letzte Wort bei solchen Filmen."

Dabei liebte er das, was die Drehbuchautoren Alex Kurtzman und Bob Orci mit dem Drehbuch erschaffen hatten. Doch die Schnitte des Studios hätte den Handlungsfaden vollkommen zerstört. So musste er auch aufhören, die negativen Meinungen der Leute zu lesen, da er selbst enttäuscht wurde.

Für The Amazing Spider-Man 3 hoffe Garfield, dass man sich die Kritik der Fans zu Herzen nehmen wird. Es sei aber nicht leicht, konstruktive Kritik von Kleinkrämerei zu unterscheiden.

"Es ist eine Sache der Wahrnehmung. Worüber sprechen diese Leute wirklich? Was befindet sich unterhalb der Kritik, und wie können wir daraus lernen? Wir können nicht einfach sagen, 'Oh Gott, wir haben es vermasselt, weil all diese Leute solche Dinge sagen, wie 'Das ist scheiße!'' Wir müssen uns selbst fragen, was davon wahr ist."

Garfield führt an, dass man sich durchaus fragen sollte, ob das Publikum Ermüdungserscheinungen zeige, schließlich ist das der mittlerweile fünfte Spider-Man in 12 Jahren. Oder ob The Amazing-Spider-Man 2: Rise of Electro einfach zu überladen war, seien es Handlungsfäden oder Gegner. War der Film vielleicht nicht schlüssig? Gab es vielleicht Probleme mit der Atmosphäre?

Es sei wichtig, konstruktive Kritik von Trolling zu unterscheiden, und konstruktive Kritik sei genau das, was Garfield liebe, denn sie sei wertvoll für die Macher.