Im Grunde war es abzusehen: Der momentane Kurs von Terminator: Genisys in den Kinos lässt Paramount Pictures daran zweifeln, ob es noch eine gute Idee ist, die geplanten Sequels und die TV-Serie zu produzieren.

Terminator: Genisys - Paramount stellt Sequels und TV-Serie nach moderatem Box-Office infrage

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Terminator: Genisys ist nicht der erhoffte Hit
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Der erste Terminator war in den Kinos ein kleiner Überraschungserfolg, wurde aber erst durch die VHS-Auswertung zum Kultfilm. Terminator 2: Tag der Abrechnung war nicht zuletzt durch die neuartigen CG-Effekte ungleich erfolgreicher und konnte mit 520 Millionen Dollar an weltweiten Einnahmen den Ruf der Reihe bis heute festigen. Doch das ist fast ein Vierteljahrhundert her. Seither hat sich der Geschmack des Kinopublikums gewandelt. Keines der beiden Sequels, die nach Terminator 2 folgten, konnte an alte Erfolge anknüpfen.

So gesehen war es durchaus möglich, dass auch Terminator: Genisys nichts daran ändern würde. Arnold Schwarzeneggers Popularität ist nicht mehr auf ihrem Höhepunkt und die Ausrichtung von Terminator: Genisys auf ein junges Publikum hat wohl auch die alteingesessenen Fans abgeschreckt. Das schlägt sich auch im Einspielergebnis nieder. Es ist bei weitem nicht schlecht, weltweit konnten bislang rund 278 Millionen Dollar eingespielt werden. Das ist mitnichten ein Flop und der Film läuft schließlich noch immer in den Kinos. Derzeit rechnet man mit Gesamteinnahmen von rund 400 Millionen Dollar. Ein Hit sieht jedoch anders aus - wie, das hat jüngst Jurassic World demonstriert. Damit zählt Terminator: Genisys zu den sogenannten Bubble Movies - Filme, die weder zu schlecht, aber auch nicht richtig gut liefen. Bei solchen Filmen fällt es den Studios schwer, sich für oder gegen ein Sequel zu entscheiden.

Für Paramount Pictures und Skydance Productions ist die Situation vertrackt. Immerhin hat man bereits Sequels angekündigt, die am 19. Mai 2017 und am 29. Juni 2018 in die Kinos kommen sollen. Zudem wurde auch eine neue TV-Serie geplant. Es heißt, die Studios seien sich mittlerweile nicht mehr sicher, ob man mit diesem Plan fortfahren soll. Eine Entscheidung muss schon bald gefällt werden, wenn man die angepeilten Termine einhalten will.

"Manchmal bleibt einem nichts anderes übrig als sich am Kopf zu kratzen", so Rentrak Box-Office-Analyst Paul Dergarabedian. "Wenn ein Film nicht zum Kassenhit wird, warum sollte man dann weitermachen? Manchmal entwickeln Studios Franchises ohne den Segen des Publikums."

Die Schuld für Terminator: Genisys' mittelmäßiges Abschneiden an den Kinokassen sieht Paramount Pictures' Vizevorstand Rob Moore in den schlechten Kritiken. Dadurch wurde das Zielpublikum der jungen Männer abgeschreckt. Der Kinostart im mittlerweile zweitstärksten Kinomarkt der Welt - in China - steht noch aus. Schon Guillermo del Toros Pacific Rim konnte so doch noch ein Sequel sichern. Ob das auch bei Terminator: Genisys gelingt?

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