In wenigen Jahren ist James Cameron wieder in Besitz seines Terminator-Franchises. Dann plane er eine neue Trilogie, die aber den aktuellen Entwicklungen im Bereich Robotik gerecht werden soll.

Terminator - James Cameron: Warum er sich dazu entschied, das Franchise zu rebooten

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James Cameron will den Terminator zu alter Stärke verhelfen
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Als James Cameron Anfang des Jahres sein Interesse an einem erneuten Reboot der von ihm stammenden Terminator-Reihe bekundete, reagierte die Filmwelt ziemlich überrascht. Immerhin war der jüngste Ableger und zweiter Reboot-Versuch Terminator: Genisys ein Flop, der die Trilogie-Pläne komplett begrub. Nun ein weiterer Reboot? Selbst mit dem Schöpfer selbst an der Spitze kaum denkbar, gilt die Terminator-Reihe doch als filmisches Relikt aus den 80er-Jahren, das mit dem Höhepunkt, Terminator 2: Tag der Abrechnung, 1991 hätte enden sollen. So zumindest die Meinung der Fans, die alles ohne Cameron danach abstraften.

An sich also eigentlich ein gutes Zeichen, dass Cameron ab 2019 wieder in Besitz der Filmrechte sein wird, die er Anfang der 80er als noch junger Filmemacher für den symbolischen Betrag von gerade mal einen Dollar an seine damalige Partnerin Gale Ann Hurd verkaufte, um sich die Regie an The Terminator zu sichern. Allerdings will der vielbeschäftigte Filmemacher nicht selbst Regie führen, sondern nur produzieren, ist er doch mehr als genug ausgelastet mit seinen vier (!) Avatar-Sequels. Die Regie beim Reboot unter Cameron-Fittiche soll Tim Miller (Deadpool) übernehmen. Aber wenn er nicht selbst Hand anlegen will, warum will Cameron dann das unsichere Terminator-Terrain betreten?

Die Erwartungen eines neuen Publikums

"Als mir bewusst wurde, dass ich wieder die Kontrolle über die Rechte erhalten kann, fragte ich mich, 'Ist da noch etwas? Gibt es noch etwas zu sagen, was ich noch nicht gesagt habe? Und wäre das relevant in den 2020er-Jahren, wenn diese Filme hypothetisch herauskommen würden?", erklärte Cameron in einem Interview. "Ich dachte mir, 'Nun, schauen wir mal.' Eine Menge von den Dingen, die in Terminator eins noch in den Bereich des Science Fiction gehörten, sind heute Realität. Und es gibt tatsächlich ethische Diskussionen über Roboter mit der Fähigkeit, sich für das Töten zu entscheiden. Sowas passiert tatsächlich. Also okay, vielleicht gibt es noch Raum für einen Film, der genau diese Themen anspricht. Man müsste den Film nur an die Erwartungen eines heutigen Publikums anpassen."

Ein interessanter Ansatz. Allerdings wird sich wohl auch selbst Cameron keine Herangehensweise à la Ex Machina zutrauen. Von einem Terminator-Film dürfte man selbst heute eher satte Action erwarten - nur nicht so plump wie bei den letzten Versuchen.

Ein Story-Ansatz, den Cameron hinterfragen will, ist die Herkunft des T-800-Modells. "Man muss sich selbst fragen, 'Warum haben sie diese Cyborgs vom Aussehen so wie Arnold Schwarzenegger gestaltet?' Es muss dafür einen Grund geben. Mir ging durch den Kopf, dass es einen Prototypen geben muss. Es muss einen Kerl geben, von dem sie die DNA extrahiert haben - und das muss zu einem Zeitpunkt eine reale Person gewesen sein. Die Frage lautet hier also: Hatte diese Person eine spezifische Bedeutung für Skynet, dass man ausgerechnet ihn auserwählte? Oder gab es eine ganze Armada an unterschiedlich aussehenden Terminatoren und das Modell, das durch die Zeit reiste, war einfach nur der Cyborg, der in greifbarer Nähe war? Ich habe mir diese Fragen immer wieder gestellt, aber sie nie beantwortet."

Cameron bestätigt nicht nur, dass er sich Gedanken über ein Reboot der Terminator-Reihe mache, er wolle sogar bei Möglichkeit gleich eine neue Trilogie aus dem Boden stampfen. Da stellt sich natürlich die Frage, ob sich der Gute nicht übernimmt. Ähnliche Pläne hatten auch schon die Macher zuvor. Und ein ähnliches Workaholic-Muster gibt es auch bei Ridley Scott. Und seine ganzen Versuche, sein Alien-Universum zu einem Abschluss zu bringen, waren bislang wenig befriedigend für Fans der Reihe.

Aber vielleicht müsste man sich generell einfach vom Gedanken befreien, dass Arnold Schwarzenegger zwingend notwendig sei für einen Terminator-Film? Was denkt ihr?