Im Vorfeld gab es einiges an Unkenrufen, da vieles von dem, was von der Michael-Bay-Produktion zu hören war, den eingefleischten Turtleianern nicht so recht schmeckte. Manches wurde darum auch noch verändert, so die Idee, dass die Turtles eigentlich Außerirdische sind. Daraus hat man im fertigen Film sogar einen Gag gemacht.

Teenage Mutant Ninja Turtles - Exklusive gamona-Featurette: Megan Fox über ihre Rolle als April O'Neil15 weitere Videos

April O’Neil (Megan Fox) ist Reporterin, wird aber nicht gefordert. In ihrer Freizeit spürt sie darum der Foot Gang hinterher, die seit langer Zeit New York terrorisiert. Als sie Zeuge eines Raubs wird, sieht sie auch, wie ein Vigilant die Foot Gang aufhält. Niemand will ihr glauben, weswegen sie weiter nachforscht. Sie trifft schließlich auf Raphael, Leonardo, Donatello und Michelangelo, die vier Teenage Mutant Ninja Turtles, die als Beschützer der Stadt gegen Shredders verruchte Foot Gang vorgehen.

Teenage Mutant Ninja Turtles - Schildkrötensuppe á la Michael Bay

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Der Film erscheint am 16.10.2014 in den deutschen Kinos.
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April erinnert sich wieder, denn es gibt eine gemeinsame Vergangenheit mit den Turtles. Eine, die auch den Industriellen Eric Sacks (William Fichtner) einschließt, der einst mit ihrem Vater an einem Mutagen arbeitete, mit dem sie die Welt verändern wollten. Die Veränderung der Welt steht auch immer noch auf der Agenda – nur anders, als April sich das vorgestellt hätte. Sie muss den Turtles helfen, um Shredder davon abzuhalten, seine verruchten Pläne in die Tat umzusetzen.

Veränderungen

Einiges wurde am Grundgerüst der Geschichte verändert. Verwerflich ist das aber nicht, ungewöhnlich auch nicht, denn im Laufe der vielen Inkarnationen der Turtles, von den Comics über die Zeichentrickserie und die Realfilme zu neuen Fernsehserien, wurde immer wieder an den Details geschraubt. Man bleibt also auch mit dem neuen Film der alten Tradition treu, selbst wenn sich ein paar Ungereimtheiten ergeben.

Teenage Mutant Ninja Turtles - Schildkrötensuppe á la Michael Bay

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Die Schurkenfiguren schwächeln ganz schön.
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So mag man darüber die Stirn runzeln, wie Splinter die Kampfkunst erlernt hat. Oder sich darüber wundern, wie das mit dem Feuer wirklich abgelaufen ist. Aber man kann sich auch einfach dafür entscheiden, nicht zu sehr die etwas holprige Backstory zu hinterfragen. Denn ähnlich wie der Originalfilm aus dem Jahr 1990 funktioniert auch dieser Reboot ziemlich gut, wenn man in Betracht zieht, dass die Geschichte mager ist.

Transformer-Shredder

Ein Film ist nur so gut wie sein Schurke, heißt es. Wenn das stimmt, dann hat „Teenage Mutant Ninja Turtles“ ein Problem, denn Shredder lässt durchaus zu wünschen übrig. Dass er in einem roboterartigen Kampfanzug herumhüpft und bisweilen eher an einen Transformer erinnert, mag man noch tolerieren, der unglaublich dämliche Plan, dem er aber folgt, ist kaum zu ertragen.

Die Schurkenfigur ist schwach, aber das macht der Film durch reichlich Action und echten Turtles-Humor wett.Fazit lesen

Noch schlimmer wird es, was seine Lakaien anbelangt. Der ist ein Multimillionär, freut sich aber darüber „stupid rich“ zu werden. Als ob er das Geld überhaupt noch nötig hätte.
Man sieht schon, an der Schurkenfront schwächelt der Film ganz gewaltig, aber dafür hat er ja andere Qualitäten.

Teenage Mutant Ninja Turtles - Schildkrötensuppe á la Michael Bay

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April O'Neil (Megan Fox).
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T-U-R-T-L-E Power

Die computeranimierten Turtles, die sich deutlich von denen aus dem Jahr 1990 unterscheiden, sind besser, als viele wohl erwartet hätten. Die Designs wissen zu gefallen und der Humor ist da. Technisch mag sich ja in den letzten 24 Jahren einiges getan haben, aber dem Geist der Turtles wird dieser Film durchaus gerecht. Es macht Spaß, den vier Schildkröten beim Quasseln und Herumhampeln zuzusehen. Die Action ist dabei so, wie man es von einer Bay-Produktion erwartet – groß, laut und mit viel Sachschaden.

Die Verfolgungsjagd den schneebedeckten Berg hinunter ist rasant, der Kampf auf dem Hochhaus cool; nur eines hätte man sich gewünscht: noch ein wenig mehr Martial Arts. Da die Foot Gang mittlerweile nämlich auf Schusswaffen zurückgreift, gibt es davon deutlich weniger.

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Jonathan Liebesman hat die Action mit einem Auge für den 3-D-Effekt inszeniert. Das ist optisch sehr gefällig, am besten wird der Effekt jedoch eingesetzt, als Splinter mit einem Stück Pizza auf einen seiner Schützlinge zugeht. Da möchte man als Zuschauer am liebsten reinbeißen!