Drehbuchautor Andrew Nemec sprach in einem Interview über den Turtles-Reboot, warum man sich nicht an Christopher Nolans The Dark Knight orientiert habe und wieso ausgerechnet Megan Fox die ideale Besetzung für April O'Neal sein soll.

Teenage Mutant Ninja Turtles - Drehbuchautor Andrew Nemec spricht über den Turtles-Reboot

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Es ist bereits abzusehen, dass das Aussehen der Turtles polarisieren wird
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Der allererste Trailer zu Ninja Turtles wurde just veröffentlicht und die Kinogänger wieder daran erinnert, dass es dieses Jahr neben all den Marvel-Filmen, Godzilla und den Transformers ja auch noch ein Wiedersehen mit den grünen Ninjas geben wird. Wenn man vom Animationsfilm Teenage Mutant Ninja Turtles aus dem Jahre 2007 absieht, musste man als Turtles-Fan ganze 21 Jahre auf einen neuen Live-Action-Kinofilm warten. In einem Interview sprach Drehbuchautor Andrew Nemec über diesen neuen Streifen.

Auch in Ninja Turtles wird es wieder um die grundlegenden Elemente gehen, die sich quer durch alle Turtles-Comics, Turtles-Zeichentrickfilme und -serien sowie durch die erste Filmtrilogie gezogen haben: Familie, Freundschaft und Bruderschaft. Gerade die Beziehung der Turtles untereinander als Brüder sei auch wieder der treibende Faktor in diesem kommenden Film.

Natürlich muss sich der geneigte Fan keine Sorgen machen. Die Turtles haben zwar einen leicht veränderten Look. Sie wirken bedrohlicher, stärker, aber ihre Charaktere wurden so belassen, wie man sie kennt.

"Was fantastisch ist, sie werden ziemlich gut von den Waffen repräsentiert, die sie tragen", so Nemec. "Michelangelo war schon immer der unbekümmerte Nun-Chucks-Kerl. Donatello hat den Bo-Stab, eine simple Waffe, aber kompliziert zum Meistern. Er ist der Technik-Kerl. leonardo trägt die Schwerter eines Anführers, und Raphael trägt diese riesigen, brutalen Sais, bei denen es nur darum geht, maximalen Schaden in der kürzesten Zeit zu verursachen."

Einige Fans gaben bereits zu verstehen, dass Mega Fox' April O'Neal im Trailer wie eine schwache Reporterin wirke, die sich nicht zur Wehr setzen könne. Fox wirke wie das Eye-Candy, das der Film nicht brauche. Doch Nemec ist sich sicher, dass die von Fox verkörperte April genau die April sei, die man kennt.

Überhaupt habe man sich zwar an die Vorlage gehalten, aber nicht sklavisch versucht, die Elemente wie Erscheinung oder Kleidung genauso zu übernehmen. So werde Shredder die Fans sicherlich beeindrucken, aber er werde keine Käsehobel an seinen Armen tragen.

Als Inspiration für sein Drehbuch nennt Nemec die, vor allem in den 80ern und 90ern beliebten Buddy-Cop-Filme wie Midnight Run oder Rush Hour. Dort gehe es immer um grundverschiedene Kerle, die miteinander auskommen müssen, eine Art Bromance. Auch sollte die Welt, in der die Turtles leben, möglichst realistisch anmuten, statt eine Atmosphäre wie bei Robert Rodriguez' Sin City zu erzeugen. Realistisch, aber nicht dunkel. Ninja Turtles soll kein zweites Dark Knight werden. Ziel sei es, einen Film zu machen, den man sich mit Freude anschauen kann, während man Tonnen an Popcorn in sich reinstopft. "Ich bin ein großer Fan von The Dark Knight, aber ich habe nicht haufenweise Popcorn gegessen, während ich ihn sah", so Nemec.

Regie führt ja bekanntlich Jonathan Liebesman, doch spätestens nach dem Trailer muss man sich doch fragen, wie groß der Einfluss von Produzent Michael Bay gewesen sein muss. "Michael hatte großen Einfluss auf den Film und er hat sicherlich seine Ansichten mitgeteilt und er war sicherlich aufmerksam dabei", so Nemec. "Es gibt die 'Michael Bay'-Ästhetik. Er hat einen sehr guten Sinn für Action. Er hat einen sehr guten Sinn für Unterhaltung. Ich denke, gerade hierbei wird man Michael Bays Einfluss spüren."

Was den Aufruhr der Fans über den geplanten Alien-Ursprung der Turtles angeht, kann Nemec nicht ganz nachvollziehen, wieso sie so aufbegehrt haben. Innerhalb des Turtles-Kanon habe es immer unterschiedliche Origin-Stories gegeben. So sei auch das Ooze, die Chemikalie, durch die die Turtles überhaupt erst so wurden, mal von der Erde, dann wieder eine außerirdische Substanz.

Allgemein habe man versucht, eine eigene Turtles-Geschichte zu kreieren. Und als Fan sollte man sich freuen, nicht in einen Film zu gehen und die gesamte Story quasi bereits zu kennen.

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