Aus der Kategorie "Filme, die wir niemals zu Gesicht bekommen, die wir aber trotzdem gern gesehen hätten, allein schon deshalb, weil der Film, den man uns stattdessen vor die Nase gesetzt hat, ziemlich doof ist" präsentieren wir heute: Der eigentliche "Superman"-Reboot.

Wir erklären mal kurz: Ursprünglich sollte "Rush Hour"-Regisseur Brett Ratner die Leitung des im Jahr 2006 erschienen Supie-Reboots "Superman Returns" übernehmen. Die Vorbereitungen waren bereits relativ weit fortgeschritten, als Warner plötzlich das Projekt stoppte. Ratner wurde gefeuert, stattdessen holte man sich Bryan Singer ins Boot, der dafür den Regiestuhl bei "X-Men 3: Der letzte Widerstand" aufgab. Den drehte dann ein anderer - nämlich Brett Ratner. So kann's gehen...


Mit der bekannten Fassung von "Superman Returns" die 2006 in den Kinos enttäuschte, hatte die von Brett Ratner und "Lost"-Erfinder J.J.Abrams geschriebene Version ursprünglich nicht viel zu tun. Dieser sollte eigentlich zu guten 50 Prozent auf Krypton spielen und wesentlich düsterer erscheinen. "Wir fokussierten uns mehr auf die Geschichte Kryptons und wollten Superman in einen interstellaren Bürgerkrieg verfrachten", erklärte Ratner später.

Und genau dies wurde ihm wohl zum Verhängnis: Analysten schätzten damals, dass die immensen Setbauten und der übermäßige Einsatz von Spezialeffekten das Budget auf über 450 Millionen Dollar treiben würde - eine Zahl, die in den Warner Bros. Büros wohl so manche Kinnlade klappen ließ.

Heute veröffentlichte der Künstler Phil Saunders, der damals bei Ratners Projekt arbeitete eine der verschollenen Konzeptzeichnungen, die den Stil des verworfenen Filmes gut portraitiert. "Schade, dass es nicht geklappt hat. Ich hatte Spaß an den Zeichnungen - vor allem am "Rouser". Diesen kryptonischen Kampfläufern wäre man im Film des Öfteren begegnet."