Jason Friedberg und Aaron Seltzer haben wieder zugeschlagen. Das Duo hat mal wieder einem Studio Geld aus dem Kreuz geleiert, um so eine Parodie abzuliefern. Mit den „Fast & Furious“-Filmen hätte man da eigentlich dankbare Opfer gefunden, aber Friedberg und Seltzer schaffen es mal wieder, jeden Gag zu versemmeln. Vielleicht hatten sie aber auch das Problem, dass sie etwas parodieren wollten, was längst zur Eigenparodie geworden ist. Im Zweifelsfall liegt der Misserfolg und der Mangel an Gags aber nicht an der Vorlage, sondern vielmehr an den Machern.

Superfast! - Official Trailer #1

Friedberg und Seltzer haben einfach kein komisches Gespür. Kurios genug, dass sie dennoch seit Jahren eine Parodie nach der anderen rausrotzen, ohne dass sich eine Entwicklung einstellen würde. „Superfast“ ist ebenso mies wie es die früheren Humor-Versuche des Duos waren.

Superfast! - Superscheiße

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Der Film erscheint am 14.08.2015 auf Blu-ray und DVD.
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Mehr als eine Vorlage

Das Duo nimmt sich bei seiner Verballhornung nicht nur des „Fast & Furious“-Originals an, sondern vermengt auch noch einiges Material aus den Sequels. So taucht hier auch ein The-Rock-Verschnitt auf, der folgerichtig den Namen Rock Johnson trägt. Überhaupt ist das noch der beste Gag, wenn man ihn denn so nennen will. Dass die Figuren mehrheitlich mit Namen versehen wurden, die mit den echten Namen der Originalschauspieler korrelieren.

In einer Disziplin haben Friedberg und Seltzer tatsächlich auch ein gutes Händchen bewiesen. Die Darsteller sind zwar durch die Bank allesamt unbekannt (und werden es nach „Superfast“ auch bleiben), aber sie gleichen ihren Vorbildern sehr, sehr stark.

Alles fängt damit an, dass Lucas White (Alex Ashbaugh) als Undercover-Cop in einem illegalen Rennen gegen Vin Serento (Dale Pavinski) antritt – und verliert. Aber Vin mag ihn und so arbeitet Lucas schon bald für ihn. Darüber hinaus bandelt er mit Vins Schwester Jordana (Lili Mirojnick) an, während Vins Freundin Michelle (Andrea Navedo) eigentlich eine verkappte Lesbe ist.

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Gute Witze sucht ihr hier vergebens.
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Es kommt, wie es kommen muss, auch wenn es noch so irrsinnig und holprig ist. Natürlich geht es schon bald nicht mehr um Autorennen. Nein, der ganz große Coup muss gelandet werden, die Kohle eines Oberverbrechers, der das Bare in einem Safe in einem Taco Bell aufbewahrt, soll abgestaubt werden. Damit legen sich Vin und seine Crew aber nicht nur mit dem Ober-Mufti an, sondern bekommen es auch noch mit den Cops zu tun.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht? Nein, hier nicht. Superfast ist einfach nur nervig.Fazit lesen

Wo ist die Action?

Nun sollte man meinen, dass eine Parodie auf Action-Granaten wie die „Fast & Furious“-Reihe auch eigene Boliden-Rasanz bieten würde, aber viel zu sehen ist nicht. Tatsächlich ist es hauptsächlich das armselige Rennen am Anfang, das man als so etwas wie Action ansehen könnte. Ansonsten lässt „Superfast“ alles vermissen, was „Fast & Furious“ ausmacht: keine Action, keine exotischen Locations, keine Stars. Alles ist klein, bieder, langweilig und – das am allerschlimmsten – einfach nicht komisch.

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Die Schauspieler sehen ihren Vorbildern sehr ähnlich. Das war´s dann auch schon mit positiver kritik für diesen Film.
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Friedberg und Seltzer kapieren einfach nicht, wie man parodistische Szenen gestaltet. Sie haben offenbar auch nie die Arbeiten von ZAZ („Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“, „Die nackte Kanone“, „Hot Shots“) angesehen. Der Spaß ergibt sich dort nicht nur aus der reinen Verarsche bekannter Szenen, sondern auch aus einer Vielzahl von kleinen Gags, die quer im Film verstreut sind und auch leicht mal übersehen werden können. Nicht so bei „Superfast“. Hier wird jeder Gag lange im Voraus breitgetreten, so dass einfach nichts zündet. Das ist armselig.