Regisseur David Ayers Suicide Squad hat nicht gerade wenige schlechte Kritiken erhalten. Kann man aktuellen Berichten glauben, dann könnte das Produktionsstudio Warner Bros. nicht ganz unschuldig daran sein.

Suicide Squad - Report: Überhastete Produktion, Warner Bros. fertigte eigene Schnittfassung an

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Hat Warner Bros. mal wieder zu viel in die Suppe gespuckt?
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Sowas will kein Studio, kein Schauspieler und schon gar kein Regisseur lesen: Schlechte Kritiken noch vor dem Kinostart. Das schreckt teilweise das Publikum ab und wirft kein gutes Licht auf die Gewinnaussichten. Aber genau das ist erneut bei Warner Bros. und DC Films' DC Extended Universe bei Regisseur David Ayers Suicide Squad der Fall.

Der allgemeine Tenor bei den Kritikpunkten ist der, dass der Schnitt zu chaotisch, die Atmosphäre zu inkonsistent und die Story zu belanglos sei. Handelt es sich hierbei vielleicht um ein hausgemachtes Problem durch die Nachdrehs, die laut Ayer dazu dienten, den Film spektakulärer zu machen, und nicht etwa wie es heißt, Humor einzufügen?

Warner Bros. wollte Suicide Squad schnell in die Kinos bringen

Tatsächlich hatte Regisseur Ayer gerade mal sechs Wochen für das Drehbuch, bevor das Ganze direkt in die Produktion gekickstartet wurde. Da hatte Warner Bros. wohl bereits den Flop Green Lantern vergessen. Dass das Studio Ayer nicht ganz vertraute, wollen einige Insider wissen. Demnach entscheiden sich viele Studios zwar für junge, unverbrauchte Regisseure, halten dafür allerdings die Zügel fest in der Hand und beschneiden die Filmemacher in kreativen Entscheidungen massiv.

Das Fass zum Überlaufen brachte dann der "Flop" des etablierten Zack Snyders in Form von Batman v Superman: Dawn of Justice, ein Film, der zwar immer noch über 800 Millionen Dollar einspielte, aber damit weit unter den Erwartungen blieb. Zudem wurde auch bereits hier moniert, dass der Kino-Cut zu hektisch, zu abgehackt und zu inkonsistent wirkt.

Suicide Squad - Report: Überhastete Produktion, Warner Bros. fertigte eigene Schnittfassung an

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Es heißt, Warner Bros. bekam kalte Füße und wollte sicherstellen, dass Suicide Squad nicht dasselbe Schicksal ereilt. Die Folge: Nachdrehs en masse und zu allem Übel ließen die Verantwortlichen Studiobosse eine weitere Schnittfassung neben Ayers Cut anfertigen.

Lustig oder ernst, das ist hier die Frage

Und die haben dann wohl das Gerücht von "mehr Humor" per Nachdrehs in die Welt gesetzt, denn beim von Warner Bros. angefertigten Schnitt galt es, den Film leichtfüßiger und humorvoller erscheinen zu lassen, während Ayers Version düsterer gewesen sein soll. Testvorführungen beider Schnittfassungen vor Publikum zeigten, dass die lockere Version besser ankam. Nachdrehs und unterschiedliche Schnittfassungen trieben allerdings das Budget in die Höhe. 175 Millionen Dollar soll der Film am Ende gekostet haben. Damit muss auch Suicide Squad mindestens 800 Millionen Dollar einspielen, um den Break Even zu erreichen, also seine Kosten zu decken.

Ob der Film das schafft, steht auf einem anderen Blatt. Aber wenn er floppt, kann Warner Bros. das einfach auf einen angeblich unerfahrenen Regisseur schieben.

Bei uns startet Suicide Squad am 18. August dieses Jahres in den Kinos.

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