Auch wenn es so scheint, als werde Jared Leto keine allzu große Rolle in Regisseur David Ayers Rolle spielen, hinterließ seine Darbietung des Jokers doch den größten Eindruck. In einem aktuellen Interview teilte Leto nun mit, wieso er den Joker so anders spielte.

Suicide Squad - Jared Leto erklärt den Joker, Nachdrehs für "mehr Humor" einberaumt

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Jared Letos Joker unterscheidet sich stark von seinen Vorgängern
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Als das erste Bild von Jared Leto als Joker im kommenden Suicide Squad auftauchte, war die Reaktion zwiegespalten. Die einen beinharten Joker-Fans sahen die Figur vergewaltigt, die anderen bejubelten die bewusste Abkehr vom Heath Ledger-Joker. Selbst die Kollegen am Set waren teils irritiert von Letos Auftreten und seiner Form des Method Actings - Leto blieb quasi die gesamten Dreharbeiten über "in character". Er selbst hat sich bislang nicht wirklich zu seiner Darstellung geäußert. Was nicht daran liegt, dass er nicht will, er wusste schlicht nicht, wie er sich am besten erklären sollte.

Der Joker als Shakespearescher Charakter

Einer der Gründe für seine Entscheidung, den Joker so radikal zu verändern, seien die zahlreichen Vorgänger gewesen.

"Die Arbeit, die an diesem Charakter durch so viele Leute vor mir verrichtet wurde, hat großen Eindruck hinterlassen", so Leto. "So unglaublich, so voller Spaß, so tiefgreifend, so riskant, dass es eine ganz besondere Ehre war, gefragt zu werden, diese Verantwortung zu übernehmen."

Er habe gewusst, dass er etwas Besonderes machen und dass er sich so den Charakter zu eigen machen musste. "Das passiert immer wieder, egal ob man ein Komponist ist, der an einem Stück arbeitet, das vor Jahrhunderten geschrieben wurde, oder ob man ein Schauspieler ist, der ein Stück reinterpretiert, das ist heutzutage weit verbreitet. Regisseure nehmen sich große Klassiker vor, Schauspieler reinterpretieren Rollen, das wurde schon immer so gemacht. Von Scarface bis Hamlet. In gewisser Weise ist es sehr interessant, etwas zu reinterpretieren, es zu verfeinern."

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Wie groß fällt Jared Letos Rolle schlussendlich aus?
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Es sei zwar eine schwere Aufgabe gewesen, und hierbei denkt ein jeder sicherlich an die brilliante Darstellung von Heath Ledger in Christopher Nolans The Dark Knight, wofür der verstorbene Schauspieler posthum einen Oscar erhielt, aber gleichzeitig auch aufregend.

"Er wurde brilliant geschrieben, als er vor über 75 Jahren zum ersten Mal auf die Welt losgelassen wurde. Und ich bin einfach dankbar, dass ich diese Gelegenheit erhalten habe."

Regisseur David Ayer meldete sich erst kürzlich zu Wort und zeigte vollstes Verständnis für Letos Vorgehensweise. "Es ist ein erschreckender Charakter zum darstellen", so Ayer. "Bei seiner Iteration werden die Leute erkennen, dass sie eine Fortführung der Geschichte darstellt - er ist der bekannteste Bösewicht in der Fiktion, von daher gibt es eine große Verantwortung, gegenüber dem treu zu sein, wofür er steht, aber ihn zur selben Zeit auch in die nächste Ebene zu hieven."

Nachdrehs anberaumt

Indes will ein Insider erfahren haben, dass Warner Bros. Nachdrehs für den Film anberaumt haben soll. Und das Studio lässt sich das Ganze auch einiges kosten: zig Millionen will man in die Nachdrehs investiert haben. Als Grund werde aber nicht aufgeführt, dass es Ayers Film nötig hätte, weil er so schlecht wäre. Stattdessen wolle man den Film leichtfüßiger und vor allem humorvoller gestalten. Tatsächlich soll der gesamte Humor, den der Film in seiner ursprünglichen Fassung zu bieten hatte, bereits im Bohemian Rhapsody-Trailer verbraten worden sein. Da die Resonanz auf den Trailer und vor allem auf den Humor so positiv ausfiel, habe man sich nun dazu entschieden, ein paar neue Szenen zu drehen und den Ton des Films aufzulockern.

Suicide Squad - Jared Leto erklärt den Joker, Nachdrehs für "mehr Humor" einberaumt

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Mehr Humor für das Suicide Squad
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Für manch einen dürfte das eine gute Nachricht sein, immerhin gelte Batman v Superman: Dawn of Justice als schon etwas zu düster. Dabei sollte sich das DC Extended Universe insofern vom Marvel Cinematic Universe unterscheiden, dass es weniger humorvoll und dafür düsterer ausfallen sollte. Aber offenbar kann man nun mal nicht ohne ein MIndestmaß an Humor.

Synopsis

Es fühlt sich gut an, böse zu sein...Stelle ein Team aus den gefährlichsten, inhaftierten Superbösewichten dieser Welt zusammen, rüste sie mit dem mächtigsten Waffenarsenal aus, das die Regierung aufbieten kann und schick sie auf eine Mission, ein mysteriöses und unüberwindbares Wesen zu besiegen. U.S.-Geheimdienstoffizier Amanda 'The Wall' Waller hat entschieden, dass dies nur einer im Geheimen einberufenen Gruppe an ungleichen, verabscheuungswürdigen Individuen gelingen kann, die nichts zu verlieren haben. Aber als sie erkennen, dass sie aufgrund ihrer offensichtlichen Schuldfähigkeit bei Versagen und nicht wegen ihrer Chancen auf Erfolg ausgewählt wurden, stellt sich die Frage, entscheiden sie sich dazu, beim Versuch zu sterben oder heißt es nun, jeder für sich?

Wie anders der Leto-Joker wird, sehen wir voraussichtlich am 4. August 2016, wenn Suicide Squad in den Kinos startet.

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