Wenn Disney ihn nicht mehr will, Warner Bros. will: James Gunn, der vom Marvel Cinematic Universe geschasste Regisseur wird nun tatsächlich nicht nur das Drehbuch zu The Suicide Squad verfassen, sondern soll auch gleich noch die Regie selbst übernehmen.

James Gunn wird dem DC Extended Universe sicherlich seinen Stempel aufdrücken können

Ende vergangenen Jahres wurde bekannt, dass James Gunn das Drehbuch zu Suicide Squad 2 verfassen würde. Das war insofern eine kleine Sensation, da Gunn als einer der kreativen Köpfe des Marvel Cinematic Universe galt, der mit seinen beiden Guardians of the Galaxy-Streifen nicht nur die Kassen klingeln ließ, sondern auch viel Lob für seine Charakterzeichnung in Verbindung mit emotional geladenen wie spannenden Stories einheimste. Doch eine Schmutzkampagne kostete ihn schließlich den Job. Dass sich Disney von seinem Star-Filmemacher trennte, war für viele unverständlich, immerhin waren die Tweets, aufgrund derer er gefeuert wurde, schon über Jahre her und waren zum Zeitpunkt, als er angeheuert wurde, bereits einsehbar, wenn man nach ihnen gesucht hätte. Doch des einen Leid ist des anderen Freud und so konnte sich Warner Bros. den Filmemacher schnappen. Das angeschlagene DC Extended Universe hat es immerhin auch bitter nötig nach all den Flops. Sicher, James Wans Aquaman hat sich just zum erfolgreichsten DC-Streifen überhaupt entwickelt mit 1,09 Milliarden Dollar Einspiel und hat damit den alten von Christopher Nolan aufgestellten Rekord mit The Dark Knight Rises übertrumpft, aber dieser Erfolg allein reicht nicht aus, um das filmische DC-Universum wieder auf Kurs zu bringen. Dazu braucht es jemanden mit einer klaren Vision, jemand wie James Gunn.

Schon damals hieß es, dass Gunn auch das Angebot erhalten habe, selbst Regie zu führen. Und tatsächlich dürfte das Suicide Squad sogar noch eine Spur besser zu Gunns bissigem Humor passen als etwa die Guardians of the Galaxy. Und da The Suicide Squad, wie der Film nun heißt, als Relaunch und nicht als direktes Sequel angelegt werden soll, dürfte Gunn sich vollends austoben dürfen. Aktuell befindet er sich noch in Gesprächen für die Regie, aber da er auch schon das Drehbuch verfasst, dürfte es sich hierbei lediglich um eine reine Formalität handeln.

Mit den beiden James (Wan und Gunn) dürfte Warner Bros. in eine rosige Zukunft steuern. Es sieht auch ganz danach aus, als wollte Warner Bros. sich nicht mehr rein auf ein filmisches Universum versteifen, sondern das Ganze auflockern etwa durch Solofilme wie das Joker-Projekt mit Joaquin Phoenix. Gleichzeitig ist nämlich auch ein Joker und Harley Quinn-Streifen in Arbeit.

Der Kinostart von The Suicide Squad ist aktuell der 6. August 2021.