Eine Studie des Cornell University Food and Brand Labs hat herausgefunden, dass der Konsum von Snacks steigt, wenn man Actionfilme mit schnellen Schnitten anschaut.

Studien - Michael Bay veranlasst das Publikum dazu, mehr Snacks zu konsumieren

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Michael Bays Filme steigern die Lust aufs Essen
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Eine recht kuriose Studie des Cornell University Food and Brand Labs hat ergeben, dass man mehr als doppelt soviel Nahrung zu sich nimmt, wenn man einen schnellen Actionfilm ansieht als wenn man etwa einer drögen Talkshow beiwohnt.

Natürlich war es bereits klar, dass man vor dem Fernseher weit achtloser Snacks in sich hineinstopft. Man isst quasi gedankenlos und weit mehr, als wenn man bewusst essen würde. Doch was die Forscher interessierte, war, ob sich das Essverhalten auch bei unterschiedlichem Inhalt verändert.

Dazu wurden 94 Studenten in die Studie einbezogen, die für jeweils 20 Minuten fernsehen sollten. Ein Drittel der Studenten schauten sich Michael Bays Die Insel mit Ewan Mcgregor und Scarlett Johansson an, ein Sci-Fi-Actionfilm aus dem Jahre 2005 mit Bay-typischen Schnitten. Ein Drittel schaute sich denselben Film an, dieses Mal allerdings ohne Ton. Das letzte Drittel durfte 20 Minuten lang einer Charlie Rose Talkshow beiwohnen. Den Studenten gab man zudem großzügig bemessene Mengen an Snacks, bestehend aus Schokolade, Keksen, Früchten und Gemüse.

Die Studenten, die sich Die Insel mit Ton reinzogen, aßen 98 Prozent mehr Snacks und nahmen 65 Prozent mehr Kalorien zu sich als die Studenten, die sich Charlie Rose anschauten. Die Studenten, die sich Die Insel ohne Ton reinzogen, aßen 36 Prozent mehr Snacks und nahmen 46 Prozent mehr Kalorien zu sich als die 'Charlie Rose'-Fraktion.

Dabei notierten die Forscher, dass Michael Bays Die Insel 24,7 Kamera-Schnitte pro Minute aufweist, während die Charlie Rose Talkshow lediglich 4,8 Kamera-Schnitte pro Minute vorweist. Man könnte also sagen, dass schnelle Schnittfolgen und auch passende Audio-Elemente für einen erhöhten Appetit sorgen. Ob dies tatsächlich zutrifft, will das Institut in weiteren Tests herausfinden.

"Das ist etwas, das ich bereits selbst bemerkt habe", so Aner Tal, einer der Forscher. "Wenn ich ins Kino gehe, und einen Film schaue, in den ich so richtig vertieft bin, ist meine Popcorn-Tüte in nullkommanichts leer, ohne dass ich es bemerke. Aber wenn es ein Film ist, an dem ich weniger Interesse zeige, dann achte ich mehr darauf, was ich esse."

So rät man denn auch, keine Chipstüte mitzunehmen, wenn man plane, einen Actionfilm anzusehen. Stattdessen solle man eine Schüssel mit Gemüse wie Karotten oder Brokkoli bereitstellen. Zudem sollte man in Bars und Restaurants davon absehen, während des Essens noch zusätzlich TV zu schauen, auch wenn der Ton aus ist. Ach, und man solle Charlie Rose jederzeit irgendeinem Actionfilm vorziehen.