Wenn man den Film mit einer Aufzählung der Regeln beginnt, mit denen man im Stripperland überlebt, dann ist eines natürlich sofort klar: Offenbar war „Zombieland“ das Vorbild. Dazu gilt jedoch: „Stripper Zombieland“ ist weniger ein Ripoff als vielmehr eine Parodie auf den erfolgreichen Zombiefilm. Der einzig relevante Unterschied ist dabei, dass es nicht nur Zombies sind, sondern ein Stripper-Virus, das Frauen zu untoten Nackedeis macht, die auf Männerjagd gehen und diese fressen.

Stripper Zombieland - Official Trailer

Im Mittelpunkt des Geschehens steht ein junger Mann – von seinem Wegbegleiter irgendwann Idaho getauft –, der versucht, in einer postapokalyptischen Welt zu überleben. Dabei hilft ihm, dass er ein Regelwerk hat, wie man im Land der fleischfressenden Stripper auch wirklich überleben kann. Ein Virus hat die weibliche Bevölkerung dezimiert und zu Zombie-Strippers werden lassen.

Zusammen mit Frisco zieht er durch dieses Stripperland. Dabei gabeln sie zwei junge Frauen auf, mit denen sie in Richtung Portland unterwegs sind. Dumm nur, dass gerade diese Stadt so etwas wie die Stripper-Hauptstadt der Welt ist. Das kann ja nur in einer Katastrophe enden…

Stripper Zombieland - Willkommen im Stripperland

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Der Film erscheint am 09.10.2014 auf Blu-ray und DVD.
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Witziges parodieren?

Das Problem ist, dass man eine Komödie im Grunde nur schwer parodieren kann. Letzten Endes war auch „Zombieland“ schon eine Parodie auf die gängigen Zombie-Filme. Das hat Autor und Regisseur Sean Skelding aber nicht abgehalten, den Versuch zu unternehmen, den Film parodistisch aufzubereiten. Die Elemente von „Zombieland“ sind dabei alle vorhanden, der einzige Unterschied ist im Endeffekt, dass die Zombies eben Stripper sind.

Würde man diesen Umstand streichen, wäre „Stripper Zombieland“ im Grunde nichts anderes als eine Kopie von „Zombieland“. Humor gibt es dabei einigen, aber die Low-Budget-Umsetzung besitzt natürlich auch einige Schwächen. Diese sind darin begründet, dass der Originalfilm einfach witziger war. Skelding, der zuvor mit „I am Virgin“ den Film „I am Legend“ parodierte, hätte sich auch hier lieber eine ernsthafte Geschichte suchen sollen, die er humoristisch aufbereiten will.

Stripper Zombieland - Willkommen im Stripperland

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Alle Zombies sind schon da. Alle Zombies, alle...
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Cameos

Mit einem Bill Murray kann „Stripper Zombieland“ natürlich nicht aufwarten, ein paar bekannte B-Gesichter gibt es aber schon. So hat man die 80er-Jahre-Scream-Queen Linnea Quigley ebenso wie Troma-Chef Lloyd Kaufman, „Trio mit vier Fäusten“-Nerd Thom Bray und Daniel Baldwin. Die haben allesamt nicht viel zu tun, für mehr als kleine Cameos hat es einfach nicht gereicht, zur Erheiterung tragen sie aber immerhin bei.

Eine Parodie auf einen parodistischen Film? Das funktioniert nur bedingt, ist teilweise aber sehr schräg.Fazit lesen

Kruder Humor

„Stripper Zombieland“ wurde mit ganz kleinem Budget umgesetzt. Das merkt man dem Film auch in jeder Sekunde an. Er sieht roh und ungelenk aus, aber das kann man auch als eine der Stärken sehen, immerhin wirkt das Ganze damit recht unmittelbar. Darüber hinaus haben die Macher schon ein paar herrlich abstruse Ideen. So gibt es eine Hip-Hop-Einlage mit tanzenden Zombie-Stripperinnen, die irgendwie an die Untoten aus Michael Jacksons „Thriller“-Video erinnern.

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Der Humor des Films ist natürlich äußerst dumpf. Die Sprüche sind krude, die Kill-Szenen sind billig (und bisweilen unfreiwillig komisch) und das Ambiente immer herrlich niveaulos. Ein guter Film nach klassischer Definition ist „Stripper Zombieland“ nicht, aber wer mit abstrusem Trash etwas anfangen kann, ist hier gut aufgehoben. Es hilft aber auf jeden Fall, wenn man der Vorstellung etwas abgewinnen kann, dass ein Virus Frauen zu Stripperinnen macht. Gut, der Schönheitsfehler ist, dass sie Leute fressen, aber wer ist schon perfekt?