20th Century Fox plant offenbar Stirb Langsam 6. Hierzu hat man bereits Gespräche mit Stirb Langsam 4.0-Regisseur Len Wiseman geführt. Wiseman soll das Quasi-Prequel mit einem jungen John McClane inszenieren.

Stirb Langsam - Jetzt erst recht, der dritte Film der Actionreihe entstand aus einem Drehbuch, das ursprünglich als Sequel zu Rapid Fire mit Brandon Lee gedacht war und Simon Says lautete. Später wurde daraus ein Buddy-Cop-Streifen, der als Lethal Weapon 4 verfilmt werden sollte, was nicht geschah. Und nun steht das nächste Drehbuch an, zum Stirb Langsam-Streifen umgearbeitet zu werden. Produzent Lorenzo di Bonaventura möchte gemeinsam mit Len Wiseman an diesem Projekt arbeiten. Wiseman hatte bereits bei Stirb Langsam 4.0 Regie geführt.

Interessanterweise soll der neue Stirb Langsam als Prequel dienen und einen jungen John McClane im New York des Jahres 1979 zeigen. Da McClane 1955 geboren wurde, ist er 1979 erst 24, also wahrscheinlich ein frischgebackener Police Officer. Im ersten Stirb Langsam ist er 33 Jahre alt.

Wer jetzt fürchtet, dass Bruce Willis nicht mehr dabei sein wird, der Film soll auch Szenen in der Gegenwart beinhalten, was eine Chance wäre, Bruce Willis als McClane zu zeigen.

Was meint ihr? Ein Stirb Langsam, in dem Bruce Willis wahrscheinlich nur eine Nebenrolle hat? Würdet ihr es dennoch ansehen, wenn die Action stimmt? Und worüber könnte ein solcher Film handeln? Ein alter McClane, der seinen Enkeln am Kaminfeuer alte Geschichten von früher erzählt? Oder er deckt einen Fall auf, den er früher nie lösen konnte? Die Möglichkeiten wären vielfältig und bei richtiger Herangehensweise könnte dabei durchaus ein guter Film entstehen. Besser als der unglaublich schlechte Stirb Langsam - Ein guter Tag zum Sterben wäre jede Geschichte allemal.

Das einzige Problem bei der ganzen Sache wäre die Kontinuität. In Stirb Langsam befand sich John McClane als New Yorker Cop während der Geiselnahme im Nakatomi Plaza in einer Ausnahmesituation. Er war offensichtlich weder ein abgebrühter Bulle noch erfahren im Umgang mit hochgradig professionell agierenden Verbrechern. Besonders ersichtlich war es beim ersten Mord, den er direkt miterlebt - der Schock war ihm direkt anzusehen [siehe Trailer]. In einer Zeit, in der Actionhelden muskelbepackte Maschinen waren, machte diese Normalität aber auch den Charme des Charakters aus. Würde Stirb Langsam 6 als Prequel also einen ballernden John McClane zeigen, wäre damit die Kontinuität dahin. Von daher dürfte es umso interessanter sein, zu sehen, wie Produzent Di Bonaventura und Regisseur Len Wiseman das Problem lösen wollen. Im Grunde bleibt nur ein Thriller à la Frequency.

Wer sehen will, wie ein früher John McClane getreu umgesetzt wurde, sollte Howard Chaykins Comic Die Hard: Das erste Jahr lesen.

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