Ben Trebilcook, der Drehbuchautor des sechsten 'Stirb Langsam'-Films mit dem Arbeitstitel Die Hardest verriet in einem Interview, dass die Reihe womöglich mit dem sechsten Teil enden wird.

Stirb langsam 6 - Endet die Filmreihe mit Teil 6 Die Hardest?

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Ein Guter Tag zum Sterben spielte genug ein, um einen sechsten Teil zu rechtfertigen
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Auch wenn der fünfte Teil als der schlechteste in der gesamten Stirb Langsam'-Reihe gilt, so hat Stirb Langsam: Ein Guter Tag zum Sterben doch bei einem Budget von 92 Millionen Dollar weltweit rund 305 Millionen Dollar eingenommen. 305 Millionen Gründe für 20th Century Fox also, einen sechsten Teil nachzuschieben. Dieser könnte laut Drehbuchautor Ben Trebilcook aber durchaus der letzte Teil werden. Auf die Frage, was er denn an Details preisgeben könne, antwortet er, dass es ein Wiedersehen mit der Nakatomi Corporation geben werde. Wer Stirb Langsam gesehen hat, weiß, dass es die japanische Firma ist, in deren 'Los Angeles'-Niederlassung Police Officer John McClane sein erstes Abenteuer bestritt.

"Ohne jetzt zuviel verraten zu wollen, kann ich sagen, dass McClane von der Nakatomi Corporation nach Tokyo eingeladen wird, um dort den 30. Jahrestag der 'Nakatomi Plaza'-Geiselnahme [durch den deutschen Terroristen Hans Gruber] zu begehen. Das soll jetzt kein Black Rain werden. Vielleicht ein wenig Richtung Die Wiege der Sonne. Der Film wird aber auch keine Buddy-Geschichte. McClane hat alleine begonnen und sollte auch alleine aufhören [ein Hinweis auf den letzten Teil?]. Natürlich hatte er Hilfe in unterschiedlicher Form erhalten, die ihm bei seinen Unternehmungen halfen, aber es wird kein Lethal Weapon oder ein 'Jackie Chan'-Film."

John McClane sei ein Revolverheld. Ein ausgezehrter, kaputter, müder und gebrochener Cowboy im Ruhestand. Die ganzen Geschehnisse haben ihre Spuren hinterlassen.

"Meine Geschichte spielt in Japan. Nakatomi spielt eine extrem bedeutende Rolle...nun, es ist John McClane in Japan und wenn ihr auch nur einen japanischen Film oder etwas über die dortige Kultur gesehen habt, wisst ihr, dass es viel Potential für Wahnsinn gibt. Es ist jetzt nicht Ichi - The Killer, aber es wird verrückt werden und dennoch im Bereich des Möglichen verbleiben. Der Film wird brutal, aber nicht so übertrieben oder unnötig durchgeknallt wie Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr. Der Film ist gut durchdacht, treu der Reihe gegenüber und dennoch ein erfrischender Schlag ins Gesicht, so dass das Publikum 'Wow, ich habe das wirklich nicht erwartet' von sich geben wird", so Trebilcook. "Einige japanische Fans haben auf Twitter eins und eins zusammengezählt, als ich ein Bild von einem Katana veröffentlichte, dessen Kanji sich Zeus lasen. Richtig, ich habe Zeus Carver für Samuel L. Jackson hineingeschrieben."

Es sei zwar kein Buddy-Streifen wie noch Stirb Langsam - Jetzt erst recht, doch man könne Zeus Carver nicht ignorieren, mit dem sich John McClane im Laufe des dritten Teils anfreundete. Trebilcook stelle sich Samuel L. Jackson mit einem Samurai-Schwert vor, ganz so wie in John Woos Film A Better Tomorrow 2.

Trebilcook habe auch einen bekannten Hollywood-Regisseur als Freund, der sein Drehbuch bereits gelesen habe und es einfach nur liebte. Daher sei er guter Dinge. Das Drehbuch habe er auch als letzten Film der Reihe ausgelegt.

"Ja, ich habe es als letzten 'John McClane'-'Stirb Langsam'-Film angelegt. Die Inspiration? Die kommt vom ersten Teil. [...] Was sie geliefert haben, ist eine Vorlage, die andere imitierten und jetzt, nach über 30 Jahren noch immer imitieren. [...] Aber am Ende des Tages kann keiner McClane das Wasser reichen, außer MCClane selbst und nur Bruce Willis kann ihn spielen. Mein Drehbuch für Die Hardest ist den ersten drei Teilen sehr ähnlich."

Idealerweise würde John McTiernan die Regie für den letzten Teil übernehmen, da er auch schon beim ersten Teil und beim dritten Teil Regie führte. Aber auch Renny Harlin, Regisseur des zweiten Teils wäre in Trebilcooks Augen eine vorzügliche Wahl. So habe er Harlins Tödliche Weihnachten - The Long Kiss Goodnight geliebt. Wenn er das Sagen hätte, würde er auch einen asiatischen Regisseur wie John Woo, Ringo Lam oder sogar Beat Takeshi und Takashi Miike vorschlagen. Auf westlicher Seite kämen ihm Martin Campbell, Paul Verhoeven oder Louis Letterier in den Sinn.

Sollte sein Drehbuch allerdings nicht genommen werden, hätte er kein Problem damit, es ins Internet zu stellen, damit sich die Fans selber ein Bild von seinem Drehbuch machen könnten.