„Sternenkrieger“ ist ein schöner, ein markiger Titel, der vor allem eines verspricht: Krieg, zwischen den Sternen, im Weltall. Stattdessen gibt es eine Frau, die gegen Monster und Halunken kämpfen muss, während sie in der Wüste von Utah herumturnt. Der Originaltitel „Survivor“ ist bei diesem neuen Science-Fiction-Film, der am 22. Juli auf DVD und Blu-ray erscheint, dann doch deutlich passender. Immerhin: Was dann geboten wird, hat schon einen gewissen Charme.

Sternenkrieger - Survivor - Deutscher Trailer

Die Zukunft: Generationenschiffe haben schon vor langer Zeit die Erde verlassen, die unwirtlich und unbewohnbar geworden ist. All diese Schiffe suchen nach einem Planeten, auf dem sich die Menschen niederlassen können. Das Schiff havariert jedoch und stürzt auf einen bewohnbaren Planeten ab.

Sternenkrieger - Survivor - Die Zukunft + ein öder Planet + fiese Monster = reichlich Action!

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Einen gewissen Charme hat der Film, doch nichts mit Sternen und Kriegen zu tun.
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Kate Mitra (Danielle Chuchran) wird von den anderen getrennt. Sie versucht, ein paar ihrer Freunde zu retten, aber dann werden sie von Maskierten attackiert, die jeden Eindringling töten wollen. Kate muss fliehen. Sie sucht nach ihrem Mentor, Captain Hunter (Kevin Sorbo), der gut 60 Kilometer von ihr entfernt und schwer verletzt ist. Auf der Suche nach ihm muss Kate sich jedoch mit Maskierten, aber auch aggressiven Kreaturen herumschlagen.

Als ob man im Western gelandet wäre

Der Low-Budget-Film macht aus seinen Möglichkeiten das Beste. Er nutzt die natürlichen Ressourcen, die Drehorte in Utah, und sieht dadurch weit größer aus als gedacht. Die Steinwüsten mit den imposanten Bergen und der endlosen Weite erinnern an klassische Western, die zum Teil auch in dieser Gegend gedreht worden sind.

Dazu kommt, dass die Heldin auf einem Pferd unterwegs ist und sich mit Pfeil und Bogen ihrer Häscher erwehrt. Das ist alles recht stilvoll inszeniert, und mit einem klaren Auge für Coolness gestaltet. Gut, es ist sicherlich irre, dass die Hauptfigur, obwohl völlig allein, immer wieder innehält und für den Zuschauer Posing betreibt, aber verdammt noch mal, es sieht schneidig aus. Darum: Am besten nicht lange drüber nachdenken, sondern die coolen Momente genießen.

Sternenkrieger - Survivor - Die Zukunft + ein öder Planet + fiese Monster = reichlich Action!

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Die Suche nach ihrem Captain wird für Kate zur Herkulesaufgabe.
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Gut entwickelt

Autor und Regisseur John Lyde hat sich definitiv weiterentwickelt, von „Osombie“ über „Schattenkrieger: The Shadow Cabal“ bis zu „Sternenkrieger“. Zusammen mit Kameramann Airk Thaughbaer, der bei den beiden anderen Filmen auch schon beteiligt war, bietet er Low-Budget-Unterhaltung auf technisch sehr ordentlichem Niveau.

Guter Low-Budget-Film, dessen Geschichte zwar minimalistisch ist, der aber mit Action punktet und tolle Locations aufweisen kann.Fazit lesen

Nur die CGI-Effekte sind deutlich schwankend, sowohl bei den Raumschiffsequenzen am Anfang als auch dem Monster, dem Kate begegnet, als sie auf das Pferd trifft.
Diese CGI-Effekte sind aber eher sparsam eingesetzt, die Monster in humanoider Form sind handgemacht. Ihr Ganzkörper-Make-up sieht ziemlich gut aus.

Die Pointe

Man könnte es als eine Art Spoiler verstehen, allerdings wird schon wenige Minuten nach Kates Ankunft auf dem Planeten ziemlich klar telegrafiert, wo sie sich wirklich aufhält. Wer’s es dennoch selbst herausfinden will (und das noch lange vor der 60-Minuten-Marke), springt jetzt am besten zum Fazit weiter.

Sternenkrieger - Survivor - Die Zukunft + ein öder Planet + fiese Monster = reichlich Action!

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Pfeil und Bogen - wie auch der Film macht Kate aus ihren Mitteln das Beste.
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Natürlich ist der Planet die Erde, natürlich sind die Maskierten Abkömmlinge der letzten Menschen, natürlich ist das alles keine Überraschung. Warum nicht? Weil die Maskierten mit einer Schrotflinte hantieren und Kate ein Pferd findet. Im Grunde hätte man auf diese Elemente verzichten müssen, dann wäre am Ende zumindest ein bisschen so etwas wie eine Überraschung drin gewesen.